Mobilität

Politik für nachhaltige Mobilität muss auch demografischen Wandel berücksichtigen

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Eine Politik der nachhaltigen Mobilität muss nach den Worten von Verkehrsminister Winfried Hermann auch das Älterwerden der Gesellschaft berücksichtigen. „Die Erhaltung der Selbstständigkeit und der Mobilität im Alter ist eines der Grundbedürfnisse älterer Menschen. Die Mehrheit der über 65-jährigen ist weder pflege- noch hilfsbedürftig und will sozial aktiv das Leben gestalten und vor allem mobil sein“, erklärte Minister Hermann am Mittwoch, 6. Februar 2013 in Fellbach bei einem Fachkongress „Mobil – aktiv – beteiligt. Initiativen für ein selbstbestimmtes langes Leben“ des Sozialministeriums Baden-Württemberg.

In 30 Jahren wird ein Drittel unserer Bevölkerung über 60 Jahre alt sein. Gleichzeitig wird der Anteil der unter 20jährigen von gegenwärtig einem Fünftel auf weniger als ein Sechstel zurückgehen. „Diese Entwicklung muss bei der Gestaltung der Verkehrswege, im Fahrzeugbau und bei den Angeboten des öffentlichen Verkehrs viel stärker im Blickpunkt stehen“, sagte Minister Hermann. Hinzukomme, dass sich der bevorstehende Rückgang der Bevölkerung im ländlichen Raum stärker auswirken werde als in den Städten. Deshalb werde die Landesregierung auf den Erhalt eines guten Angebotes im Regional- und Nahverkehr auch in der Fläche achten.

Um eine einseitige Belastung der verdichteten Räume zu vermeiden und die Entwicklungschancen ländlicher Gebiete, die von den Folgen des demografischen Wandels in stärkerem Maße als die urbanen Gebiete betroffen sind, zu verbessern, müsse sich auch die weitere Siedlungsentwicklung noch stärker an der dezentralen Raumstruktur des Landes orientieren. „Hier ist eine kluge und vorausschauende Infrastrukturpolitik notwendig, damit es in Zukunft auch im ländlichen Raum lebenswerte Dörfer und Gemeinden mit einer gut funktionierenden Nahversorgung gibt“, fügte Minister Hermann hinzu.

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