ÖPNV

Öffentliche Verkehrsmittel auf Bestellung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
ÖPNV Öffentliche Verkehrsmittel auf Bestellung

Das Land will auch in ländlichen Regionen einen attraktiven ÖPNV gewährleisten. Öffentliche Verkehrsmittel auf Bestellung (On Demand) ergänzen dabei das Liniennetz.

In manchen ländlichen Regionen mit dünner Besiedelung ist öffentlicher Personennahverkehr mit einem festen Linienbustakt nicht wirtschaftlich. Um auch in diesen Gebieten einen flächendeckenden ÖPNV zu garantieren, sind hier öffentliche Verkehrsmittel auf Bestellung (On Demand) ein Mittel der Wahl. So können beispielsweise Kleinbusse oder Ruf-Taxis via Smartphone bestellt werden. Das Verkehrsministerium fördert deshalb diese On-Demand Verkehre.

Förderung von flexiblen und bedarfsorientierten Angeboten

Das Ministerium für Verkehr hat neue Förderrichtlinien für On-Demand Verkehre veröffentlicht. Mit dem Programm sollen die kommunalen Aufgabenträger bei der Einrichtung und dem Betrieb flexibler und bedarfsorientierter Angebote finanziell unterstützt werden. Insgesamt stellt das Land 25 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld können voraussichtlich zehn Vorhaben über drei Jahre gefördert werden.

„Gerade in ländlichen Räumen müssen wir das ÖPNV-Angebot angepasst ausbauen. On-Demand Verkehre sind hier ideal um ein wirtschaftlich tragfähiges und ökologisch sinnvolles ÖPNV-Angebot in Räumen und zu Zeiten schwacher Verkehrsnachfrage sicherzustellen. Mit dem neuen Programm schaffen wir dafür ein passgenaues Instrument“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL.

On-Demand-Projekte werden mit bis zu 2,5 Millionen Euro unterstützt

Die Stadt- und Landkreise können bis zum 14. Oktober 2022 beim Ministerium für Verkehr ihre Anträge für die Einrichtung von On-Demand Verkehren einreichen. Das Förderprogramm sieht eine abschmelzende, dreijährige Förderung der Vorhaben vor. Dabei werden im ersten Jahr bis zu 50 Prozent der Kosten, im zweiten und dritten Jahr jeweils 25 Prozent der Kosten durch das Land übernommen. Je Vorhaben können maximal 2,5 Millionen Euro gewährt werden.

Das Förderprogramm reiht sich in eine Vielzahl von Maßnahmen ein, mit denen die Landesregierung das Nahverkehrsangebot in der Fläche weiter ausbauen möchte. Seit 2015 konnten mit der Förderung von inzwischen 36 Regiobuslinien zahlreiche Unter- und Mittelzentren stündlich an den regionalen Schienenverkehr angebunden werden.

Mobilitätsgarantie von morgens bis abends

Hier setzt nun das neue Programm an, indem bestehende Taktlücken geschlossen und auch kleinere Gemeinden und Ortschaften mit On-Demand Verkehren im Landestakt attraktiv angebunden werden. Die geförderten Verkehre sollen zusammen mit vorhandenen Buslinien an allen Wochentagen ein mindestens stündliches Fahrtenangebot zwischen 05:00 Uhr und 24:00 Uhr (am Wochenende mindestens ab 7:00 Uhr) sicherstellen. Die Buchung soll mittels Internet, App und Telefon möglich sein. Auch der barrierefreie Transport von Rollstühlen, Gehhilfen und Kinderwagen wird verbindlich vorgeschrieben.

Ziel des Landes ist, die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr bis zum Jahr 2030 zu verdoppeln. Um dies zu erreichen ist es erforderlich, Bahn und Busangebote in Baden-Württemberg als eine Alternative zum Pkw-Verkehr auszubauen, um ein bedarfsangepasstes, verlässliches und flächendeckendes Grundangebot sicherzustellen. Nach dem Leitbild der im Koalitionsvertrag verankerten Mobilitätsgarantie sollen alle Räume in Baden-Württemberg von frühmorgens bis spätabends an den ÖPNV angeschlossen sein.

Link zum Förderprogramm

Link zur bwegt-Landingpage

Weitere Meldungen

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schiene

Zusätzliche 26 Coradia-Max-Züge für Baden-Württemberg

Ein Passagierzug des Typs Lint 54 fährt auf einer Schiene.
Qualität

Schiene: Verbesserungen für die Fahrgäste dringend notwendig

bwshuttle
bwshuttle

Land fördert fünf neue bwshuttle-Angebote

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
Rad

Landesbedienstete fest im Sattel: 5 Jahre JobBike BW

Ein Bus unterwegs auf einer Landstraße.
Regiobus

In 2026: bwregiobus-Netz wächst auf 52 Linien an

Ein frischer Radweg mit Bausstellenfahrzeugen, inmitten von landwirtschaftlicher Fläche.
Rad & Fuß

L 333: Neuer Rad- und Gehweg zwischen Tettnang-Büchel und Schwanden