Flugverkehr

Widerstand gegen den Fluglärm-Staatsvertrag geht in eine neue Runde

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Turbine eines Flugzeugs (Bild: David Monniaux, wikipedia.de)

Splett: Der neue Bundesverkehrsminister muss mehr Engagement zeigen

Die Landesregierung und die Region Südbaden werden auch gegenüber der neuen Bundesregierung gemeinsam und im engen Schulterschluss darauf drängen, dass der Fluglärm-Staatsvertrag mit der Schweiz in Deutschland nicht ratifiziert wird. Das ist das zentrale Ergebnis der Sitzung des Deutschen Fluglärm-Beirats für den Flughafen Zürich am 7. Februar 2014 in Stuttgart unter Leitung von Staatssekretärin Gisela Splett MdL, Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung.

„Der Fluglärm-Staatsvertrag führt zu einer deutlichen Verschlechterung des Status Quo und kann so, wie er uns vorliegt, nicht mit unserer Zustimmung rechnen. Wir hoffen, dass der neue Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mit mehr Engagement für einen besseren Schutz der Menschen in Südbaden gegen den vom Flughafen Zürich ausgehenden Fluglärm eintritt und mit größerem Nachdruck gegenüber der Schweiz verhandelt als sein Vorgänger. Wir werden ihn seitens der Landesregierung jedenfalls ausdrücklich darum bitten und die Zusicherung einfordern, dass der Staatsvertrag nicht ratifiziert wird, solange unsere sowohl dem Bundesverkehrsministerium als auch der Schweiz mehrfach vorgetragenen Forderungen nicht zu unserer Zufriedenheit erfüllt sind“, erklärte Splett am Freitag nach der Sitzung in Stuttgart.

In der Sitzung wurde die Geschäftsordnung dahingehend geändert, dass die Landkreise Waldshut und Konstanz sowie der Schwarzwald-Baar-Kreis nicht nur durch die Landräte, sondern auch mit jeweils einem Bürgermeister im Fluglärm-Beirat vertreten sind. Damit soll der örtliche Sachverstand noch besser in die Willensbildung des Fluglärm-Beirats eingebracht werden.

Der Fluglärm-Beirat wurde 2011 gegründet. Er befasst sich mit den An- und Abflügen zum und vom Flughafen Zürich über deutschem Hoheitsgebiet in Südbaden einschließlich der Flüge im Warteraum RILAX im Südschwarzwald. Er soll einen Beitrag leisten, den Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm zu verbessern. Neben den kommunalen Mitgliedern gehören dem Beirat auch örtliche Bürgerinitiativen sowie das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur an. Das Bundesverkehrsministerium, die Deutsche Flugsicherung GmbH, die IHK Hochrhein-Bodensee und das Regierungspräsidium Freiburg werden jeweils als Gäste eingeladen.

Landesregierung und Region lehnen den Fluglärm-Staatsvertrag vor allem deshalb ab, weil nicht klar ist, welche konkrete Fluglärmbelastung in Südbaden zu erwarten ist, keine Beschränkung der maximal zulässigen Anzahl der sog. Nordanflüge vorgesehen ist, zulässige Flughöhen sogar abgesenkt werden und kein ausreichender Mindestabstand zur deutschen Grenze bei sog. gekröpften Nordanflügen bestimmt ist. Die Schweiz hat den Staatsvertrag bereits ratifiziert.

Weitere Meldungen

Zwei Radfahrer:innen fahren einen Weg an einem Fluss entlang.
Rad

Mehr Qualität auf Radreisen: Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Zug auf Gleisen mit Frankreich-Flagge im Hintergrund.
Deutschlandticket

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur

Illustration. Ein autonom fahrendes Auto steht an einem Zebrastreifer und lässt Fußgänger:innen passieren.
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Drohne mit Baukränen im Hintergrund
BIM

B 29: Sanierung zwischen Urbach und Lorch abgeschlossen

Ein Mann mit Cap und eine Frau stehen vor einem Auto mit der Aufschrift DEINE MUTTER und haben schwarze T-Shirts an mit gelber Schrift "Deine Mutter..."
Team Vision Zero

Ein bekanntes Muster: Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Fahrradstreifen einer Straße.
Rad- und Fußwege

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege für Baden-Württemberg

Der Blick aus dem Inneren eines Tunnels auf das Tunnelende.
Straße

Tunnel Albstadt-Laufen: Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463

Handybildschirm mit dem CiCoBW-Ticket
bwegt

Nie mehr als 72 Euro: Land und Verbünde führen Preisobergrenze bei CiCoBW ein

Mehrere Radfahrer:innen fahren auf einem breiten Fahrradweg aneinander vorbei.
STADTRADELN

Baden-Württemberg startet mit Schwung ins STADTRADELN 2026

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Straßeninfrastruktur

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
bwegt-Wanderweg

Eröffnung: 14. bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart