Schiene

Ministerium weist CDU-Kritik am Ausschreibungskonzept Filstal zurück

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Ministerium weist CDU-Kritik am Ausschreibungskonzept für den regionalen Schienenverkehr im Filstal als unbegründet zurück. 

Durch verbindliche Standards wird das Angebot im ländlichen Raum des gesamten Landes nach gleichen und transparenten Maßstäben verbessert.

Das Verkehrsministerium hat die Kritik aus der CDU-Landtagsfraktion am Ausschreibungskonzept für den regionalen Schienenverkehr zurückgewiesen. „Gerade die verbindlichen Standards haben dazu beigetragen, dass das Angebot im Schienenpersonennahverkehr im gesamten Land Baden-Württemberg deutlich verbessert wird. Transparente und einheitliche Maßstäbe sind die Grundlage für das Verkehrsangebot in den jeweiligen Netzen und nicht die Frage, welche Zugangebote sich einzelne Abgeordnete jeweils für ihren Wahlkreis wünschen“, erklärte ein Ministeriumssprecher am 27. September 2017 in Stuttgart.

Im konkreten Fall geht es um den Halbstundentakt des künftigen Metropolexpresses auf der Bahnlinie im Filstal zwischen Stuttgart und Ulm. Nach dem Zielkonzept 2025 des Landes war dieser Takt lediglich bis Süßen vorgesehen. Eine Weiterführung des Halbstundentaktes bis nach Geislingen war auf Grund der geringen Fahrgastzahlen von Landesseite nicht vorgesehen. Dies änderte sich, als im Rahmen des ÖPNV-Paktes zwischen Land, Landeshauptstadt Stuttgart, Verband Region Stuttgart und den Verbundlandkreisen vereinbart wurde, den Halbstundentakt bis Geislingen einzurichten. Das wurde allerdings nur durch die kommunale Mitfinanzierung ermöglicht, da ein Angebot in diesem Umfang nicht mit den landesweit einheitlichen Angebotsstandards vereinbar war. 

Das Land ist auch in anderen Regionen zu einer Ausweitung des Angebots bereit, wenn sich die kommunale Seite zu einer Mitfinanzierung bereitfindet. „Ansonsten ist es eine Frage der Gerechtigkeit, dass transparente und einheitliche Maßstäbe für den regionalen Schienenverkehr mit einem verlässlichen Grundangebot in allen Landesteilen gleichermaßen gelten“, sagte der Ministeriumssprecher.

Der Abbau eines Gleises im Bahnhof Geislingen hat mit der Angebotskonzeption des Landes nichts zu tun. Denn das bisherige Gleis hätte in der bestehenden Form als Abstellgleis gar nicht genutzt werden können. Und ob für den Halbstundentakt im Bahnhof Geislingen dauerhaft ein zusätzliches Gleis gebraucht wird, wird derzeit bei der Erarbeitung der Fahrplankonzeption geklärt. 

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