Straße

Spatenstich für Ausbau der A 3 bei Wertheim

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (M.) beim Spatenstich des sechsstreifigen Ausbaus der A 3 in Wertheim

„Als Wirtschafts- und Transitländer haben Baden-Württemberg und Bayern traditionell ein sehr hohes Verkehrsaufkommen auf den Fernstraßen. Mit dem Ausbau der Bundesautobahn A 3 wird die Wirtschaft in der Region gestärkt und die Menschen vor Ort durch die umfangreichen Lärmschutzmaßnahmen entlastet“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Wertheim beim Spatenstich des sechsstreifigen Ausbaus der A 3.

Der Ausbau soll für Verkehrsentlastung und eine bessere Anbindung wichtiger Industrie- und Gewerbebetriebe in der Region sorgen. „Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Landesverwaltungen bei diesem länderübergreifenden Projekt hat hervorragend funktioniert. Verkehrsminister Winfried Hermann und ich haben uns wiederholt – gemeinsam mit Bayern – für dieses wichtige Infrastrukturvorhaben eingesetzt. Unsere Straßenbaupolitik will die Hauptachsen weiter stärken und bei Bedarf ausbauen – die heute beginnende Maßnahme setzt genau dieses Ziel um“, so Kretschmann.

„Mit dem Ausbau machen wir die A 3 für die Verkehrsteilnehmer leistungsfähiger und vor allem sicherer“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Dorothee Bär. „Daher investiert der Bund insgesamt 75 Millionen Euro in den rund 8,5 Kilometer langen Ausbauabschnitt bei Wertheim. Das ist gut angelegtes Geld.“

Der Leiter der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr Helmut Schütz: „Bis 2019 wollen wir die A 3 zwischen Aschaffenburg und Biebelried auf 94 Kilometern Länge durchgängig sechsstreifig ausbauen und damit leistungsfähiger und vor allem auch verkehrssicherer machen. 53 Kilometer haben wir schon fertiggestellt. Mit dem heutigen Spatenstich für den länderübergreifenden 8,5 Kilometer langen Abschnitt von der bayerisch/baden-württembergischen Landesgrenze bis nach Helmstadt sind insgesamt 21 weitere Kilometer in Bau, für die verbleibenden 20 Kilometer haben wir bereits Baurecht und mit den Bauvorbereitungen begonnen.“

Der heute beginnende Bauabschnitt setzt sich zusammen aus dem 6,5 Kilometer langen Teilstück, das durch Baden-Württemberg verläuft und einer östlich angrenzenden, zwei Kilometer langen Strecke in Bayern. Die Maßnahme erfolgt von der Landesgrenze an der Mainbrücke Bettingen bis westlich Helmstadt. Ab Dertingen erhalten die sechs Fahrstreifen außerdem einen Zusatzfahrstreifen in Fahrtrichtung Nürnberg.

Die Autobahndirektion Nordbayern führt Planung und Bau auch für den baden-württembergischen Abschnitt durch. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung auf der A 3 ist der betreffende Abschnitt insbesondere zu den Hauptverkehrszeiten derzeit stark überlastet. Die Maßnahmen werden mit der neuen Fahrbahndecke im Frühjahr 2017 abgeschlossen sein.

Weitere Informationen

Die Vorarbeiten zum Autobahnausbau starten mit dem Abholzen der Trasse und dem Bau der Überführung Dertinger Weg. Bis Ende 2014 werden außerdem zwei Bachunterführungen im Bereich der Anschlussstelle Wertheim/Lengfurt erstellt, der Standstreifen ertüchtigt und saniert und Versorgungsleitungen verlegt. Der eigentliche sechsstreifige Ausbau erfolgt dann 2015/2016.

Während der Bauzeit stehen jeweils zwei Fahrstreifen pro Richtung zur Verfügung. Um möglichen Gefährdungen des Trinkwassers vorzubeugen, hat sich der Bund mit etwa 1,2 Millionen Euro an dem Bau einer hochmodernen Trinkwasseraufbereitungsanlage der Stadtwerke Wertheim beteiligt, die bereits seit Ende 2012 in Betrieb ist.

Auch die lärmgeplagten Anwohner profitieren vom Ausbau der A 3. Im Bereich Baden- Württemberg entstehen für die nahe an der A 3 gelegenen Wertheimer Ortsteile Bettingen und Dertingen umfangreiche aktive Schallschutzmaßnahmen. So werden auf einer Länge von 3,8 Kilometer bis zu 8 Meter hohe Wälle geschüttet beziehungsweise Wall-/Wandkombinationen errichtet. Zum Teil werden dabei bereits bestehende Wälle der Stadt Wertheim baulich integriert. Im bayerischen Teil wird ein vier Meter hoher und 500 m langer Lärmschutzwall für die Gemeinde Holzkirchhausen verwirklicht.

Quelle:

Staastministerium

Weitere Meldungen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur

Illustration. Ein autonom fahrendes Auto steht an einem Zebrastreifer und lässt Fußgänger:innen passieren.
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Drohne mit Baukränen im Hintergrund
BIM

B 29: Sanierung zwischen Urbach und Lorch abgeschlossen

Ein Mann mit Cap und eine Frau stehen vor einem Auto mit der Aufschrift DEINE MUTTER und haben schwarze T-Shirts an mit gelber Schrift "Deine Mutter..."
Team Vision Zero

Ein bekanntes Muster: Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Fahrradstreifen einer Straße.
Rad- und Fußwege

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege für Baden-Württemberg

Der Blick aus dem Inneren eines Tunnels auf das Tunnelende.
Straße

Tunnel Albstadt-Laufen: Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463

Handybildschirm mit dem CiCoBW-Ticket
bwegt

Nie mehr als 72 Euro: Land und Verbünde führen Preisobergrenze bei CiCoBW ein

Mehrere Radfahrer:innen fahren auf einem breiten Fahrradweg aneinander vorbei.
STADTRADELN

Baden-Württemberg startet mit Schwung ins STADTRADELN 2026

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Straßeninfrastruktur

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
bwegt-Wanderweg

Eröffnung: 14. bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Landesmobilitätsgesetz

Bilanz nach einem Jahr Landesmobilitätsgesetz