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Verkehrsministerkonferenz fordert auf Barrierefreiheit ausgerichtetes Konzept für Bahnsteighöhen

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Baden-Württembergs Verkehrsminister Hermann: Barrierefreiheit ist wichtiger Faktor für die Attraktivität des ÖPNV

Im Bahnverkehr muss aus Sicht der Landesverkehrsminister weitreichende Barrierefreiheit hergestellt werden. Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) forderte am Freitag in Wolfsburg einstimmig den Bund auf, mit der DB und den Ländern ein gemeinsam abgestimmtes Bahnsteighöhenkonzept zu entwickeln. Dabei müsse ein möglichst hoher Grad an Barrierefreiheit für die Fahrgäste erreicht werden. In den vergangenen Monaten hatte es ein heftiges Ringen zwischen den Ländern und dem Bund über Pläne der Deutschen Bahn gegeben, die auf eine einheitliche Bahnsteighöhe von 76 cm (über Schienenoberkante) abzielen, die im Fernverkehr üblich ist. In Baden-Württemberg wie auch in vielen anderen Ländern haben die meisten Bahnsteige für den regionalen Schienenverkehr jedoch eine Höhe von 55 cm.

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Barrierefreiheit ist ein sehr wichtiger Faktor, um den Öffentlichen Personennahverkehr und insbesondere die Bahn für die Fahrgäste attraktiver zu machen. Außerdem sieht auch die UN-Behindertenrechtskonvention vollständige Barrierefreiheit vom Jahr 2022 an vor. Deshalb bin ich sehr froh, dass der Bund nun zugesagt hat, sich mit der Deutschen Bahn und den Ländern zusammenzusetzen, um ein abgestimmtes Konzept für die Höhe der Bahnsteige zu erarbeiten.“

Minister Hermann fügte hinzu: „Wir haben deutlich gemacht, dass sich die umfangreichen Investitionen der vergangenen Jahre in die Schieneninfrastruktur und in den Ausbau des regionalen Bahnverkehrs nicht im Nachhinein durch eine von oben durchgesetzte Änderung der Bahnsteighöhen als vergeblich herausstellen dürfen. In Bahnhöfen, wo die für den Fernverkehr passende Höhe benötigt wird, wäre es auch möglich Hybrid-Bahnsteige einzurichten, die zur Hälfte 76 cm und zur anderen Hälfte 55 cm hoch sind.“

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