Neue Radschnellwege: Rottenburg-Tübingen und Tübingen-Reutlingen

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Fahrradspur (Bild: Fotolia.com)

Minister Hermann: Baulastträgerschaft ist geklärt - Planungsprozess für den Radweg zwischen Rottenburg und Tübingen beginnt im Frühjahr 2020

Das Ministerium für Verkehr plant gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Tübingen und dem Landkreis Tübingen zwei sehr attraktive Radschnellwege. Verkehrsminister Winfried Hermann (MdL): „Mit dem Bau von Radschnellwegen bekommen Menschen, die täglich das Fahrrad nutzen, die Möglichkeit, schnell, umwelt- und klimafreundlich sowie gesundheitsfördernd zu komfortabel zu pendeln. Deshalb ist es mir wichtig, dass nun auch im Bereich der beiden Oberzentren Tübingen und Reutlingen die Frage der Baulastträgerschaft von möglichen Radschnellwegen geklärt ist.“

Um die Realisierungschancen von Radschnellwege beurteilen zu können, wurden im Regierungsbezirk Tübingen in insgesamt sechs Machbarkeitsstudien mögliche Strecken untersucht. Die Ergebnisse der Studien liegen nun vor.

Für die Radschnellwege zwischen Rottenburg am Neckar und der Universitätsstadt Tübingen ist ein Verkehrspotenzial von täglich ca. 2.600 Radfahrenden prognostiziert. Auch für die Verbindung zwischen Tübingen und Reutlingen sind über 2.500 Radfahrende zu erwarten. Somit erfüllen beide Routen die Anforderungen an Radschnellwege in der Baulastträgerschaft des Landes.

„Die flache Strecke zwischen Rottenburg am Neckar und Tübingen ist geradezu ideal für eine schnelle Radpendlerverbindung. Auf diese Weise kann man künftig auf zwei Rädern am Stau vorbeifahren“, unterstreicht Verkehrsminister Winfried Hermann.

„Vor der Planung sind mit den Kommunen entlang der Verbindung zwischen Tübingen und Reutlingen noch weitergehende Abstimmungen erforderlich. Deshalb wird das Regierungspräsidium Tübingen zunächst mit dem Planungsprozess für die Strecke zwischen Rottenburg und Tübingen im Frühjahr 2020 beginnen“, kündigt Regierungspräsident Tappeser die nächsten Arbeitsschritte an. Parallel dazu finden die Abstimmungen mit den Kommunen und den beiden Landkreisen zu dem Radschnellweg zwischen Tübingen und Reutlingen statt.

„Die Machbarkeitsstudien belegen das Potential und die Machbarkeit der Radschnellwege zwischen Rottenburg, Tübingen und Reutlingen. Wir sehen uns in unserer ersten Einschätzung bestätigt. Wir freuen uns über die Entscheidung des Landes,“ betont der Tübinger Landrat Joachim Walter. Das Landratsamt Tübingen hatte die Machbarkeitsstudien beauftragt und war dabei aus Landesmitteln finanziell unterstützt worden.

Hintergrundinformationen:

Auf der Landesentwicklungsachse Rottenburg (Mittelzentrum) – Tübingen (Oberzentrum) – Reutlingen (Oberzentrum) wurden vom Landratsamt Tübingen zwei Machbarkeitsstudien zu Radschnellverbindungen erstellt. Diese Machbarkeitsstudien wurden vom Land Baden-Württemberg in den Jahren 2017 bis 2019 mit 80 Prozent der beantragten Planungskosten durch Sondermittel des Landes gefördert. Die Planungs- und Baukosten übernimmt das Land - mit Ausnahme der Ortsdurchfahrten von Kommunen mit mehr als 30.000 Einwohnern, welche die jeweiligen Kommunen selbst tragen.

Die Rahmendaten der Radschnellwege:

Radschnellwegweg Tübingen – Rottenburg: Grobe Kostenschätzung gemäß Machbarkeitsstudie ca. 24 Mio. Euro, Gesamtlänge ca. 12 Kilometer

Radschnellweg Tübingen – Reutlingen: Grobe Kostenschätzung gemäß Machbarkeitsstudie ca. 14 Mio. Euro, Gesamtlänge ca. 15 Kilometer

Radschnellwege sind qualitativ hochwertige, direkt geführte und leistungsstarke Radverkehrsverbindungen. Aufgrund ihrer direkten, umwegefreien Führungen mit wenigen Stopps und großer Breiten sind sie besonders attraktiv, gerade auch auf längeren Distanzen. Sie regen damit Pendler an, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. Sie haben daher insbesondere im Hinblick auf die steigende Nutzung von E-Bikes und Pedelecs großes Potenzial, um Hauptverkehrsachsen auf Straße und Schiene zu entlasten, Staus zu vermeiden und zur Luftreinhaltung beizutragen.

Radschnellwege zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:
• Gesamtstrecke: mindestens fünf Kilometer
• interkommunale Verbindung
• bedeutende Verbindung für Alltagsradverkehr (durchschnittlicher täglicher Verkehr an Werktagen  ≥ 2.000 Radfahrende/24h auf überwiegenden Teil der Gesamtstrecke)

Ansprechpartner zu weiteren Informationen zu den Machbarkeitsstudien:

Pressestelle Regierungspräsidium Tübingen

07071/757-3009, pressestelle@rpt.bwl.de

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