Elektromobilität

Minister Hermann betont Machbarkeit der Elektromobilität

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Im Rahmen des 6. Bund-Länder-Tages zur Elektromobilität in Berlin hat Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann am 5. März 2015 die Fortschritte auf diesem Feld in seinem Bundesland aufgezeigt. „Bereits jetzt fahren in Baden-Württemberg 20 Prozent aller deutschen Elektromobile“, berichtete Hermann bei der Veranstaltung im Bundesverkehrsministerium. Die Landesregierung habe sich außerdem zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 den Anteil von Fahrzeugen mit Elektroantrieb auf den Straßen in Baden-Württemberg auf 200.000 zu erhöhen, so der Minister.

Zu den Maßnahmen des Landes gehöre auch eines von vier vom Bund geförderten „Schaufenster Elektromobilität“: „Mehr als 100 Partner sind dazu in 37 geförderten Einzelprojekten mit einem Gesamtvolumen von rund 110 Millionen Euro beteiligt“, so Hermann. Die Landesregierung fördere die Elektromobilität zusätzlich im Rahmen der Landesinitiative Elektromobilität Baden-Württemberg II im Zeitraum von 2012 bis 2015 mit insgesamt 50 Mio. Euro und folgenden fünf Maßnahmen: 

  • Maßnahme Strukturwandelberatung und Beratungsgutschein mit 3 Mio. Euro
  • Maßnahme Forschungs- und Transferförderung mit 30 Mio. Euro
  • Maßnahme Beschaffungsinitiative mit 11,75 Mio. Euro
  • Maßnahme Ausbau Wasserstoffinfrastruktur mit 4 Mio. Euro
  • Maßnahme Demonstrationsprojekte Elektromobilität im ländlichen Raum und zum Themenfeld Pendlerströme mit 1,5 Mio. Euro.


Hermann fordert Bund zum Handeln auf

„Die Lehre ist: Elektromobilität ist machbar! Wir sind aber keineswegs am Ziel, wir wollen sie bis 2020 flächendeckend im Land nutzbar machen“, so Hermann weiter. „Dazu muss die öffentliche Hand ihr Engagement entschlossen und gezielt fortsetzen, und zwar auf allen Ebenen – sei es kommunal, auf der Landes- wie auch auf der Bundes- und der europäischen Ebene.“

Dementsprechend rief der Minister den Bund auf, ebenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen. „Mit dem vorliegenden Elektromobilitätsgesetz wird sich das von der Bundesregierung formulierte Ziel von 1 Mio. Elektrofahrzeugen im Jahr 2020 kaum realisieren lassen.“ Rahmenbedingungen für den Markthochlauf müssten hergestellt bzw. angepasst werden, forderte Hermann. Als Beispiele nannte er die Förderung des Aufbaus einer auf Elektromobilität ausgerichteten Infrastruktur sowie die öffentliche Beschaffung entsprechender Fahrzeuge.

Weitere Informationen:

Elektromobilität in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart