Verkehr

Splett zu Besuch im Zollernalbkreis

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Gisela Splett, Staatssekretärin im baden-württembergischen Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, traf sich bei ihrer Kreisbereisung im Zollernalbkeis mit VertreterInnen aus Politik und Verwaltung sowie mit VertreterInnen der BI Pro Ortsumgehung Endingen-Erzingen und verdeutlichte dabei die Haltung der neuen Landesregierung.

„In Baden-Württemberg besteht im Straßenbau sowohl für die Bundesfernstraßen als auch bei den Landesstraßen eine massive Unterfinanzierung. Hinzu kommt, dass der Zustand vieler Straßen schlecht ist, weshalb wir uns angesichts knapper Haushaltmittel in den nächsten Jahren auf die Sanierung und den Erhalt des bestehenden Straßennetzes und der Brückenbauwerke konzentrieren müssen. Daher sollen zunächst alle im Bau befindlichen Maßnahmen fertig gestellt werden, bevor in einem zweiten Schritt neue Maßnahmen realisiert werden sollen. Dazu sollen die baureifen Bundesfernstraßenprojekte, und in einem weiteren Schritt die übrigen Maßnahmen des vordringlichen Bedarfs sowie des weiteren Bedarfs mit Planungsrecht priorisiert werden.“

Zu den Ortsumgehungen im Zuge der B 27 zwischen Balingen und Schömberg, die im aktuellen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen lediglich im Weiteren Bedarf mit Planungsrecht (WB*) eingestuft sind führte Splett aus, dass diese Teil der im zweiten Halbjahr diesen Jahres durchzuführenden Priorisierung der noch nicht baureifen Bundesfernstraßenprojekte sein werden.

Derzeit wird der Vorentwurf für die Ortsumfahrung von Rangendingen (Länge 2,2 km, Kosten: ca. 6 Mio. €) erstellt. Auf der Grundlage des genehmigten Vorentwurfs können dann die Unterlagen für das erforderliche Planfeststellungsverfahren erarbeitet werden.

„Die vorliegenden Planungen zur Regional-Stadtbahn Neckar-Alb weisen im Rahmen einer standardisierten Bewertung für das Gesamtnetz der Regionalstadtbahn Neckar-Alb einen positiven Kosten-Nutzen-Faktor mit 1,43 auf. Die Maßnahme wäre folglich grundsätzlich nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) förderfähig“, sagte Splett.

Für die Realisierung der Infrastrukturmaßnahme zur Regional Stadtbahn Neckar-Alb wird nach neuesten Prognosen allerdings mit weit höheren Kosten als bisher ange-nommen, zu rechnen sein. Zusätzlich fallen noch Kosten für die Fahrzeugbeschaf-fung an. Vor dem Hintergrund dieser sehr hohen finanziellen Aufwendungen sollten die Beteiligten Gebietskörperschaften klären, in welchem Zeitraum das Vorhaben realisiert werden soll und wie der kommunale Finanzierungsanteil erbracht werden soll. Dies ist vor allem mit Blick auf das Auslaufen der Finanzhilfen des Bundes zur Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden bis zum Jahr 2019 äußerst wichtig. Aus Sicht des Landes erscheint eine komplette Umsetzung des Projekts bis 2019 kaum realistisch, weshalb die Frage der Finanzierung und möglicher Umsetzungsschritte beim Ausbau der Infrastruktur zwischen der Region, dem Bund und dem Land ausführlich erörtert und geklärt werden sollte.“

„Die Initiative der Gemeinden Grosselfingen, Haigerloch und Rangendingen für einen gemeinsamen Windpark begrüße ich“, bekräftigte Staatssekretärin Splett. Die Ausweisung von Flächen für die Windkraftnutzung, die auf Grund der Windhöffigkeit eine wirtschaftliche Nutzung der Windkraft erwarten lassen und bei denen keine rechtlichen Hindernisse, insbesondere naturschutz- und immissionsschutzrechtlicher Art, entgegenstehen, sei ein wichtiger Beitrag zum Ziel, die Erzeugung von regenerativen Energien deutlich zu steigern.

Quelle:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Ein älteres Ehepaar geht gemeinsam einen Gehweg entlang.
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“