Verkehr

Auftrag für Scheibengipfeltunnel in Reutlingen vergeben

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Am Mittwoch, den 14.03.2012 hat das Regierungspräsidium Tübingen den Auftrag für den Bau des Scheibengipfeltunnels in Reutlingen fristgemäß vergeben. Das Volumen des Bauauftrages beträgt 70,4 Mio. €. Den Auftrag erhielt das Münchner Bauunternehmen Max Bögl.

Das Interesse der Tunnelbauunternehmen an der europaweiten Ausschreibung der Bauarbeiten war sehr groß. Zur Submission wurden 11 Angebote abgegeben. Darunter waren neben vielen namhaften Tunnelbaufirmen aus Deutschland auch zwei österreichische Firmen, ein Schweizer Bauunternehmen sowie eine tschechische Baufirma aus Prag beteiligt.

Die Länge des Tunnels beträgt 1.910 m. Davon werden 1.620 m in „bergmännischer Bauweise“ hergestellt. In „offener Bauweise“ werden im Süden 240 m und im Norden 50 m gebaut. Der Vortrieb des Tunnels, d.h. der Ausbruch der Erdmassen und die Sicherung des Gebirges erfolgt vom Nordportal her, d.h. von der B 28 / „Knoten-Efeu“. Der Ausbruch erfolgt im sogenannten Spreng- und Baggervortrieb. Dabei wird der Querschnitt in mehreren Abschnitten (Kalotte, Strosse und Sohle) aufgefahren und gesichert. Von den insgesamt 500.000 m3 zu entsorgenden Überschussmassen entfallen allein ca. 280.000 m3 auf den Ausbruch des Scheibengipfeltunnels einschließlich des Flucht- und Rettungsstollens. Der Querschnitt des Straßentunnels beträgt ca. 100 m² mit einem Lichtraumprofil von 9,50 m Breite und 4,50 m Höhe. Nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme wird der zweispurige Tunnel im Gegenverkehr betrieben.

Parallel zum Straßentunnel wird im Achsabstand von 21 m ein Flucht- und Rettungsstollen gebaut. Damit wird den hohen Sicherheitsanforderungen bei Straßentunneln Rechnung getragen. Im Bauauftrag sind auch zwei Betriebsgebäude, eines im Süden und eines im Norden enthalten.

Die Bauzeit für den Tunnel einschließlich Rettungsstollen wird ca. 4 Jahre betragen. Die Baukosten von ca. 70,4 Mio. € werden vom Baulastträger, der Bundesrepublik Deutschland, getragen.

Quelle:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

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