Schiene

Finanzierungsvertrag für den neuen Bahnhof Merklingen / Schwäbische Alb an der Neubaustrecke unterzeichnet

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Land, DB und Kommunen geben Startschuss  – Verkehrsminister Hermann: Ländliche Region wird besser an den Schienenverkehr angebunden

Das Land Baden-Württemberg, die Deutsche Bahn und der von den Kommunen auf der Laichinger Alb für dieses Projekt gegründete Zweckverband „Region Schwäbische Alb“ haben den Bau eines neuen Bahnhofs Merklingen-Schwäbische Alb an der künftigen Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Ulm vertraglich vereinbart. Verkehrsminister Winfried Hermann, der Vorstand der DB Netz AG, Dirk Rompf und der Laichinger Bürgermeister und Verbandsvorsitzende Klaus Kaufmann unterzeichneten am Freitag, 02. Dezember einen entsprechenden Realisierungs- und Finanzierungsvertrag. 

„Die Landesregierung hat sich eine bedarfsgerechte und attraktive Anbindung aller Landesteile an den Schienenverkehr zum Ziel gesetzt. Dabei ist uns auch der ländliche Raum sehr wichtig. Dieser Bahnhalt bringt einen Quantensprung für die Erschließung der umliegenden Kommunen. Deswegen habe ich mich gegen viele Widerstände dafür eingesetzt, dass die Region auf der Laichinger Alb doch noch eine Bahnstation bekommt.“ Das Land fördert den neuen Bahnhof Merklingen-Schwäbische Alb mit 30 Millionen Euro. „Das ist ein hoher Betrag, der aber im Hinblick auf die bedeutenden Verbesserungen in der Anbindung und angesichts des beträchtlichen kommunalen Engagements gerechtfertigt ist“, erklärte Minister Hermann.

DB-Netz-Vorstand Rompf sagte: „Für uns ist es von hoher Bedeutung, dass unsere Projekte positive Auswirkungen vor Ort haben. In Merklingen wird diese Chance optimal genutzt.“

Klaus Kaufmann, der die Kommunen der Laichinger Alb vertritt, erklärte: „Mit dreizehn Millionen Euro kommunalem Beitrag zum Bahnhof müssen wir eine stolze Summe aufbringen. Unserer gesamten Region werden aber nach Inbetriebnahme des Bahnhofs großartige Entwicklungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche Zukunft offenstehen. Politik muss für die Menschen gemacht werden. Dieser Bahnhof wird den Menschen hier auf der Schwäbischen Alb auf mehrfache Weise nützen. Durch diese Verkehrsanbindung wird unsere Bevölkerung besser an die Ballungsräume angebunden wie auch umgekehrt und unsere Unternehmen sowie unsere touristischen Ziele werden besser erreichbar. Es war an allen Fronten ein harter Kampf. Aber für dieses wunderbare Ziel hat er sich gelohnt. Viele haben dieses Vorhaben unterstützt. Besonders danken möchte ich meinen Bürgermeisterkollegen, unserem Landrat Heiner Scheffold samt Vorgänger, allen Verantwortlichen der Deutschen Bahn und natürlich unserem mutigen Verkehrsminister Winfried Hermann.“


Zusätzliche Information: 

Eine vom Land in Auftrag gegebene gesamtwirtschaftliche Bewertung unter Berücksichtigung regionalwirtschaftlicher Effekte hat erhebliche positive Impulse für die wirtschaftliche wie demographische Entwicklung dieser ländlichen Region auf der Schwäbischen Alb belegt. Grund dafür sind die enormen Fahrzeitverkürzungen. Vom Bahnhof Merklingen werden die Fahrgäste künftig in gut 10 Minuten in Ulm, in etwa 30 Minuten in Stuttgart und in rund 20 Minuten am Flughafen sein. 

Weitere Meldungen

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schiene

Zusätzliche 26 Coradia-Max-Züge für Baden-Württemberg

Ein Passagierzug des Typs Lint 54 fährt auf einer Schiene.
Qualität

Schiene: Verbesserungen für die Fahrgäste dringend notwendig