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Bahnhof Merklingen: Verkehrsministerium und Region Laichinger Alb haben gesprochen

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Region lehnt Beteiligung an Mehrkosten ab

Vertreter des Verkehrsministeriums und der Region Laichinger Alb sowie des Alb-Donau-Kreises haben sich über den im Bau befindlichen neuen Bahnhof Merklingen-Schwäbische Alb an der Schnellbahntrasse von Wendlingen nach Ulm ausgetauscht. Bei dem Treffen am Donnerstag, 29. November, unter Leitung von Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl waren sich beide Seiten einig, dass der Bau der Station für Regionalzüge zwischen Stuttgart und Ulm trotz Kostensteigerung um knapp 10 Mio. Euro weiterhin wirtschaftlich sei. Beide Seiten kritisierten, dass es bei den meisten öffentlichen Bauprojekten derzeit zu erheblichen Kostensteigerungen kommt. „Der neue Bahnhof sorgt dafür, dass auch eine ländliche Region wie die Laichinger Alb gut an den klimafreundlichen Schienenverkehr angeschlossen wird. Außerdem wird mit der neuen Bahnstation ein deutlich spürbarer Impuls für eine gute wirtschaftliche Entwicklung in dieser Region gegeben. Deshalb wünschen wir uns auch eine Beteiligung der kommunalen Seite, die von dieser Entwicklung stark profitiert“, erklärte der Amtschef des Ministeriums, Prof. Lahl.

Bei dem in einer guten und sachlichen Atmosphäre geführten Gespräch machten die Vertreter aus der Region allerdings klar, dass sie keine Möglichkeit sehen, sich an der Steigerung der ursprünglich auf 43 Mio. Euro bezifferten Kosten zu beteiligen. Der Laichinger Bürgermeister und Vorsitzende des Verbandes Region Schwäbische Alb Klaus Kaufmann erklärte: „Die Kostensteigerung ist sehr bedauerlich, aber auch die beteiligten Kommunen sind davon betroffen. Denn wir müssen und werden auch den Anstieg der Kosten für die Umfeldmaßnahmen rund um den neuen Bahnhof wie die Parkplätze und Straßen übernehmen. Dem können wir uns nicht entziehen. Aber die kommunale Seite ist bei der Beteiligung von 13 Mio. Euro für das Gesamtprojekt bereits bis an die Grenze ihrer Möglichkeiten gegangen. Mehr ist nicht leistbar.“

Amtschef Lahl verwies darauf, dass es auf Landesebene schwierig sei, die Mehrkosten abzudecken. Dies könnte unter Umständen auch dazu führen, dass das Angebot an regionalem Zugverkehr im geplanten Vorlaufbetrieb auf der Neubaustrecke eingeschränkt werden muss, um Kosten zu sparen. Da die Neubaustrecke deutlich vor dem Stuttgarter Tiefbahnhof fertiggestellt sein wird, plant das Land zwischen Wendlingen und Ulm Regionalzüge fahren zu lassen und damit die neue Infrastruktur auch zeitnah zu nutzen. Der Verbandsvorsitzende Klaus Kaufmann und der Erste Landesbeamte des Alb-Donau-Kreises, Markus Möller, lehnen weitere Einschnitte im Fahrprogramm auf der Strecke strikt ab. „Durch die nicht vollständige und auch nicht rechtzeitige Inbetriebnahme der Strecke müssen wir bereits starke Einbußen am Fahrangebot hinnehmen,“ so der Verbandsvorsitzende Kaufmann.

Weitere Informationen zum Bahnhof Merklingen finden Sie hier.

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