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Lücke im Radwegenetz zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen wird geschlossen

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Baubeginn am 29. November 2017

Zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen haben am 29. November 2017 die Arbeiten am neuen Radweg parallel zur L 385 begonnen. Mit dem Ausbau wird eine durchgängige und sichere Radwegverbindung durch den Rammert und das Katzenbach-Dünnbachtal geschaffen. Verkehrsminister Winfried Hermann hob die Bedeutung der Strecke für den Freizeit- und Alltagsverkehr heraus: „Wir wollen Radfahren attraktiv machen, daher ist es wichtig, dass Lücken wie diese nach und nach geschlossen werden.“ Bisher mussten RadfahrerInnen zum Teil auf der vielbefahrenen L 385 radeln, was nicht ungefährlich ist. „Es ist mir als ehemaligem Rottenburger ein großes Anliegen, diesen sicheren Radweg zu bauen, allerdings wie im ganzen Land nach sachlichen Bedarfs- und Realisierungskriterien und nicht, weil ich aus Rottenburg stamme“, so Hermann.

Der Radweg ist Teil des Radwegebauprogramms des Landes und des Radwegenetzkonzeptes des Landkreises Tübingen. Um die Attraktivität des Fahrradverkehrs in Baden-Württemberg zu steigern, sollen die Radverkehrsinfrastruktur und die Verkehrsverhältnisse für die Radfahrerinnen und Fahrradfahrer, besonders für die Mobilität im Alltag, nachhaltig verbessert werden.

„Seit mehr als 20 Jahren steht der Ausbau des Radwegs zwischen Rottenburg-Dettingen und Ofterdingen auf der Wunschliste der beiden Kommunen. Umso mehr freue ich mich, dass wir dieses Projekt jetzt realisieren können. Wir stärken damit nicht nur die Sicherheit und die Attraktivität des Radverkehrs, sondern leisten auch einen Beitrag für eine noch engere Verbindung zwischen Rottenburg und dem Steinlachtal“, so Regierungspräsident Klaus Tappeser. Im Auftrag des Regierungspräsidiums Tübingen wird die Umsetzung der Baumaßnahme durch die Stadt Rottenburg am Neckar überwacht. Die rund 4,2 Kilometer lange Baustrecke beginnt auf Gemarkung Rottenburg-Dettingen, 2,5 Kilometer südöstlich des Dettinger Ortszentrums im Gewann Seidenbrunnen und circa 80 Meter südlich der L 385. Sie endet mit der Anbindung an den Kreisverkehr nach der Ortseinfahrt von Ofterdingen. Rund zwei Kilometer des Radweges werden nach dem Prinzip des geringstmöglichen Eingriffs entweder als straßenbegleitender Weg mit bituminöser Befestigung oder als ein von der L 385 abgerückter Weg mit wassergebundener Befestigung neu gebaut. Im Übrigen wird der Radweg auf dem bestehenden, in der Regel forstwirtschaftlichen Wegenetz geführt. Die bestehenden Wege werden zum Teil ausgebaut.

Der Radweg verläuft auch durch die FFH-Gebiete des „Rammerts“ und das Naturschutzgebiet „Katzenbach-Dünnbachtal“. Durch die Mitbenutzung bestehender Wege konnten die Eingriffe stark reduziert werden. Darüber hinaus sind als Ausgleich für zusätzlich in Anspruch genommene Flächen naturschutzrechtliche Kompensationsmaßnahmen vorgesehen. Hierzu zählt beispielsweise die Wiederherstellung von Biotopen und von lebensraumtypischen Waldbeständen.

Im Zuge des Ausbaus werden insgesamt fünf Brücken saniert und ein neues Bauwerk in Form einer Aluminiumkonstruktion über den Katzenbach erstellt.

Während der gesamten Bauarbeiten können die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer die L 385 befahren. Für einzelne Bauabschnitte wird jedoch eine halbseitige Sperrung der L 385 unter Regelung durch eine Lichtsignalanlage erforderlich.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme betragen rund 1,3 Millionen Euro. Der Löwenanteil von 1,23 Millionen Euro wird vom Land Baden-Württemberg getragen. Die restlichen Kosten von circa 70.000 Euro tragen die Stadt Rottenburg a. N. und die Gemeinde Ofterdingen.

Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Ende Mai 2018 vorgesehen.

Informationen zu den Sperrungen und Umleitungen können im Baustelleninformationssystem (BIS) des Landes Baden-Württemberg unter www.baustellen-bw.de abgerufen werden.

Quelle:

Gemeinsame Pressemitteilung des Ministeriums für Verkehr Baden-Württemberg und des Regierungspräsidiums Tübingen.

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