SCHIENE

Minister Hermann begrüßt Schienen-Ausbaupläne des Bundes

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Ausbau der Murrbahn wichtig für die Verbindung Nürnberg-Zürich – bessere Verbindung Kehl-Appenweier stärkt die Achse Paris-Stuttgart – Bahnknoten Mannheim soll ebenfalls ausgebaut werden

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann hat die Schienen-Ausbaupläne des Bundesverkehrsministeriums für Baden-Württemberg begrüßt. Dazu gehören die Bahnstrecke von Stuttgart über Backnang nach Nürnberg (Murrbahn), die Verbindung Kehl-Appenweier (Ortenaukreis) sowie der Ausbau des Bahnknotens Mannheim. Diese Vorhaben werden vom Bundesverkehrsministerium im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) in die höchste Dringlichkeitsstufe genommen. „Der Ausbau des Schienennetzes ist ein zentraler Baustein für die Verlagerung von der Straße auf die Bahn und für den Klimaschutz“, betonte Minister Hermann am Dienstag in Stuttgart.

Zu den wichtigen Schienenvorhaben im Land gehört der Ausbau der sogenannten Murrbahn, dessen Kosten auf 255 Millionen Euro beziffert werden. Das Projekt wird im Bundesverkehrswegeplan vom potenziellen Bedarf in den vordringlichen Bedarf hochgestuft. „Damit wird auch insgesamt die wichtige internationale Schienenverbindung von Nürnberg über die Murrbahn und die Gäubahn bis nach Zürich gestärkt. Hierzu ist auch eine partielle Zweigleisigkeit auf der teilweise eingleisigen Strecke erforderlich“, sagte Minister Hermann. Der Ausbau der Gäubahn zwischen Stuttgart und Singen ist bereits im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans.

Der Bund plant, die Murrbahn von Stuttgart über Backnang nach Nürnberg so auszubauen, dass darauf mit Neigetechnikzügen höhere Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h gefahren werden können.

Minister Hermann sagte, dass aus Sicht des Landes auch die sogenannte Remsbahn von Stuttgart über Schorndorf und Aalen nach Nürnberg dringend ausgebaut werden sollte. „Da der Bund diese Bahnstrecke nicht in den vordringlichen Bedarf aufgenommen hat, wollen wir zusammen mit der Region und den kommunalen Partnern dafür sorgen, dass dieses Ausbauvorhaben aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) gefördert wird.“

Der Minister erklärte weiter: „Überfällig war auch die Hochstufung des Streckenausbaus Appenweier-Kehl. Mit wenigen Kilometern Ausbau kann dort der Verkehr auf der Hochgeschwindigkeitsverbindung Paris-Stuttgart deutlich beschleunigt werden.“ Der Bund beziffert die Kosten für diesen Ausbau auf 79 Millionen Euro.

Abschließend sagte Minister Hermann: „Auch für den bedeutenden Bahnknoten Mannheim ist es sehr wichtig, dass der Ausbau in die höchste Planungsstufe kommt.“ Die Gesamtkosten für die verschiedenen Einzelprojekte rund um die nordbadische Metropole liegen bei gut einer Milliarde Euro.

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