Flächennutzung

Reduzierung des Flächenverbrauchs durch effiziente Flächennutzung

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Es gibt viele gute Beispiele, doch der Weg zu einer dauerhaften Reduzierung des Flächenverbrauchs ist noch weit“, sagte Staatssekretärin Gisela Splett.

„Viele gute Beispiele aus den Kommunen belegen: Innenentwicklung und effiziente Flächennutzung tragen dazu bei, den Flächenverbrauch zu reduzieren“, diese Schlussfolgerung zog Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, am 24. April nach einem Erfahrungsaustausch mit rd. 120 Kommunen, die bereits am Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ teilgenommen haben oder sich für das Programm interessieren.

Beim Treffen im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur stand eine Auswertung der Berichte von Kommunen, die in den Förderperioden 2009–2011 Fördermittel erhalten haben, sowie drei konkrete Praxisberichte von Kommunalkörperschaften auf dem Programm. Aber auch der Erfahrungsaustausch der Kommunalvertreter und Experten der kommunalen Bauleitplanung untereinander war ein wichtiger Aspekt.

Die Stadt Crailsheim berichtete über ihr Projekt „Innen vor Außen“. Dank der Konzentration auf die Innenentwicklung spart Crailsheim Infrastrukturkosten für neue Baugebiete und kann auf diese Weise private Innenentwicklungsprojekte finanziell unterstützen.
Beim zweiten Projekt berichtete Nufringens Bürgermeisterin Ulrike Binninger über ein gemeindeübergreifendes Vorgehen im Kreis Böblingen. Vier Kommunen haben dort ihre Innenentwicklungspotentiale systematisch untersucht und die Bürgerschaft eng mit einbezogen. Ziel ist es, weitgehend auf Außenentwicklung zu verzichten und den innerörtlichen Siedlungsbestand aufzuwerten.

Das dritte Projekt, die Gewerbeflächenstudie des Nachbarschaftsverbands Karlsruhe, bot ebenfalls einen übergemeindlichen Ansatz. Die vorhandenen Gewerbeflächenpotenziale und die künftige Gewerbeflächenentwicklung in den elf Mitgliedsgemeinden des Nachbarschaftsverbandes wurden systematisch untersucht, mit dem Ziel zu einer sparsamen Flächennutzung beizutragen.

Wunsch nach Fortführung des Programms

Im Anschluss an die kommunalen Kurzberichte wurde über die vorgestellten drei Projekte und weitere kommunale Erfahrungen und Anliegen diskutiert. Themenschwerpunkte waren dabei der Wunsch nach Fortführung des Programms über 2014 hinaus, eine noch stärkere Ausrichtung des Programms auf Projekte zur nachhaltigen Gewerbeflächenentwicklung und Möglichkeiten, Fördervorhaben der Innenentwicklung im Programm mit verkehrlichen Maßnahmen - insbesondere des Lärmschutzes - zu verknüpfen.

Ein weiteres Thema bildeten die Einbeziehung der Bürgerschaft und Überlegungen, wie Grundstückseigentümer für Innenentwicklungsvorhaben am besten gewonnen werden können. Hierbei spielen auch steuerliche Anreize für die Innenentwicklung eine Rolle, insbesondere eine Spreizung der Grundsteuer und Grunderwerbsteuer zugunsten von Grundstückserwerb und Bauen im Siedlungsbestand. Dies erfordert aber, wie Staatssekretärin Splett betonte, Änderungen des Bundesrechts. Das Land will im Zuge der in der nächsten Legislaturperiode des Bundes anstehenden Grundsteuerreform eine entsprechende Initiative im Bundesrat einbringen.

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart