Radverkehr

Landesbündnis ProRad stellt Weichen im Bereich Radverkehrsförderung für 2012

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Im Rahmen der fünften Sitzung des Landesbündnisses ProRad unter dem Vorsitz von Verkehrsminister Winfried Hermann kamen im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur zum Abschluss des Jahres nochmals Vertreter aus Politik, Verwaltung, Interessensverbänden, ÖPNV-Unternehmen und Wirtschaft zusammen, um sich über die Ausrichtung der Radverkehrspolitik in den kommenden Jahren zu verständigen.

Klares Ziel der Landesregierung ist es den Radverkehrsanteil in den kommenden Jahren deutlich zu steigern – auf 20 %. „Dafür gilt es eine Vielzahl unterschiedlicher Maßnahmen engagiert anzugehen und umzusetzen“ betont Minister Hermann, „wichtig ist insbesondere, dass wir gemeinsam klare und realistische Zielsetzungen formulieren und eine konkrete Strategie entwickeln, wie wir diese Zielsetzungen in den nächsten fünf bis zehn Jahren erreichen können.“ Hierfür soll zusammen mit den Partnern aus dem Landesbündnis sowie externen Experten ein „Landesradverkehrsplan“ entwickelt werden – vergleichbar mit dem Nationalen Radverkehrsplan (NRVP), der aktuell auf Bundesebene fortgeschrieben wird.

Für das Jahr 2012 plant das baden-württembergische Ministerium bereits konkrete Aktionen und Maßnahmen, die in Kooperation mit den Bündnispartnern durchgeführt werden sollen. Schwerpunkte liegen auf den Bereichen Infrastruktur, Verkehrssicherheit sowie Kommunikation.

Für den Ausbau von Radwegen sowie weiteren Radverkehrsanlagen, zu denen beispielsweise auch Fahrbahnmarkierungen, Abstellanlagen oder Beschilderungen zählen, wird das Verkehrsministerium insgesamt mehr (Förder-)Mittel zur Verfügung stellen sowie eindeutige Förderkriterien definieren. Zur Verbesserung der Sicherheit im Straßenverkehr ist bereits ein umfassendes Konzept in Arbeit, das auch konkrete Maßnahmen für den Radverkehr beinhaltet. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Landesbündnisses sind außerdem Aktionen z. B. zum Helmtragen vorgesehen.

Als primäre Kommunikationsmaßnahme startet das Land im Jahr 2012 gemeinsam mit Kommunen der der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Ba-den-Württemberg (AGFK-BW) eine landesweite Fahrradkampagne, die die Menschen motivieren soll, insbesondere im Alltag häufiger Rad zu fahren. „Das Fahrrad ist für mich das intelligenteste Verkehrsmittel“, begründet Minister Hermann, „es ist praktisch, preiswert, gut für Umwelt, Klima und die eigene Gesundheit und gerade auf Alltagsstrecken oftmals die schnellste Möglichkeit von A nach B zu kommen.“

Um neue Ansätze und Impulse zur Radverkehrsförderung zu erhalten, war im November 2006 der Runde Tisch Radverkehr Baden-Württemberg einberufen worden, in dessen Rahmen umfassende Handlungsempfehlungen zur Förderung des Radverkehrs in Baden-Württemberg erarbeitet wurden. Ein wichtiger Schritt war insbesondere der Aufbau eines Fahrradmanagements in Baden-Württemberg und in diesem Zusammenhang die Gründung des Landesbündnisses ProRad am 18. Mai 2009, mit dem erstmals auf Länderebene ein hochrangig besetztes und integriertes Forum für die Radverkehrsförderung geschaffen wurde. Dem Landesbündnis gehören aktuell die Landtagsfraktionen, Ministerien, die kommunalen Spitzenverbände, die Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände, maßgebliche Interessenverbände, die Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg sowie die ÖPNV-Unternehmen an.

Quelle:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

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