Wo vorher vor allem versiegelte Flächen oder Rasen zu finden waren, können heute Blühflächen, heimische Gehölze oder Bäume wachsen: Mit dem Wettbewerb „Straßenoasen“ zeichnet das Ministerium für Verkehr bereits zum achten Mal Kommunen aus, die Straßenbegleitflächen neu denken und aufwerten.
Aus Verkehrsflächen werden Lebensräume
Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL sagte: „Verkehrsflächen müssen nicht nur funktional sein – sie können gleichzeitig einen wichtigen Beitrag für unseren Lebensraum leisten und Städte und Gemeinden attraktiver machen. Mit den Straßenoasen zeigen wir, dass moderne Infrastruktur und Artenschutz zusammengehören. Viele Kommunen machen bereits vor, wie aus kleinen Flächen blühende und attraktive Orte entstehen. Ich lade deshalb alle Städte, Gemeinden und Landkreise ein: Zeigen Sie uns Ihre Straßenoasen und machen Sie sichtbar, wie Sie vor Ort Verantwortung für unsere Umwelt übernehmen.“
Straßenbegleitflächen bieten großes Potenzial für mehr Artenvielfalt. Mit heimischen Pflanzen und einem passenden Pflegekonzept können sie Nahrung und Lebensraum für Insekten schaffen und als grüne Verbindung zwischen bestehenden Lebensräumen dienen. Gerade für Wildbienen und andere Insekten sind blütenreiche Flächen wichtige Nahrungsquellen. Vor dem Hintergrund aktueller Hitzeereignisse können derartige Umgestaltungen einen wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz in Städten leisten.
Bewerbung in zwei Kategorien möglich
In der Kategorie „Artenschutz“ werden Flächen ausgezeichnet, die in besonderem Maße zum Schutz von Insekten beitragen. Blühstreifen, heimische Wildpflanzen und Gehölze können dabei aus einer vermeintlichen Restfläche einen wertvollen Baustein für den Biotopverbund machen.
Die Kategorie „Klimaschutz“ legt den Fokus auf die klimatische Wirkung der umgestalteten Flächen. Entsiegelungen, eine verbesserte Versickerung von Regenwasser oder die Pflanzung klimarobuster Bäume können beispielsweise dazu beitragen, Flächen anpassungsfähiger zu machen und das Mikroklima zu verbessern.
Kommunen und Städte können sich pro Kategorie mit einer Fläche am Wettbewerb beteiligen. Die ausgezeichneten Projekte erhalten die öffentlichkeitswirksame Auszeichnung „Straßenoase“. Damit werden nicht nur die Kommunen für ihr Engagement gewürdigt: Die prämierten Flächen sollen auch andere Städte und Gemeinden sowie Bürgerinnen und Bürger zum Nachmachen anregen. Bewerbungsschluss ist der 14. Oktober 2026. Die Preisverleihung findet im Dezember in Stuttgart statt. Der Wettbewerb ist Teil der Aktivitäten des Verkehrsministeriums im Rahmen des „Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt“.
Alle Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter: www.straßenoasen.de.

















