Interview

Verkehrsminister Winfried Hermann im Interview mit der Stuttgarter Zeitung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
MIN-Baustellentour-A8 700x360

Die Verkehrsachsen müssen ausgebaut werden, auch zu Lasten von Ortsumgehungen, sagt Winfried Hermann (Grüne).

StZ: Herr Hermann, jeder Autofahrer wünscht sich  einen  sechsspurigen Ausbau der A 8. Wann wird es  so weit sein?

Winfried Hermann: Es ist ja in den letzen Jahren viel geschehen. Aber zwei richtig große Brocken haben wir noch vor uns. Zum einen die Enztalquerung bei Pforzheim. Geschätzte Kosten 150 Millionen Euro. In diesem Jahr wird das Planfeststellungsverfahren verabschiedet. Im Prinzip könnte  2015 gebaut werden. Noch teurer  ist das zweite Projekt, der Albaufstieg zwischen Mühlhausen und Hohenstadt. Die früher geschätzte halbe  Milliarde Euro wird wohl nicht reichen. In zwei Jahren sollten wir mit der Planfeststellung durch sein. 

StZ: Wann werden die Projekte eingeweiht?

Winfried Hermann: Ich  hoffe in den nächsten zehn Jahren.

StZ: Und dann ist alles gut?

Winfried Hermann: Nein, im Bereich Stuttgart ist der Verkehr so hoch, dass wir die A 8 auf acht Spuren ausbauen müssen oder es zum Teil schon getan haben.

StZ: Ein grüner Verkehrsminister forciert diesen Neubau an Straßenbau?

Winfried Hermann: Für mich ist klar, man kann auf den Querschnitten der Dreißigerjahre, als die Leute noch gewinkt haben, wenn mal ein Auto kam, nicht den Verkehr des 21. Jahrhunderts abwickeln mit mitunter mehr als 100.000 Fahrzeugen am Tag. Wir müssen  die Hauptachsen stärken. Ich möchte den Verkehr von der Fläche auf diese  Achsen ziehen. Das bedeutet auch, dass man nicht jede Ortsumgehung bauen kann. Dieser Schwerpunktsetzung ist der Bund im neuen Verkehrswegeplan gefolgt.

zur Bildergalerie

Quelle:

Stuttgarter Zeitung vom 06.09.14 (die Fragen stellte Michael Petersen)

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart