Verkehrssicherheit

Standsicherheit aller Brücken im Rhein-Neckar-Kreis gewährleistet

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Im Rhein-Neckar-Kreis sind alle für den Verkehr freigegebenen Brücken auch befahrbar“, teilten das Verkehrsministerium in Stuttgart und das zuständige Regierungspräsidium in Karlsruhe am Montag, 15. August 2011 mit. Eine entsprechende Landtagsanfrage zur Sanierungsbedürftigkeit der Brücken im Rhein-Neckar-Kreis hatte zuvor für Irritationen gesorgt.

Zwei Brückenbauwerke hatten dabei schlechte Bewertungen bekommen. Das eine ist die Unterführung der Bahnlinie nördlich der A 6 Autobahnausfahrt Mannheim-Schwetzingen. Hierbei sind keine verkehrsrelevanten Teile betroffen, aber eine Entwässerungsleitung im Bauwerk ist korrodiert und muss ersetzt werden. Für dieses Bauwerk werden derzeit statische Untersuchungen auch hinsichtlich einer künftigen Erhöhung der Verkehrslast durchgeführt. Sind diese abgeschlossen, wird anhand einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung geklärt, ob eine Instandsetzung oder der Ersatzneubau vorzusehen sind.

Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, werden generell alle öffentlichen Bauwerke regelmäßig überprüft. Bei der alle 6 Jahre stattfindenden Hauptprüfung wurde für diese Stahlbrücke an der A 6 eine schlechte Note vergeben und empfohlen, den Korrosionsschutz und die Entwässerung zu erneuern.

Das zweite besonders beanstandete Objekt ist die Kanzelbachbrücke an der Landstraße L 536 in Schriesheim. Hier wurde ebenfalls eine schlechte Note vergeben, da Probleme an den seitlichen sogenannten Kappen der Brücke zukünftig für Probleme beim Tragwerk der Brücke sorgen können. Die Ausschreibung für die Instandsetzung läuft und soll innerhalb 2011 noch zum Abschluss gebracht werden.

Beide Brückenbauwerke können jedoch nach wie vor gefahrlos befahren werden. Eine Einsturzgefahr besteht nicht, betonten das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur sowie das Regierungspräsidium Karlsruhe.

Allerdings gehen im gesamten Land die Instandhaltungsarbeiten an den Brücken nicht so schnell voran, wie das wünschenswert wäre. Deshalb werden die Projekte nach Dringlichkeit eingeteilt.

Zur laufenden Überprüfung der öffentlichen Bauwerke kommt alle drei Jahre eine einfache Prüfung und alle sechs Jahre die Hauptprüfung des Zustandes. Nach dem Ergebnis dieser Prüfungen werden die Bauten in einer Prioritätenliste eingestuft. Wenn Schäden festgestellt werden, die die Verkehrssicherheit unmittelbar beeinflussen, werden Bauwerke nicht weiter freigegeben oder sie sind durch entsprechende Absperrungen nur noch teilweise nutzbar.

Quelle:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart