Verkehrsökologie

Staatssekretärin Gisela Splett, MdL besichtigt Baustelle einer Schutzeinrichtung für Amphibienwanderungen im Kreis Böblingen

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Das Land Baden-Württemberg strebt eine Vorreiterrolle bei der Weiterentwicklung einer „grünen Infrastruktur“ an. Durch Wiedervernetzung von Lebensräumen und durch Wildwanderkorridore an bestehenden Straßen sollen hochwertige Lebensräume miteinander verknüpft werden. Für Amphibien gilt dasselbe wie für Luchs oder Wildkatze: Wenn sie nicht zwischen ihren Lebensräumen wandern können, ist auch ihr Überleben als Art bedroht.

Zwischen Weil der Stadt und Schafhausen (Kreis Böblingen) besteht im Bereich des Maisenbachweihers eine große Amphibienpopulation, die sich aus über 2000 wandernden Erdkröten, Grasfröschen und Bergmolchen zusammensetzt.

Die Landesstraße 1182 trennt den Maisenbachweiher als Laichgewässer von den Winter- und Sommerquartieren auf der anderen Straßenseite. Jahrelang wurde die Amphibienwanderung von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern organisiert und betreut, bis im Jahr 2009 eine dauerhafte Amphibienschutzanlage gebaut wurde. Die drei Amphibientunnel werden nun auf sechs Tunnel inklusive einer Leiteinrichtung mit einer Länge von rund 425 Meter zur Führung der Tiere auf die Tunnel hin erweitert.

Die geplanten Maßnahmen sind eingebettet in ein landesweites Konzept Wiedervernetzung. „Mit diesem Projekt streben wir an, die Trennwirkung bestehender Straßen zu verringern. Zunächst werden die wichtigsten und dringendsten Wiedervernetzungsabschnitte identifiziert“, erläuterte Staatssekretärin Splett beim Besuch der Baustelle.

Der Bau hat bereits begonnen und dauert voraussichtlich bis Anfang Dezember. Das Geld dafür wird vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur bereitgestellt. Die Kosten belaufen sich auf ca. 170.000 Euro.

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