RAD

Radschnellweg RS 15 erhält für einen weiteren Abschnitt die Förderzusage des Bundes

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Fahrradweg mit Markierung (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)

Mit einer Förderzusage des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr kommt auf dem Radschnellweg von Mannheim über Viernheim nach Weinheim (RS 15) nun auch die Planung für den Abschnitt Weinheim ins Rollen.

Radschnellwege bieten durch direkte Streckenführung und größere Breite für den Radverkehr ein neues Qualitätsniveau. Im Land Baden-Württemberg sollen bis 2030 mindestens 20 Routen für den zügigen Radverkehr entstehen. Mit der Zusage aus dem Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) erhält nun auch der Abschnitt Weinheim auf der Radschnellverbindung zwischen Mannheim über Viernheim nach Weinheim (RS 15) Bundesmittel für die Planung.

Bundesminister für Digitales und Verkehr, Dr. Volker Wissing: „Das BMDV unterstützt die Länder und Kommunen dabei, die Radverkehrsinfrastruktur vor Ort auszubauen und zu modernisieren. Mit der Planung des Abschnitts Weinheim kommt der Radschnellweg nach Mannheim nun weiter voran. Der geplante Radschnellweg wird sicher, komfortabel und ist damit ein gutes Angebot an die Menschen für mehr klimafreundliche Mobilität.“

Verkehrsminister Winfried Hermann MdL blickt erwartungsvoll in Richtung Zukunft: „Bereits in 2023 soll auf der Radschnellverbindung Mannheim – Weinheim ein erster Abschnitt im Rahmen der Bundesgartenschau realisiert werden. Diesen zügigen Fortschritt brauchen wir. Für das aktive und engagierte Voranbringen der kommunalen Verkehrswende danke ich allen Beteiligten.“

Weinheims Oberbürgermeister Manuel Just erklärte: „Wir sind froh und erleichtert über diese Förderung.“ Damit bekenne sich der Bund klar zur Verantwortung für eine Mobilitätswende, die ein Teil einer großen Energiewende sein müsse. „Wir spüren im Moment, wie dringend eine schnelle Umsetzung ist“, so der OB der Stadt Weinheim.

18 Kilometer Radschnellweg als Rückgrat in der Region

Im Dezember 2020 unterzeichneten die Verwaltungsspitzen der Stadt Mannheim, der Stadt Viernheim und der Stadt Weinheim gemeinsam mit dem Landratsamt Kreis Bergstraße und dem Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) in einem ersten Schritt eine Kooperationsvereinbarung für die gemeinsame Planung einer Radschnellverbindung zwischen den drei Städten. Sie soll Weinheim an der Bergstraße – parallel zur OEG – Viernheim und Mannheim verbinden. Dort wird die Radschnellverbindung über das Konversionsgebiet Spinelli in das Bundesgartenschau-Gelände münden.

Die ca. 18 Kilometer lange Strecke zwischen Mannheim und Viernheim deckt etwa ein Drittel eines Entwicklungskorridors ab, der die Rhein-Main-Region mit der Metropolregion Rhein-Neckar miteinander verbindet. Der Radschnellweg bildet somit das Rückgrat des bestehenden Radwegenetzes in der Region.

Dialogplattform ermöglicht Mitsprache von Bürgerinnen und Bürgern

Schon Ende Juli trat das Gesamtprojekt mit Freischaltung einer Dialogplattform der Projektpartner in eine entscheidende Phase ein. Noch bis zum 30. September können Bürgerinnen und Bürger, Interessierte und Betroffene mitreden und über dieses Portal nicht nur Fragen stellen, sondern vor allem auch eigene Anregungen und Ideen einbringen. Auch im Anschluss an dieses Beteiligungsformat wird die Dialogplattform das Medium bleiben, um die Entwicklung des Gesamtprojektes weiter zu verfolgen und einen Dialog zu ermöglichen.

Nach aktueller Kostenschätzung werden sich die Planungskosten für die Radschnellverbindung im Zuständigkeitsbereich der Stadt Weinheim inklusive erforderlicher Gutachten und sonstiger Dienstleistungen wie Vermessungsarbeiten auf rund 325.000 Euro belaufen. Jetzt steht fest, dass sich der Bund mit einer Förderquote von 75 Prozent beteiligt. Das entspricht einem Betrag von 244.200 Euro.

Weitere Meldungen

Verkehrsminister Winfried Hermann
Veranstaltung

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“