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Hitze setzt Beton-Autobahnen zu: Verkehrsministerium ordnet Tempolimits an

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Plötzliche Straßenschäden drohen und erfordern umsichtiges Fahren von Verkehrsteilnehmern

Die heißen Temperaturen der letzten Tage führten am 2. Juli 2015 (abends) zu einem ersten sog. „Blow-Up“ – also dem plötzlichen Aufbrechen von Betonplatten – auf der Autobahn A5 bei Schwetzingen. „Wegen dieses Vorfalls und der anhaltenden Hitzeprognose haben wir heute die vier Regierungspräsidien angewiesen, Tempolimits und Verkehrswarnungen auf Autobahnen mit Beton auszugeben“, so ein Sprecher des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur.

Betonplatten dehnen sich durch die anhaltende Hitze so weit aus, dass die vorhandenen Fugen den Druck nicht mehr aufnehmen können. Asphaltfahrbahnen dagegen verformen sich langsam, akute Gefahr besteht bei ihnen in der Regel nicht. Etwa 40 Prozent der 1.054 Autobahnkilometer in Baden-Württemberg sind aus Beton. Folgende Vorgehensweise wurde im Einzelnen angeordnet:

  • Prüfung und Anordnung von temporären Beschränkungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit aus Sicherheitsgründen auf 80 km/h im Bereich der als kritisch eingestuften Streckenabschnitte von Bundesautobahnen mit Betonfahrbahnen bei besonders hohen, länger anhaltenden Außentemperaturen, wie sie in den nächsten Tagen zu erwarten sind.
  • Information des Verkehrswarndienstes beim Innenministerium.
  • Information der VerkehrsteilnehmerInnen über den Verkehrswarnfunk über:
  • die Verkehrsbeschränkung Tempo 80 km/h auf Autobahnabschnitten mit Betonfahrbahnen;
  • die Notwendigkeit der Verkehrsbeschränkung zur Vermeidung von Unfällen;
  • verbunden mit der Bitte die Anordnung zu befolgen;
  • und die Bitte an die Motorradfahrer nach Möglichkeit Autobahnabschnitte mit Betonfahrbahnen zu meiden.

Betonfahrbahnen können bei hohen Außentemperaturen über mehrere Tage plötzlich aufbrechen, dies teilte das MVI bereits am Montag mit. Wenn entsprechende Wetterlagen auftauchen, werden die Autobahnen zunächst verstärkt kontrolliert.

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