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Land plant Kooperation beim Ausbau der B 33 mit der DEGES

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Mitarbeiter auf einer Baustelle im Gespräch (Bild: stock.adobe.com/ Agnor Mark Rayan)

Das Land holt sich wegen der besonderen Herausforderungen beim Neu- und Ausbau der B 33 zwischen Allensbach (West) und Konstanz (Landeplatz) zusätzliche Fachleute der bundesweiten Planungs- und Baugesellschaft DEGES an Bord. Ein wesentlicher Grund sind die schwierigen Bodenverhältnisse bei diesem Projekt.

Auch beim Großprojekt Ausbau der B 33 neu zwischen Allensbach (West) und Konstanz (Landeplatz) wird es eine Zusammenarbeit mit der DEGES geben. Nach fachlichem Austausch zwischen DEGES, Landesverkehrsministerium und Regierungspräsidium (RP) Freiburg im Januar dieses Jahres soll nun eine Kooperation vereinbart werden. Die Zusammenarbeit wird in Form von Beratungsleistungen und Bereitstellung zusätzlicher Fachexpertisen realisiert werden.

Größe des Projekts und Untergrund herausfordernd

Verkehrsminister Winfried Hermann erklärte am Donnerstag in Stuttgart: „Damit sich das Vorhaben nicht weiter verzögert, holen wir uns zusätzlich Rat und Kompetenz der DEGES. Das komplexe Großprojekt stellt die Fachleute vor einige Herausforderungen. Neben der Größe des Gesamtprojektes sind insbesondere die Untergrundverhältnisse außergewöhnlich. Die Kooperation mit der DEGES und Ihrer Tunnelfachexpertise sowie dem örtlich tief in das Projekt eingearbeitete Projektteam des Regierungspräsidiums soll die Projektumsetzung optimieren.“ Die Kooperation zwischen RP, DEGES und Verkehrsministerium hatte sich nach ausführlicher Beratung als beste Lösung herausgestellt.

Der knapp 700 Meter lange zweiröhrige Tunnel Hegne und die beidseits daran anschließenden 300 Meter langen Trogbauwerke überqueren bildlich gesprochen ein bis zu 40 Meter tiefes Tal gefüllt mit Seeton. Dieser Ton ist breiig bis flüssig wie ein Schwamm und entsprechend setzungsempfindlich. Für einen sicheren Stand muss der Tunnel auf Betonpfähle gestellt werden. Zudem muss der „Schwamm“ im Untergrund vor dem Bau des Tunnels quasi „zusammengedrückt“ und mit Hilfe von Drainagen entwässert werden. Hierfür ist eine Vorschüttung notwendig, die mit dem Ausbruchmaterial aus dem Röhrenbergtunnel erfolgen wird.

Die besondere Konstellation des Untergrundes mit einem Tunnel darüber ist eine geologische Seltenheit und besonderes Erschwernis für die Bauarbeiten. Dies erfordert einen außergewöhnlichen fachlichen Aufwand. Durch die Einbeziehung der DEGES, welche in anderen Tunnelgroßprojekten deutschlandweit unter unterschiedlichen Bedingungen bereits Erfahrungen sammeln konnte, schöpft das Land weitere Möglichkeiten zur weiteren Beschleunigung, zur Risikominimierung und Optimierung in diesem Projekt weiter aus. Das Regierungspräsidium in der Gesamtprojektverantwortung stellt wiederum mit ihrem Projektknowhow und ihren Ortskenntnissen den zügigen Fortgang des Ausbaus der B 33 sicher.

Ausweitung der Projektvergaben an die DEGES geplant

Vor dem Hintergrund stetig steigender Anforderungen auch in der Straßenbauverwaltung nutzt das Land alle ihm zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, um seine Aufgaben bestmöglich erfüllen zu können. Daher wurde in den vergangenen Monaten intensiv geprüft, welche Bedarfsplanmaßnahmen des Bundes für eine sukzessive Übertragung an die DEGES geeignet sind und wie eine Entlastung der eigenen Ressourcen erfolgen kann

So wurden die Planungen der Maßnahmen „B 31 Meersburg-Immenstaad” sowie des Teilabschnitts der „B 27 von Leinfelden-Echterdingen Nord bis Leinfelden-Echterdingen Süd“ bereits an die DEGES übertragen. Mittelfristig wird zudem eine Ausweitung der DEGES-Projektvergaben im Land angestrebt.

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