Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Weniger Verkehr im Ort, mehr Lebensqualität bis 2028: Das verspricht die neue Ortsumgehung an der L 259 bei Rißtissen. Verkehrsminister Winfried Hermann und Regierungspräsident Klaus Tappeser haben das Startsignal für das Projekt gegeben.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.

Deutliche Entlastung für Anwohnerinnen und Anwohner

Mit der neuen Umfahrung soll der Durchgangsverkehr künftig außerhalb des Ortskerns verlaufen. Das bringt für viele Menschen in Rißtissen spürbare Vorteile: bessere Luft, mehr Verkehrssicherheit, weniger Lärm und neue Gestaltungsmöglichkeiten im Ortskern.

Verkehrsminister Hermann sagte: „Mit der Ortsumgehung Rißtissen verbessern wir nicht nur den Verkehrsfluss im Alb-Donau-Kreis, sondern verbinden Infrastruktur, Umwelt- und Hochwasserschutz sinnvoll miteinander. Das Projekt zeigt, wie moderne Straßenplanung heute funktioniert: leistungsfähig, nachhaltig und mit klarer Entlastung für die Anwohnerinnen und Anwohner. Weniger Durchgangsverkehr bedeutet weniger Lärm, bessere Luft und mehr Sicherheit – besonders für Kinder und alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind.“

Regierungspräsident Tappeser betonte die Bedeutung der Maßnahme für den Regierungsbezirk: „Der Neubau der Ortsumgehung Rißtissen ist aktuell das größte Landesstraßenbauprojekt in unserem Regierungsbezirk. Für die Region ist das ein besonderer Moment, da er den Übergang von der Planung zur sichtbaren Umsetzung, von Konzepten und Zeichnungen zur konkreten Veränderung vor Ort markiert.“

Verlauf der neuen Ortsumgehung

Die Ortsumgehung Rißtissen beginnt rund 700 Meter westlich von Rißtissen. Von dort verläuft sie südlich am Ort vorbei, quert die Kreisstraße K 7362 ca. 150 Meter westlich der bisherigen Rissbrücke bei Rißtissen, verläuft von dort in Richtung Südosten, überquert die Riß mit einem neuen Brückenbauwerk und schließt etwa 600 Meter südöstlich von Rißtissen wieder an die bestehende L 259 an. Die bestehende L 259 wird im weiteren Verlauf auf rund 700 Meter bis zur Kreisgrenze zum Landkreis Biberach ausgebaut.

Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann hob die Verbesserungen durch die Ortsumgehung hervor: „Für Rißtissen ist dies eine bedeutende Maßnahme, deren Umsetzung nun zügig erfolgen muss. Mit Hilfe der neuen Ortsumgehung wird eine deutliche Lärmreduktion herbeigeführt und durch das zukünftig geringere Verkehrsaufkommen wird das Gefahrenpotential entschärft. Zudem eröffnen sich in diesem Zuge auch Möglichkeiten zur städtebaulichen und funktionalen Aufwertung der Ortsdurchfahrt samt Ortsmitte von Rißtissen sowie der Flächen entlang der Riß. Der Spatenstich und Beginn der Bauarbeiten heute stellen wichtige Schritte in Hinblick auf eine erfolgreiche Realisierung eines langwierigen Verfahrens dar. Für Rißtissen und für die Stadt Ehingen ist das heute daher ein wichtiger Tag.“

Bau in mehreren Abschnitten, erste Entlastung schon 2026

Die Arbeiten erfolgen schrittweise, der erste Straßenbauschnitt reicht bis zur K 7362. Dieser umfasst den nördlichen Teil der Ortsumgehung, der an der L 259 rund 700 Meter westlich von Rißtissen auf Höhe des Golfplatzes beginnt. Der Streckenverlauf führt in einem Bogen am äußeren Rand des Golfplatzes entlang und endet mit dem Neubau eines Kreisverkehrsplatzes, welcher die Ortsumgehung und die K 7362 südwestlich von Rißtissen miteinander verknüpft. Mit dessen Fertigstellung kann voraussichtlich bereits gegen Jahresende 2026 eine entscheidende Entlastung der Ortsdurchfahrt und der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner erreicht werden.

Im Anschluss folgen die Erdarbeiten für den Straßen- und Hochwasserdamm sowie die Zufahrten zur Herstellung der Rißbrücke zwischen der K 7362 und der L 259 in Richtung Laupheim. Danach erfolgt der Bau der Brücke über die Riß.

Der zweite Abschnitt umfasst die Straßenbauarbeiten vom neuen Kreisverkehrsplatz über die neue Brücke über die Riß und weiter bis zur bestehenden L 259, die bis auf Höhe des Höllgrabens ausgebaut wird. Dieser komplettiert somit die Ortsumgehung und bewirkt eine Entlastung auch für das südliche Ortsende rund um die Sulmetinger und die Laupheimer Straße.

Die vollständige Fertigstellung ist für Ende 2028 geplant. Die Gesamtkosten für die Ortsumgehung Rißtissen in Höhe von rund 18 Millionen Euro werden vom Land Baden-Württemberg als Straßenbaulastträger der L 259 getragen.

Hintergrundinformationen:

Aktuelle Informationen über Straßenbaustellen im Land können Interessierte auf der Internetseite der Straßenverkehrszentrale des Landes Baden-Württemberg unter https://www.verkehrsinfo-bw.de/ abrufen. Verkehrsinfo-BW gibt es auch als App (kostenlos und ohne Werbung) – Infos unter https://www.verkehrsinfo-bw.de/verkehrsinfo_app.

Weitere Meldungen

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schiene

Zusätzliche 26 Coradia-Max-Züge für Baden-Württemberg

Ein Passagierzug des Typs Lint 54 fährt auf einer Schiene.
Qualität

Schiene: Verbesserungen für die Fahrgäste dringend notwendig

bwshuttle
bwshuttle

Land fördert fünf neue bwshuttle-Angebote

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
Rad

Landesbedienstete fest im Sattel: 5 Jahre JobBike BW