Brücke neun Monate früher fertig als geplant
Zur feierlichen Einweihung der neuen Brücke kamen am Dienstag (21. Juli) Verkehrsministerin Nicole Razavi MdL und Regierungspräsidentin Susanne Bay nach Kornwestheim. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Nico Lauxmann, dem Ersten Bürgermeister Daniel Güthler sowie weiteren Projektbeteiligten wurde das symbolische Band durchschnitten und das Bauwerk offiziell für den Verkehr freigegeben.
Verkehrsministerin Razavi sagte: „Viele Brücken sind in keinem guten Zustand. Umso wichtiger ist es, dass wir unsere Infrastruktur Schritt für Schritt erneuern und die Kommunen dabei verlässlich unterstützen. Der Neubau der Großen Pflugfelder Brücke war dringend notwendig. Heute zeigt sich, was gute Investitionen in die Infrastruktur bedeuten: eine sichere, moderne Verbindung für alle – ob mit dem Auto, dem Zug, dem Fahrrad oder zu Fuß. Dass die Brücke deutlich früher fertiggestellt werden konnte, zeigt, was mit guter Planung und enger Zusammenarbeit möglich ist. Mein herzlicher Dank gilt allen Projektbeteiligten für ihr großes Engagement.“
Regierungspräsidentin Bay betonte: „Mit der Großen Pflugfelder Brücke investiert das Land in eine leistungsfähige und zukunftsfähige Verkehrsinfrastruktur. Die Förderung von rund 12,9 Millionen Euro ist gut angelegt: Sie stärkt die Mobilität, den Wirtschaftsstandort und die Lebensqualität vor Ort. Dass die Brücke zudem deutlich früher als geplant fertiggestellt werden konnte, ist eine starke Gemeinschaftsleistung aller Beteiligten.“
Technisch anspruchsvolles Großprojekt
Die Brücke wurde seit Februar 2024 vollständig neu gebaut. Sie verbindet die Heinkel-/Westrandstraße mit der Villeneuvestraße und ist eine zentrale Achse für den Verkehr in Kornwestheim. Egal, ob mit dem Auto, dem Fahrrad oder zu Fuß: künftig profitieren alle durch eine moderne, sichere und leistungsfähige Verbindung. Mit einer Länge von 166 Metern und einer Breite von 10,5 Metern überspannt die neue Brücke insgesamt 16 Gleise des Rangierbahnhofs Kornwestheim. Der Neubau gehört damit zu den größten Infrastrukturprojekten in der Geschichte der Stadt.
Die Gesamtkosten betragen rund 42 Millionen Euro. Das Land Baden-Württemberg fördert den Neubau mit etwa 12,9 Millionen Euro über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG), Programmbereich Kommunaler Straßenbau (KStB). Das LGVFG ist das wichtigste Förderinstrument für kommunale Verkehrsinfrastruktur im Land.
Starke Partnerschaft vor Ort
Oberbürgermeister Nico Lauxmann betonte die Bedeutung des Projekts für die Stadt: „Die Große Pflugfelder Brücke ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen Kornwestheims. Mit ihrer Wiedereröffnung erhält unsere Stadt eine leistungsfähige und zukunftsfähige Verbindung zurück, die für viele Bürgerinnen und Bürger sowie für Unternehmen von großer Bedeutung ist.“
Daniel Güthler, Erster Bürgermeister, hob die besondere Herausforderung des Bauvorhabens hervor: „Der Neubau der Großen Pflugfelder Brücke war ein technisch und logistisch äußerst anspruchsvolles Projekt. Insbesondere die Arbeiten über den Bahngleisen machten eine enge und vertrauensvolle Abstimmung mit der Deutschen Bahn erforderlich. Unser Fachbereich hat diese komplexe Aufgabe gemeinsam mit allen Projektbeteiligten hervorragend gemeistert. Dass die Brücke nun deutlich früher als vorgesehen für den Verkehr freigegeben werden konnte, ist das Ergebnis einer vorausschauenden Planung, einer professionellen Bauausführung und einer ausgezeichneten Zusammenarbeit aller Beteiligten.“
Bauzeit erfolgreich gemeistert
Die Bauzeit betrug etwas mehr als zwei Jahre. In dieser Zeit kam es zwischenzeitlich zu Umleitungen und Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger. Trotz komplexer Rahmenbedingungen konnten die Arbeiten planmäßig und effizient umgesetzt werden. Bauherren des Projekts waren die Stadt Kornwestheim, der Eigenbetrieb Stadtentwässerung Kornwestheim sowie die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim.
Weitere Arbeiten bis Ende 2026
Mit der Verkehrsfreigabe der Großen Pflugfelder Brücke ist das Gesamtprojekt noch nicht vollständig abgeschlossen. Bis Ende 2026 folgen weitere Maßnahmen im Umfeld der Brücke. Dazu gehören unter anderem der Bau eines Parkplatzes für die Deutsche Bahn, der Rückbau der Baustelleneinrichtung sowie die Aufstellung eines Brückenteils der alten Pflugfelder Brücke auf der Westseite als Denkmal. Für diese ergänzenden Arbeiten investieren die Deutsche Bahn und die Stadt Kornwestheim zusammen rund 32 Millionen Euro. Davon entfallen rund zehn Millionen Euro auf die Deutsche Bahn und rund 22 Millionen Euro auf die Stadt.
Bis zum Abschluss bleiben einzelne Verkehrsverbindungen weiterhin eingeschränkt. Eine Auffahrt aus Richtung Süden (Holzgrunddurchlass) auf die Große Pflugfelder Brücke sowie die Abfahrt von der Brücke in Richtung Süden sind voraussichtlich bis Ende 2026 noch nicht möglich.

















