Baukultur

Wanderausstellung zum Staatspreis Baukultur

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Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, hat am Mittwoch, 6. April 2016, die Ausstellung zum Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg 2016 im C-HUB Kreativwirtschaftszentrum in Mannheim eröffnet. Bis zum 30. April können sich Besucherinnen und Besucher nun im Showroom C-View auf fünfzig großformatigen Rollups über die sieben Preisträger, den Sonderpreis für Prozessqualität und die weiteren sechzehn für den Staatspreis Baukultur nominierten Projekte informieren. 

Die Vernissage ist die erste Station der Staatspreis-Wanderausstellung, die im Land zu sehen sein wird. Winfried Hermann, Minister für Verkehr und Infrastruktur und Auslober des Staatspreises, hatte bereits bei der Preisverleihung angekündigt, dass die Ausstellung auf Tour gehen würde: „Die ausgezeichneten Projekte sind gelungene Beispiele dafür, was zu einem guten Lebensumfeld gehört, wie die Lebensqualität der Menschen in ihrem Alltag und die Standortqualität der Kommunen gestärkt werden kann. Darum wollen wir diese beispielhaften Planungs- und Bauleistungen der Öffentlichkeit bekannt machen und zeigen, dass Baukultur einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Landes und seiner Kommunen leistet.“

Ausgezeichnete Baukultur bekannt machen und ins Gespräch bringen, ist das Ziel der Veranstaltungen. Oberbürgermeister Dr. Kurz verwies in seiner Begrüßung auf die Bedeutung der Baukultur für die Entwicklung der Stadt Mannheim, die in den ausgezeichneten Projekten treffend zum Ausdruck komme: „Baukultur ist unter anderem dann beispielhaft, wenn nicht allein der Einzelbau im Vordergrund steht, sondern die Art und Weise, wie er den Stadtraum insgesamt aufwertet und bereichert sowie Entwicklungsimpulse gibt. Besonders deutlich wird das an unserem Preisträger, dem C-HUB. Für die Entwicklung des Jungbusch ist die Ansiedlung des Kreativwirtschaftszentrums von großer Bedeutung. Dabei setzt der Neubau einen markanten architektonischen Akzent und fügt sich doch bestens in die gewachsene Bebauung ein.“ 

Aber nicht nur auf einen Preisträger, sondern auch auf zwei Nominierungen konnte der Oberbürgermeister verweisen. Wie bereits das C-HUB, so zählt auch das nominierte Betriebsgebäude EB 69 des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Mannheim zur Sparte „Industrie- und Gewerbebau“ – der Staatspreis wurde in acht Sparten verliehen –, während der Schwarzwaldblock eine Nominierung in der Sparte „Wohnungsbau“ erhielt. Auch diese nominierten Projekte vereinen unterschiedliche Eigenschaften, die vor allem in ihrem Zusammenwirken deren besondere Qualität begründen: die behutsame Einbindung in den bestehenden städtebaulichen Zusammenhang, die hohe und zeitgemäße Funktionalität, die energetische Effizienz und die damit verbundene Wirtschaftlichkeit sowie die positiven, stärkenden Effekte für die jeweiligen Quartiere. „Baukultur macht sich letztlich bezahlt, weil sie einen Mehrwert stiftet und der Stadtentwicklung insgesamt nützt. Der Preis und die beiden Nominierungen bestätigen unsere Bemühungen, Städtebau und Architekturqualität in Mannheim zu befördern“, so der Oberbürgermeister. 

Im Rahmen der Vernissage wird der Blick jedoch auch über die Stadtgrenzen hinaus in die Metropolregion Rhein-Neckar gerichtet. Der preisgekrönte neu gestaltete Schlossplatz in Schwetzingen wird in der Sparte „Öffentliche Räume und Freiräume“ und das nominierte Theater Heidelberg in der Sparte „Bauen für die Gemeinschaft“ vorgestellt. Neunzehn weitere Projekte aus Baden-Württemberg illustrieren in den Sparten „Städtebau und Stadtentwicklung“, „Infrastruktur- und Ingenieurbau“, „Bauen für Bildung und Forschung“ sowie „Prozessqualität“, was Minister Hermann schon im Zuge der Preisverleihung betont hatte: „Hohe Qualität der Baukultur ist unverzichtbar für die Lebensqualität in den Städten und Gemeinden und für deren Wettbewerbsfähigkeit. Die Stärkung der Baukultur ist daher eine nachhaltige Investition: in eine gute Entwicklung unserer Kommunen und des Landes.“

Preisträger wie Nominierte für den Staatspreis Baukultur Baden-Württemberg 2016 sind ausgezeichnet worden, weil sie übertragbare Lösungsansätze für zentrale Planungs- und Bauaufgaben in den Kommunen bieten. Sie machen die baulichen und räumlichen Bedingungen zeitgemäßer Lebensräume für alle konkret: eine gute menschenwürdige Gestaltung, einen ästhetischen Mehrwert für das Umfeld, Nachhaltigkeit in jeder Hinsicht und Planungsverfahren mit Dialog und Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. „Die ausgezeichneten Projekte zeigen“, so Minister Hermann, „dass eine starke Baukultur einen wirksamen Beitrag zu Förderung von Innovation und Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg leistet – an jedem Ort auf individuelle Weise.“ 

Interessenten, die die Ausstellung ausleihen möchten, können sich mit dem Ministerium für Verkehr und Infrastruktur in Verbindung setzen.

Kontaktdaten und weitere Informationen:

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