Schiene

DB Regio Baden-Württemberg tritt mit gebündeltem Know-how Qualitätseinbußen entgegen

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Spezialisten aus dem ganzen Bundesgebiet arbeiten gemeinsam an Verbesserungen im Nahverkehr auf der Schiene Taskforce kümmert sich um fünf Schwerpunkte Enge Abstimmung mit dem Land

(Stuttgart, 25. November 2016) Anfang Oktober wurden umfangreiche Änderungen im Betriebskonzept von DB Regio in Baden-Württemberg umgesetzt. Seitdem kommt es auf einigen Linien zu vermehrten Qualitätsproblemen. „Derzeit entspricht unsere Leistung auf einigen Linien leider nicht der Qualität, die wir unseren Kunden bieten wollen. Durch verschiedene Faktoren fallen zurzeit mehr Züge als gewöhnlich aus“, sagt David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Baden-Württemberg. „Wir wollen, dass die Kunden gerne mit uns fahren – das ist leider im Moment nicht der Fall.“ In enger Abstimmung mit dem Ministerium für Verkehr hat DB Regio Baden-Württemberg deshalb eine Taskforce ins Leben gerufen, die sich ausschließlich um die Verbesserung der Qualität im Regionalverkehr kümmert. Dieser Taskforce gehören auch viele Spezialisten aus anderen DB-Regio-Regionen sowie der Fahrzeuginstandhaltung der DB AG an. „Die Stabilisierung der Qualität hat für uns alle oberste Priorität“, so Weltzien.

Verkehrsminister Winfried Hermann begrüßte das Engagement von Regionalleitung und Konzern: „Der Schienenverkehr lebt vom Vertrauen der Fahrgäste in Sicherheit, Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit. In den vergangenen Wochen wurde dieses Vertrauen strapaziert. Ich freue mich daher, dass es uns gelungen ist, uns gemeinsam mit der DB auf nötige Maßnahmen zu verständigen. Jetzt kommt es darauf an, dass diese von der DB Regio AG schnell und effektiv umgesetzt werden.“

Dazu würden sicherlich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DB beitragen, die sich im Interesse der Fahrgäste engagieren.

Die Taskforce bündelt ihre Aufgaben in fünf Schwerpunkten: Fahrzeuge, Personal, Pünktlichkeit, Fahrplanwechsel sowie Kommunikation. Im Bereich Fahrzeuge sind bereits zusätzliche Loks und Wagen, die in anderen Regionen derzeit nicht akut benötigt werden, zur Engpassbeseitigung nach Baden-Württemberg gebracht worden. Auch sollen die in anderen Werkstätten vorhandenen Ersatzteile nach Baden-Württemberg gebracht werden, um notwendige Reparaturen an Fahrzeugen schneller erledigen zu können. Zusätzlich werden, um Engpässe zu vermeiden, in den kommenden Wochen Fahrzeuge zur Reparatur in andere Werkstätten außerhalb der Landesgrenzen überführt.

Im Bereich Personal unterstützen Mobile Instandhaltungstrupps aus anderen Werken und Werkstätten die Mitarbeiter in Baden-Württemberg. Im Schwerpunkt Pünktlichkeit werden Maßnahmen gebündelt, die beispielsweise die Planung der Bereitstellung der Züge bei Betriebsbeginn vereinfachen und damit verbessern sollen. In enger Abstimmung mit der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg und dem Verkehrsministerium werden darüber hinaus permanent die Angebotsplanungen geprüft und gegebenenfalls nachjustiert.

Rechtzeitig vor dem großen Fahrplanwechsel am 11. Dezember werden alle Verkehrsleistungen, die sich zu diesem Datum ändern können, einem Probebetrieb unterzogen. Weltzien: „Wir wollen sicherstellen, dass die künftigen Verkehrsleistungen auch durch die geplanten Änderungen beim Fahrplanwechsel stabil und zuverlässig laufen werden.“ Damit sollen mögliche Schwachstellen rechtzeitig aufgedeckt werden.

Dies alles wird abgerundet durch ein Maßnahmenpaket, welches den Kunden in den Mittelpunkt stellt. Die Kunden sollen umfassend über die aktuelle Verkehrslage informiert werden. Dazu baut DB Regio Baden-Württemberg die Funktion des so genannten Streckenagenten auf. Drei Mitarbeiter sind eigens dafür ausgebildet, von der Transportleitung in Karlsruhe aus alle Informationen rund um die Zugfahrten, wie zum Beispiel Verspätungen inklusive der Ursachen, Anschlussmöglichkeiten oder Umleitungen zu beobachten und rechtzeitig in die für die Kunden relevanten Kanäle zu geben. 

Alle Maßnahmen sind und werden permanent eng mit dem Land abgestimmt. „Ich danke insbesondere Minister Winfried Hermann und Ministerialdirektor Prof. Uwe Lahl für die konstruktive Unterstützung in dieser auch für uns nicht einfachen Zeit“, so Weltzien. „Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um so schnell wie möglich wieder zum Normalzustand zurückkehren zu können. Dank der Größe unseres Konzerns haben wir die Chance, viele Ressourcen und das Know-how aus anderen Regionen einzusetzen. Und das werden wir sehr stark nutzen.“

Weitere Informationen

Blick auf die Betriebslage im Regionalverkehr Baden-Württemberg

Quelle:

Gemeinsame Pressemitteilung der Deutschen Bahn und des Ministeriums für Verkehr

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