Straße

Zustimmung des Bundes zum Ausbau der A 81 liegt endlich vor

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Der lang erwartete Gesehenvermerk des Bundes zu den Ausbauplänen der A 81 ist endlich im Landesverkehrsministerium angekommen. Damit kann das Land die Planungen für den Ausbau der schwer belasteten A 81 zwischen Böblingen/Sindelfingen weiter vorantreiben.

„Ich freue mich sehr, dass der Bund – nachdem er dies schon mehrfach angekündigt, jedoch immer wieder vorschoben hat – nun endlich den sogenannten Gesehenvermerk für dieses für die Region so wichtige Projekt erteilt hat“, sagte Landesverkehrsminister Winfried Hermann am Freitag. „Der jetzt erteilte Gesehenvermerk bestätigt auch meine vor rund 6 Wochen getroffene Entscheidung, das Regierungspräsidium Stuttgart anzuweisen, trotz der damals noch ausstehenden Zustimmung des Bundes die weiteren Planungsschritte zu veranlassen. Dies hatte ich entschieden, um weitere Zeitverzögerungen zu vermeiden, die sich durch die zögerliche Haltung des Bundes ergeben haben. Wir streben nun an, dass das Planfeststellungsverfahren bereits im März oder April 2016 eingeleitet werden kann.“

Mit einem Gesehenvermerk erteilt der Bund als Bauherr der Bundesautobahnen dem Land, das diese Projekte plant, seine Zustimmung zu den Ausbauplänen. Erst wenn der Bund den Gesehenvermerk erteilt hat, kann das Land normalerweise die Unterla-gen für das Planfeststellungsverfahren ausarbeiten.

Bereits Ende April 2015 war der Gesehenvermerk vom Bund für Mai angekündigt wor-den. Mehrere neue Termine waren dann vom Bund angekündigt worden, aber ergebnislos verstrichen. Deshalb ist es nun umso erfreulicher, dass der Bund endlich seine Zustimmung zu der vom Land erarbeiteten Planung erteilt hat. 

Minister Hermann hatte mehrfach die Dringlichkeit des Projekts gegenüber dem Bund dargelegt und die baldige Erteilung des Gesehenvermerks angemahnt. Zuletzt nahm Ende August der Amtschef des Landesverkehrsministeriums, Ministerialdirektor Professor Uwe Lahl, Kontakt zu dem zuständigen Abteilungsleiter in Bundesminister Dobrindts Ministerium auf. In einem Telefongespräch sagte der Straßenbau-Abteilungsleiter im Bundesministerium dann zu, bis Oktober die Zustimmung des Bundes zu erteilen. 

Der Bund hat in seinem Gesehenvermerk dem Land einige Punkte mitgeteilt, die aus Sicht des Bundes noch einer abschließenden Klärung bedürfen. Der Bund folgt dabei im Wesentlichen einer Prüfungsmitteilung des Bundesrechnungshofes. Eine erste Prüfung durch die Straßenbauverwaltung des Landes hat ergeben, dass die Abarbei-tung der aus Sicht des Bundes noch offenen Fragen in zeitlicher Hinsicht zu keinen Verzögerungen im weiteren Planungsverlauf führen dürfte. Diese Fragen sollen im Zuge der Erstellung der Planfeststellungsunterlagen abgearbeitet und kurzfristig mit dem Bund abgeklärt werden. 

Ergänzende Informationen:

Der 6-streifige Ausbau der A 81 zwischen der Anschlussstelle Sindelfingen-Ost und der Anschlussstelle Böblingen-Hulb ist für das Land und die Region Stuttgart von großer Bedeutung. So gibt es auf diesem stark überlasteten Abschnitt der A 81 derzeit je Fahrrichtung nur 2-streifige Fahrbahnen, die zudem zwischen den Anschlussstellen Sindelfingen-Ost und Böblingen/Sindelfingen derzeit nicht einmal Standstreifen aufweisen. 

Die für die Erteilung des Gesehenvermerks erforderlichen umfangreichen Planunterlagen wurden im Frühjahr 2014 an das BMVI übersandt. Im Herbst 2014 wurden noch weitere Erläuterungen zum Schallschutz sowie zum 850 m langen Tunnel vom BMVI gefordert und durch das MVI zeitnah übermittelt.

Parallel zur Prüfung der Planung durch das Bundesministerium hatte sich auch der Bundesrechnungshof erneut mit dieser Maßnahme befasst. Ende Juli 2015 hat dieser seine Prüfbemerkungen an das Bundesministerium übermittelt. Das Regierungspräsidium Stuttgart hat in einem internen Abstimmungsprozess bereits im Juni Stellung zu den Anmerkungen des Bundesrechnungshofs genommen. Diese beiden ‚Berichte‘ hatte das Bundesministerium wohl noch abgewartet, bevor es den Gesehenvermerk nun erteilt hat.

Weitere Meldungen

Straßenbegleitgrün
Straßenoasen

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen mit Fahrradhelm lächeln in die Kamera
Stadtradeln

Die Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Auf einer Autobahn fahren Lastwagen und Autos nebeneinander (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)
LKW

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Lkws auf einem Parkplatz (Bild: Fotolia.com/ B. Wylezich)
LKW

Baden-Württemberg erleichtert Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Fahrbahndeckenerneuerung

B 35 zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf wird saniert

Straßenrand mit blühenden Blumen und Gräsern.
Naturschutz

Platz für Artenvielfalt: Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün

Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
E-Mobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz in Baden-Württemberg

Die Absolventen der Straßenwärterprüfung, zusammen mit Minister Nicole Razavi
Straße

44 neue Straßenwärterinnen und Straßenwärter für Baden-Württemberg

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
VerkehrsInfo BW

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig: Land unterstützt Neubau mit 12,9 Millionen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm