Bauen

Splett verleiht Preis für beispielhaftes barrierefreies Bauen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, hat den Dr. Ursula Broermann-Preis für beispielhaftes, barrierefreies Bauen im Stuttgarter Haus der Architekten verliehen. Preisträger der Kategorie „Spezialbauten und -projekte für einen besonderen Personenkreis“ ist die Tom-Mutters-Schule für Körperbehinderte in Wiesloch. Sieger der Kategorie „Bauten und Projekte für die Allgemeinheit“ ist die Stadtbahnlinie U15 in Stuttgart mit ihren barrierefrei ausgebauten Haltestellen „Zuffenhausen-Rathaus“, „Kirchtalstraße“ und „Salzwiesenstraße“.

In Ihrem Festvortrag betonte Staatssekretärin Splett, dass „ein gesellschaftlicher Konsens nötig ist, damit Barrierefreiheit für Alle erreicht werden kann“. Bisher geht ihr dieser Gemeinschaftsgedanke noch nicht weit genug: „Wichtig ist die Erkenntnis, dass Barrierefreiheit für die meisten Menschen eine Erleichterung und für alle mehr Komfort bedeutet“. Die Staatssekretärin fügte hinzu „wir müssen nicht nur für alle bauen, wir müssen auch auf den Weg dorthin alle mitnehmen und das Planen und Bauen so gestalten, dass wir nicht beim Abbau alter Barrieren neue aufbauen“.

Die Staatssekretärin forderte in Ihrem Vortrag eine neue Kultur beim Planen und Bauen, die nicht nur gegenüber Menschen integrativ ist, die mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen leben. Die heutigen Anforderungen in der Landesbauordnung gingen in die richtige Richtung. „Anders als andere Länder fordern wir Barrierefreiheit in öffentlich zugänglichen Gebäuden nicht nur für Besucherbereiche, sondern für alle Bereiche. Schließlich sollen Menschen, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind, nicht nur als Besucher – also passiv – an der Gesellschaft teilnehmen, sondern auch aktiv als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Gebäuden“, unterstrich die Staatssekretärin.

Die Preisträger

Die Tom-Mutters-Schule in Wiesloch überzeugte die Jury mehrfach. Das 40 Jahre alte Schulhaus beweist, dass ein Bau auch für kommende Generationen ertüchtigt werden kann, ohne seine architektonische Identität zu verlieren.

Mit der Stadtbahnlinie U15 wurden aus Sicht der Jury wieder einmal die Ambitionen der Stuttgarter Straßenbahnen AG umgesetzt, das Stadtbahnnetz barrierefrei und damit für alle VerkehrsteilnehmerInnen zugänglich zu machen. Bei der U15 sei auf weiten Strecken die Verbindung von Barrierefreiheit und städtebaulich-architektonischer Qualität überzeugend gelungen. So sei die Haltestelle „Zuffenhausen-Rathaus“ der Mittelpunkt eines heterogenen Stadtumfelds und werde dadurch zu einem selbstverständlichen, integrierten Bestandteil des öffentlichen Raums. Die Zugänglichkeit und Aufenthalt bedeuten hier keine Anstrengung. Die Verbindungen zwischen der Haltestelle „Kirchtalstraße“ und der darüber liegenden Hauptgeschäftsstraße Zuffenhausens gewährleisteten jene Wahlfreiheit, die für VerkehrsteilnehmerInnen unterschiedlicher Beweglichkeit Optionen ohne Diskriminierung eröffnen. Die Haltestelle „Salzwiesenstraße“ sei im vorstädtischen Übergang von der „U-Bahn“ zur „Straßenbahn“ ebenfalls selbstverständlich in den öffentlichen Raum eingewoben.

Ausgelobt wurde der Dr. Ursula Broermann-Preis für beispielhaftes barrierefreies Bauen vom Dachverband Integratives Planen und Bauen e.V. (DIPB) und der Architektenkammer Baden-Württemberg. Schirmherr ist Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Quelle:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Handybildschirm mit dem CiCoBW-Ticket
bwegt

Nie mehr als 72 Euro: Land und Verbünde führen Preisobergrenze bei CiCoBW ein

Mehrere Radfahrer:innen fahren auf einem breiten Fahrradweg aneinander vorbei.
STADTRADELN

Baden-Württemberg startet mit Schwung ins STADTRADELN 2026

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Straßeninfrastruktur

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
bwegt-Wanderweg

Eröffnung: 14. bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Landesmobilitätsgesetz

Bilanz nach einem Jahr Landesmobilitätsgesetz

Älteres Ehepaar geht Gehweg entlang
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte