SPNV

Kulturzug zwischen Offenburg und Freiburg fährt künftig wieder täglich

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Zum 1. Oktober 2016 schließt das Land die Taktlücken zwischen den zwei Städten. Fahrgäste von und nach Freiburg können dann auch Montag und Dienstag abends wieder entspannt zurückfahren. 

Für die Fahrgäste im SPNV auf der Rheintalbahn zwischen Offenburg und Freiburg wird es ab dem 1. Oktober 2016 Verbesserungen im Spätabendverkehr geben. Ab diesem Zeitpunkt wird der „Kulturzug“ (Offenburg ab 22.07 Uhr/Freiburg ab 23.25 Uhr) wieder täglich verkehren. Diese Angebotsausweitung hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur bei der DB Regio bestellt, die den SPNV auf der Rheintalbahn noch bis mindestens Ende 2018 im Rahmen des Übergangsvertrages betreibt. Derzeit verkehrt der Kulturzug an Montagen und Dienstagen nicht.

Der Kulturzug bietet mit seiner Abfahrt um 23.25 Uhr in Freiburg insbesondere Fahrgästen, die in Freiburg einen Theater- oder Kinobesuch gemacht haben, eine entspannte Rückfahrmöglichkeit. Dies ist ab Oktober nun wieder an allen Tagen der Woche möglich. Montags und dienstags bestehen bisher nur Rückfahrmöglichkeiten um 22.25 Uhr und dann erst wieder um 0.18 Uhr. Die Verkehrstage des Kulturzuges waren im Jahr 2006 als Folge von Kürzungen der Regionalisierungsmittel durch den Bund eingeschränkt worden. Der Kulturzug hält an allen Stationen zwischen Offenburg und Freiburg außer Ringsheim, Freiburg-Zähringen und Freiburg-Herdern.

„Ich bin froh, dass wir diese wenig fahrgastfreundliche Angebotslücke nun endlich schließen können“, sagte Minister Winfried Hermann. „Dies ist uns möglich, weil zum 1. Oktober 2016 der sogenannte Große Verkehrsvertrag mit der DB ausläuft und wir im Übergangsvertrag deutlich bessere Konditionen für das Land erzielen konnten“, so der Minister weiter. „Gerne würde ich das Angebot auf der Rheintalbahn auch tagsüber weiter verdichten. Kurzfristig sind weitere Verbesserungen wegen der dichten Belegung der Strecke mit Fern- und Güterzügen aber schwierig umsetzbar“, so Hermann weiter. 

Der SPNV auf der Rheintalbahn wird jedoch ab Dezember 2019 neu ausgeschrieben. Ab diesem Zeitpunkt werden im Rheintal moderne Neufahrzeuge nach einer klaren Taktstruktur mit deutlichen Leistungsausweitungen verkehren. Es wird dann eine stündliche Regionalbahn (RB) und einen stündlichen Regionalexpress (RE) geben. Während die RB alle Halte zwischen Offenburg und Basel bis auf Freiburg-Zähringen und Freiburg-Herdern bedienen wird, wird der RE alternierend in einer Stunde schnell mit wenigen Halten, in der anderen Stunde hingegen auf Wunsch der Anrainerkommunen mit weiteren Halten verkehren. Abschnittsweise wird die RB abhängig von der Nachfrage und der infrastrukturellen Fahrbarkeit zu einem angenäherten Halbstundentakt verdichtet. Auch im Spätverkehr ist geplant, die Bedienungszeiten gegenüber heute auszudehnen: Vorbehaltlich der Trassenverfügbarkeit soll es in Offenburg nach der heutigen letzten Abfahrt um 22.44 Uhr noch je eine weitere tägliche Fahrtmöglichkeit mit der RB und dem RE in Richtung Freiburg geben. Weitere Angebotsausweitungen werden erst mit dem Bau des dritten und vierten Gleises der Rheintalbahn möglich sein.   

Weitere Meldungen

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schiene

Zusätzliche 26 Coradia-Max-Züge für Baden-Württemberg

Ein Passagierzug des Typs Lint 54 fährt auf einer Schiene.
Qualität

Schiene: Verbesserungen für die Fahrgäste dringend notwendig