Verkehrssicherheit

Minister Hermann: „Geschwindigkeit senken rettet Leben“

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Landesweite Schilder-Aktion der Verkehrssicherheitskampagne „Vorsicht. Rücksicht. Umsicht“ am Schwaben Park gestartet.

Die tief stehende Sonne, eine nasse Fahrbahn oder ein Wildwechsel können für Verkehrsteilnehmende außerorts zur Gefahr werden, wenn die Geschwindigkeit nicht der Situation angepasst wird. Darauf macht die Verkehrssicherheitskampagne „Vorsicht.Rücksicht.Umsicht“ des Ministeriums für Verkehr aufmerksam, dieses Jahr mit dem Schwerpunkt „Sichere Landstraßen“. 

Ein Teil der Kampagne ist eine aufmerksamkeitsstarke Schilder-Aktion, zu der Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, am Mittwoch, 5. August 2020 am Parkplatz des Schwaben Parks bei Kaisersbach (Rems-Murr-Kreis) den Startschuss gegeben hat. Mehr als 100 Schilder auf Parkplätzen an Landstraßen in ganz Baden-Württemberg weisen auf die möglichen Unfallgefahren außerorts hin. Der Minister enthüllte im Rahmen eines Pressetermins auf dem Parkplatz des Schwaben Parks eines der Schilder, die von nun an im ganzen Land zu sehen sind. Die Schilder fordern mit einem Augenzwinkern beispielsweise dazu auf, Wildwechsel oder Regnen zu unterlassen. Aufgelöst wird diese überraschende Forderung dann durch den Appell an die Verkehrsteilnehmenden, die Geschwindigkeit zu reduzieren – weil die eingangs erwähnten Aufforderungen an das Wetter oder an Tiere selbstverständlich ohne Wirkung bleiben werden. 

Anpassen der Geschwindigkeit senkt das Unfallrisiko

„Die Geschwindigkeit zu senken kann Leben retten und ist außerorts besonders wichtig“, sagte Verkehrsminister Hermann. „Wir appellieren daher an alle Verkehrsteilnehmenden: Achten Sie auf Faktoren wie Nässe, Lichtverhältnisse oder möglichen Wildwechsel und reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit – auch unter die zulässige Höchstgeschwindigkeit. So können Sie in gefährlichen Situationen besser reagieren. Sie haben Ihre Sicherheit und die anderer Verkehrsteilnehmenden zu einem großen Teil selbst in der Hand!“ 

Verkehr außerorts ist Unfallschwerpunkt

Bei sogenannten Geschwindigkeitsunfällen außerorts bewegen sich Verkehrsteilnehmende in vielen Fällen innerhalb der zulässigen Höchstgeschwindigkeit, passen aber die Geschwindigkeit nicht den äußeren Bedingungen an. Vorausschauendes Fahren bedeutet, äußere Faktoren, aber auch das Verhalten von anderen Verkehrsteilnehmenden zu berücksichtigen. Die maximal erlaubte Geschwindigkeit sollte nur bei optimalen Bedingungen gefahren werden. Außerhalb von Ortschaften ereignen sich zwar insgesamt nur rund ein Drittel der Verkehrsunfälle, jedoch verunglücken dort dreimal so viele Menschen tödlich wie innerorts. Besonders häufig betroffen sind Motorradfahrende – auch ihnen sollen die Schilder das Anpassen der Geschwindigkeit ins Gedächtnis rufen. 

Hintergrundinformation

2019 hat das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg seine mehrjährige Verkehrssicherheitskampagne „Vorsicht. Rücksicht. Umsicht“ gestartet. Sie rückt über mehrere Jahre hinweg wechselnde Fokusthemen der Verkehrssicherheit in den Mittelpunkt. Die Kampagne macht auf wichtige Sicherheitsthemen aufmerksam, klärt über Fakten auf und gibt konkrete Tipps für Verhaltensänderungen: Damit die Teilnahme am Straßenverkehr in Baden-Württemberg sicherer wird.

Im Kampagnenjahr 2019 lag der Schwerpunkt auf Unfälle im ruhenden Verkehr. In diesem Jahr wird das Schwerpunktthema „Sichere Landstraße“ in den Mittelpunkt gerückt, da Landstraßen einen Unfallschwerpunkt darstellen. Hier ereignen sich knapp 60 Prozent der tödlichen Verkehrsunfälle. 2019 waren dies 281 von insgesamt 437.

 

 

Unfälle mit Personenschäden

Getötete

Schwerverletzte

Leichtverletzte

 

Anzahl

Anteil

Anzahl

Anteil

Anzahl

Anteil

Anzahl

Anteil

Landstraßen

11.048

 

ca. 30%

281

ca. 64%

3.863

ca. 48%

12.217

ca. 32%

Alle Straßen

36.313

 

437

 

8.104

 

38.699

 

 

Weitere Informationen: www.vorsicht-rücksicht-umsicht.de und www.statistik-bw.de

 

Hintergrundinformationen und Zahlen zur Verkehrssicherheitskampagne

Schilder

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