RAD

Neuer Abschnitt des RS 14 verbindet Eislingen und Süßen

Ein weiterer Abschnitt des Radschnellwegs 14 verbindet ab sofort Eislingen/Fils mit dem Osten von Süßen. Der Radschnellweg verläuft auf der Trasse der ehemaligen B 10.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Radfahrer fahren durch eine Unterführung unter der Straße durch.

Aus alt wird neu: B 10-Rückbau schafft Raum für Radschnellweg

Der Rückbau der B 10alt zur L 1214neu wurde bereits 1997 planfestgestellt, konnte damals jedoch nicht wie geplant umgesetzt werden – veränderte Anforderungen und Rahmenbedingungen machten Anpassungen notwendig. So hat das Regierungspräsidium Stuttgart (RPS) die Planung des Radschnellwegs RS 14 in die Rückbauplanung integriert. Auch bestehende Kreuzungen wurden umgestaltet: In Salach entstanden zwei neue Kreisverkehre, in Süßen wird aktuell die Tobelkreuzung in einen Kreisverkehr umgebaut.

Zur feierlichen Eröffnung des neuen Streckenabschnitts kamen der stellvertretende Abteilungsleiter Hermann Klyeisen (in Vertretung von Regierungspräsidentin Susanne Bay), der Ministerialdirektor des Verkehrsministeriums Berthold Frieß sowie die Bürgermeister Marc Kersting (Süßen) und Dennis Eberle (Salach). Gemeinsam weihten sie die Strecke mit einer symbolischen Eröffnungsfahrt ein.

Ministerialdirektor Frieß betonte: „Der Rückbau der B 10alt zur neuen L 1214 ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie wir Verkehrsflächen an veränderte Anforderungen anpassen können. Mit dem neuen Abschnitt des RS 14 zeigen wir, wie ehemalige Autoverkehrsflächen sinnvoll für eine moderne und klimafreundliche Mobilität umgewandelt werden können. Wo früher Autos auf der B 10 fuhren, haben heute Radfahrerinnen und Radfahrer Vorrang – sicher, durchgängig und zügig. Durch die Entsiegelung von rund 25.000 Quadratmetern, die Fertigstellung eines weiteren Abschnitts des Radschnellwegs RS 14 zwischen Eislingen und Süßen und dem barrierefreien Umbau von Bushaltestellen leisten wir einen wichtigen Beitrag zur zukunftsfähigen Mobilität im Filstal.“ 

Der stellvertretende Abteilungsleiter Klyeisen erklärte: „Das Regierungspräsidium ist als Bündelungsbehörde sowohl am Ausbau der B 10 als auch an Planung, Bau und Förderung der Radverkehrsinfrastruktur maßgeblich beteiligt. Mit dem Rückbau der B 10alt schließen wir nicht nur ein bedeutendes Infrastrukturprojekt ab, sondern schaffen gleichzeitig einen wichtigen Lückenschluss in Richtung des RS 4 – ein starkes Zeichen für moderne und nachhaltige Mobilität im Filstal.“

Hintergrundinformationen

Die Radschnellverbindung Filstal (Ebersbach – Göppingen – Süßen) soll an den RS 4 (Stuttgart – Reichenbach) anknüpfen und über Ebersbach, Uhingen, Göppingen, Eislingen und Salach nach Süßen führen.

Der Planungsabschnitt A führt von der Landkreisgrenze Göppingen (Anschluss an das Demostück) bis zu der Filsquerung in Ebersbach (800 Meter) und wurde vor wenigen Wochen für den Radverkehr freigegeben. Der Planungsabschnitt B führt von der Filsquerung bei Ebersbach bis zum Kreisverkehrspunkt Ulmer Str. (L 1214) in Eislingen/Fils. Dieses Teilstück ist in kommunaler Baulast und wird vom Landkreis Göppingen geplant. Die heute freigegebene Strecke von Eislingen/Fils nach Süßen Ost stellt den Planungsabschnitt C dar.

Der Rückbau der B 10alt/L 1214neu ist Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses vom 30. Mai 1997 zum Neubau der B 10 zwischen Göppingen und Gingen, der B 466 OU Süßen und der K 1404 Querspange Eislingen. Als Ausgleichsmaßnahme wurde die B 10alt/L 1214neu auf einer Länge von knapp 3,1 Kilometern zwischen Eislingen und Süßen von vier auf zwei Fahrstreifen zurückgebaut. Hierdurch wurde eine Fläche von rund 25.000 Quadratmetern entsiegelt.

Mit der Baumaßnahme wurde der barrierefreie Umbau von acht Bushaltestellen, die Sanierung von zwei Brückenbauwerken, der Abbruch einer Fußgängerunterführung, die Herstellung von drei Kreisverkehren sowie der Neubau eines Radschnellweges (RS 14) umgesetzt. Von den Leitungsträgern wurde die Baumaßnahme zusätzlich für umfangreiche Leitungserneuerung genutzt. Der Baubeginn der Gesamtmaßnahme war am 4. März 2024. Um die Beeinträchtigungen für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten, wurde die Baumaßnahme in acht Bauabschnitte unterteilt und konnte dadurch abschnittsweise fertig gestellt werden.

Der Bund investiert in dieses Projekt ungefähr 7,5 Millionen Euro. Das Land sowie die Stadt Süßen und die Gemeinde Salach investieren rund 1,3 Millionen Euro.

Weitere Meldungen

Verkehrsminister Winfried Hermann
Veranstaltung

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“