ÖPNV

ÖPNV-Strategie 2030

Symbole für den öffentlichen Nahverkehr in Leipzig

Das Ziel der Landesregierung, die Nachfrage im öffentlichen Nahverkehr bis 2030 (Bezugsjahr 2010) zu verdoppeln, stellt einen zentralen Baustein zur Erreichung der Klimaschutzziele dar. Dazu erarbeitet die Landesregierung gemeinsam mit den relevanten Akteuren im ÖPNV die ÖPNV-Strategie 2030 als strategisch-konzeptionelle Grundlage mit konkreten Zielen, Maßnahmen und Zeithorizonten zur Umsetzung. Der Entwurf der ÖPNV-Strategie 2030 wurde im Oktober 2021 durch das Kabinett zur Anhörung freigegeben. Zu Beginn der Anhörungsphase wird der Entwurf in vier regionalen Veranstaltungen auf Ebene der Regierungsbezirke vorgestellt (Hier geht es zur Anmeldung). Bis zum 24. November 2021 haben alle relevanten Akteure nun die Möglichkeit, ihre Rückmeldungen und Hinweise zum Strategieentwurf schriftlich einzubringen. (Rückmeldeformular kann angefordert werden unter: oepnv-strategie-2030@vm.bwl.de

Die im Dezember 2020 durch das Ministerium für Verkehr vorgestellte Studie „ÖPNV-Report Baden-Württemberg“ hat gezeigt, dass dieses ambitionierte Ziel erreicht werden kann. Dafür bedarf es jedoch gemeinsamer Kraftanstrengung und der Zusammenarbeit aller relevanten Akteure des öffentlichen Nahverkehrs. 

Bereits im Sommer 2020 hat das Land daher einen breit angelegten Dialogprozess für die Erstellung und Umsetzung der ÖPNV-Strategie 2030 ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der ÖPNV-Zukunftskommission - einem Expertengremium, bestehend aus rund 20 Vertreter*innen der Aufgabenträger, der Stadt- und Landkreise, der Verkehrsunternehmen, der Verkehrsverbünde, des Fahrgastverbands, der Gewerkschaften und der Wissenschaft – wurden in insgesamt sechs Arbeitssitzungen 30 Teilziele und 130 Maßnahmenempfehlungen in den folgenden 10 Handlungsfeldern erarbeitet:

  • Leistungsangebot
  • Vernetzte Mobilität
  • Vorrang für den ÖPNV
  • Infrastruktur
  • Betrieb, Qualität und Fahrzeuge
  • Tarif und Vertrieb
  • Kommunikation und Mobilitätskultur
  • Rechts- und Finanzierungsrahmen
  • Organisation und Strukturen
  • Monitoring und Evaluation

Die finalen Ergebnisse der ÖPNV-Zukunftskommission wurden im Januar 2020 veröffentlicht und diskutiert. Es handelt sich dabei um einen Ziel- und Maßnahmenkatalog und ein Leitbild, das den angestrebten Zielzustand des ÖPNV im Jahr 2030 abbildet. Die Ergebnisse der ÖPNV-Zukunftskommission bilden den Kern des vorliegenden Entwurfs der ÖPNV-Strategie 2030.. Berücksichtigt wurden zudem die Ergebnisse einer Online-Umfrage, an der sich rund 100 lokale ÖPNV-Akteure beteiligt haben, sowie die Verständigung des grün-schwarzen Koalitionsvertrags 2021. Darüber hinaus wurden die zuständigen Akteure und ein klarer Zeitrahmen zur Umsetzung der Maßnahmen benannt.  

Nach der Anhörungsphase wird die ÖPNV-Strategie 2030 finalisiert. Darauf aufbauend ist ab Frühjahr 2022 nach Fertigstellung des finalen Strategiedokuments ein weiterer, breit angelegter Dialogprozess vorgesehen, der u. a. zahlreiche Vor-Ort-Gespräche in den Stadt- und Landkreisen umfasst. Dabei soll konkretisiert werden, wie die Maßnahmen aus der ÖPNV-Strategie vor Ort gemeinsam umgesetzt werden können.

Den Prozess finden Sie hier veranschaulicht:

Der gesamte Prozess wird im Auftrag des Ministeriums für Verkehr von einem Konsortium begleitet: civity management consultants und SMA beraten fachlich, während Zebralog die zugehörigen Dialoge durchführt.

Der gesamte Prozess wird im Auftrag des Ministeriums für Verkehr von einem Konsortium begleitet: civity management consultants und SMA beraten fachlich, während Zebralog die zugehörigen Dialoge durchführt.