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Jüdische Gemeinde und Landesregierung entzünden das 4. Licht der Chanukkia

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Jüdische Gemeinde und Landesregierung entzünden das 4. Licht der Chanukkia vor dem Neuen Schloss in Stuttgart

Minister Hermann: „Zeichen setzen für Frieden und Religionsfreiheit“

Am 27. Dezember 2016 hat Landesrabbiner Nethanel Wurmser von der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg auf dem Stuttgarter Schlossplatz das 4. Licht der Chanukkia entzündet. Der neunarmige Leuchter, an dem jeden Tag ein weiteres Licht entzündet wird, gilt im Judentum als ein Symbol des Glaubens, der Hoffnung und der Religionsfreiheit. Auf Beschluss des Landes und der Stadt Stuttgart kann die jüdische Gemeinde seit dem Jahr 2005 diesen Brauch auch öffentlich vor dem neuen Schloss begehen. Erstmals konnte in diesem Jahr auch eine kleine Wagenkolonne mit kleinen Leuchtern bis zur Villa Reitzenstein, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten, auffahren.

„Es ist mir eine Freude und Ehre, zum heutigen Anzünden eines Lichtes bei und mit Ihnen sein zu können.“, begrüßte der Minister für Verkehr, Winfried Hermann, MdL, die jüdischen und nichtjüdischen Gäste. „Dazu darf ich Ihnen die herzlichen Grüße des Ministerpräsidenten Kretschmann und der gesamten Landesregierung überbringen. Wir freuen uns über das lebendige, jüdische Gemeindeleben in unserer Mitte und über Ihre Einladung an uns“, betonte Minister Hermann.

Er verwies auf die „gegenseitige Bereicherung“ der christlichen und jüdischen Feste zum Jahresende, die gemeinsam und auf je eigene Weise „für den Sieg des Lebens und der Hoffnung in einer unerlösten Welt“ stünden. „Die Lichter sind also schön und sie wärmen die Herzen; sie strahlen aber auch an gegen eine Welt, in der Ungerechtigkeit, Tyrannei und Krieg noch nicht überwunden sind.“, sagte der Minister.

Er erinnerte zugleich an die Opfer der Anschläge von Berlin, Zürich und Ankara und an die Gefahren von Hass, Gewalt und menschenfeindlichem Populismus. „Gerade auch über das Internet verbreiten sie einen ständigen Strom an Erregung, Vorwürfen und auch Hass, der sich mal gegen die einen, mal gegen die anderen richtet. Aber ich bezweifle sehr, dass das Schüren von Angst das richtige Mittel ist, um dem Terrorismus zu begegnen“, rief Minister Hermann zur Besonnenheit auf.

Die Schriftgelehrten des Judentums hätten dagegen „weise“ entschieden, „dass kein Kampf wirklich gewonnen werden kann, wenn die eigentlichen Werte dabei aus dem Blick geraten.“ Entsprechend werde Chanukka als „Fest zu Ehren des Friedens und der Religionsfreiheit“ verstanden“, so Hermann.

Der Minister dankte den Anwesenden – darunter Vertreterinnen und Vertreter der Kirchen und muslimischen Gemeinschaften – und schloss mit der Zusage, dass die Landesregierung auch zukünftig gemeinsam mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft Chanukka begehen werde.

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