RAD

Lösung in der Debatte über Reutlinger Radschnellweg

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Fahrradweg mit Markierung (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)

Ministeriumsamtschef Lahl: Reutlingen kann alte Bahntrasse nutzen – Oberbürgermeister Keck: Einigung mit Land ermöglicht Bau des Radschnellwegs

In der Debatte über den Bau eines Radschnellwegs auf einer alten Bahntrasse haben sich das Landesverkehrsministerium und die Stadt Reutlingen auf eine Lösung geeinigt. Demnach kann die Stadt auf der nicht genutzten Honauer Bahntrasse zwischen Hauptbahnhof und Eninger Weg einen Radschnellweg bauen. Sollte die Bahntrasse jedoch eines Tages wieder für den Schienenverkehr benötigt werden, müsste die Stadt Reutlingen den Radschnellweg auf eigene Kosten wieder abbauen. Darauf verständigten sich der Amtschef des Verkehrsministeriums, Prof. Dr. Uwe Lahl, und der Reutlinger Oberbürgermeister Thomas Keck bei einem Treffen im Ministerium. Ministerialdirektor Lahl sagte am Montag in Stuttgart: „Mit dieser pragmatischen Lösung stehen der Stadt Reutlingen alle Möglichkeiten für die weitere Planung offen. Die Bahntrasse muss nicht entwidmet werden und steht für eine künftige Nutzung als Schienenweg auch weiterhin zur Verfügung.“

Oberbürgermeister Keck erklärte: „Ich bin erfreut, dass wir mit dem Land eine konstruktive, pragmatische Lösung finden konnten, die den Bau des Radschnellwegs ermöglicht – so stelle ich mir die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Land vor. Der Radschnellweg bildet ein wichtiges Scharnier für die geplanten Radschnellverbindungen Richtung Alb, Bad Urach bzw. Tübingen und führt direkt zum Mobilitätsschwerpunkt Hauptbahnhof. Insbesondere für Pendler aus der Oststadt, Betzenried, Eningen unter Achalm, Pfullingen und Lichtenstein wird durch den Bau dieses leistungsfähigen, weitgehend kreuzungsfreien Radschnellwegs eine attraktive, schnelle, sichere und komfortable Alternative zur Fahrt mit dem Pkw geschaffen. Der Radschnellweg bringt uns unserem Ziel einer nachhaltigeren Mobilität durch die Förderung des Umweltverbunds einen großen Schritt näher. Ich danke dem Land für seine kontinuierliche vielfältige Unterstützung bei der Erreichung dieses Ziels.“

Amtschef Lahl erläuterte: „Mit unserer Einigung kann die Stadt Reutlingen für den geplanten Radschnellweg auch alle Fördermöglichkeiten nutzen. Entweder sie nimmt das Sonderprogramm des Bundes in Anspruch oder sie beantragt Fördermittel des Landes in Verbindung mit den Finanzhilfen des Bundes für Radschnellwege. Im zweiten Fall kann sie im Idealfall bis zu 87,5 Prozent der förderfähigen Mittel von Land und Bund zum Bau des Radschnellweges bekommen.“

Da über den künftigen Verlauf der Regionalstadtbahn Neckar-Alb in der Stadt Reutlingen noch nicht endgültig entschieden wurde, hatte sich das Land gegen eine Entwidmung der alten Bahntrasse auf der Honauer Bahn ausgesprochen.

Weitere Meldungen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur

Illustration. Ein autonom fahrendes Auto steht an einem Zebrastreifer und lässt Fußgänger:innen passieren.
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Drohne mit Baukränen im Hintergrund
BIM

B 29: Sanierung zwischen Urbach und Lorch abgeschlossen

Ein Mann mit Cap und eine Frau stehen vor einem Auto mit der Aufschrift DEINE MUTTER und haben schwarze T-Shirts an mit gelber Schrift "Deine Mutter..."
Team Vision Zero

Ein bekanntes Muster: Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Fahrradstreifen einer Straße.
Rad- und Fußwege

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege für Baden-Württemberg

Der Blick aus dem Inneren eines Tunnels auf das Tunnelende.
Straße

Tunnel Albstadt-Laufen: Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463

Handybildschirm mit dem CiCoBW-Ticket
bwegt

Nie mehr als 72 Euro: Land und Verbünde führen Preisobergrenze bei CiCoBW ein

Mehrere Radfahrer:innen fahren auf einem breiten Fahrradweg aneinander vorbei.
STADTRADELN

Baden-Württemberg startet mit Schwung ins STADTRADELN 2026

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Straßeninfrastruktur

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
bwegt-Wanderweg

Eröffnung: 14. bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Landesmobilitätsgesetz

Bilanz nach einem Jahr Landesmobilitätsgesetz