Verkehr

Seitenstreifenfreigaben sind effizientes Mittel zur Verkehrssteuerung

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Seit dem 13. Mai 2013 sind auf der Bundesautobahn A 8 zwischen dem Autobahnkreuz Stuttgart und der Anschlussstelle Stuttgart-Möhringen in beiden Fahrtrichtungen die Seitenstreifen für den Verkehr freigegeben. Damit werden nicht nur zu den Hauptverkehrszeiten, sondern besonders in Fahrtrichtung München auch ab einer Verkehrsbelastung von ca. 5.500 Kfz/Stunde zusätzliche Kapazitäten geschaffen. „Die Seitenstreifenfreigabe ist ein wirkungsvolles, wirtschaftliches und damit sinnvolles Instrument der Verkehrssteuerung, um besonders in Spitzenzeiten die Staus im Großraum Stuttgart zu verringern“, äußerte Landesverkehrsminister Winfried Hermann und widersprach damit Berichten, die Seitenstreifenfreigabe wäre „geflopt“. „Die Seitenstreifenfreigabe und die Temporegulierung sind lernende Systeme, die wir ständig weiter optimieren.“

Der Betrieb der Temporären Seitenstreifenfreigabe (TSF) wurde nach bundeseinheitlichen Standards eingerichtet und entspreche damit den nationalen Vorgaben. Die Seitenstreifenfreigabe auf der A 8 ist damit nicht anders gestaltet, als in anderen Bundesländern auch. Jedoch kommt es in Fahrtrichtung München vor der Anschlussstelle Stuttgart-Möhringen zu vermehrten Fahrstreifenwechseln, weil sich im Verflechtungsverkehr die Verkehrsteilnehmer mit Fahrziel München und mit Fahrziel Tübingen kreuzen. „Solche Verkehrssituationen kommen immer vor, wenn die Seitenstreifenfreigabe nach der Anschlussstelle nicht fortgesetzt wird. Dann kann es zu einem Wechsel der Fahrstreifen kommen“, erklärte Hermann die Situation. Die Verkehrsteilnehmer werden daher gebeten, sich an der Wegweisung zu orientieren und sich rechtzeitig auf den richtigen Fahrstreifen einzuordnen. „Wir haben außerdem das Regierungspräsidium Stuttgart und die Straßenverkehrszentrale gebeten, die wegweisende Beschilderung und die Markierung der Anschlussstelle erneut unter die Lupe zu nehmen und, wenn notwendig, anzupassen. Es scheint geboten, die Strecke für die Verflechtung der Verkehrsströme zu verlängern und das „Schneiden“ von Fahrstreifen zu unterbinden“, so Hermann weiter. Gleichzeitig appellierte der Minister an die Verkehrsteilnehmer sich im Straßenverkehr vorsichtig und rücksichtsvoll zu verhalten. „Eine neue Fahrkultur des Miteinander hilft, Staus und Unfälle zu vermeiden.“

Für eine gute Wirksamkeit der Anlage wird aber auch eine maximale Verfügbarkeit benötigt. Hier machen immer wieder widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge in den Pannenbuchten die Freigabe unmöglich, weil zunächst von einer Panne oder einem Unfall ausgegangen werden muss und dann mit einem Einsatz von Polizei, Rettungsdienst oder Abschleppunternehmen auf dem Standstreifen zu rechnen ist. Die bestmögliche Verfügbarkeit der Seitenstreifenfreigabe ist ein zentrales Anliegen des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur, das sich nachhaltig für die enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Verkehrsbehörde und Straßenverkehrszentrale einsetzt, um solche Projekte gemeinsam zu stemmen.

Für die Seitenstreifenfreigabe, die ab 2015 auf der A 81 geplant ist, stellte Minister Hermann in Aussicht: „Die Seitenstreifenfreigabe ist eine Neuerung in Baden-Württemberg – da müssen sich die Verkehrsteilnehmer auch erst dran gewöhnen. Unsere Experten sorgen für eine bestmögliche Funktionsweise. Die Erkenntnisse, die wir aus dem Probebetrieb der Seitenstreifenfreigabe an der A 8 gewinnen, fließen in die Planungen und den Bau der Seitenstreifenfreigabe auf der A 81 zwischen der Anschlussstelle Zuffenhausen und Ludwigsburg-Nord ein. Wir halten an unserem Ziel fest, die Streckenbeeinflussungsanlage im Zuge der A 81 schon 2014 in Betrieb zu nehmen und so den Stau im Großraum Stuttgart durch den Einsatz intelligenter Verkehrssteuerungen zu reduzieren.“

Straßenverkehrszentrale Baden-Württemberg

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