Mobilitätsstationen

Mobilitätsstationen in Offenburg eröffnet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mobilitätsstationen Offenburg eröffnet

Am Dienstag, den 23.06.2015, wurden in Offenburg die ersten vier sogenannten Mobilitätsstationen zur Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel eröffnet. Die Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, Gisela Splett MdL, lobte die Stadt im Ortenaukreis für die Verwirklichung dieses Projekts: „Mit der Umsetzung ihres Konzepts sind Sie wirklich Vorreiter für eine neue Mobilität. Heute schon findet dieses Projekt landes- und bundesweit Beachtung. Die Idee der Mobilitätsstationen ist voll auf der Höhe der Zeit.“

Seit 2012 hat Offenburg das Konzept zum Aufbau eines Netzes von Mobilitätstationen in der Stadt und in der Umgebung entwickelt. Die Stationen dienen als Ausgangspunkt oder Verknüpfungspunkt, an dem sowohl Autos als auch Fahrräder zur Verfügung stehen. Die Autos sollen dabei in Form von Car-Sharing angeboten werden. Die Fahrräder können in einem öffentlichen Miet-System zur Verfügung gestellt werden.

„Die Mobilitätsstationen können sich auf große Trends im Mobilitätsverhalten der Menschen stützen“, erläuterte Staatsekretärin Splett. „Die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel nimmt zu, Fahrrad und Bahn erobern Marktanteile. Das Auto wird gleichzeitig vom Statussymbol zu einem von mehreren Verkehrsmitteln. Car-Sharing boomt dafür in den großen Städten. `Nutzen statt besitzen` liegt im Trend.“

2013 hatte die Stadt damit begonnen, die vier Pilot-Stationen zu planen. Das MVI hat diese in Höhe von 115.000 Euro anteilig gefördert. „Wir tun das, weil wir glauben, dass dieses Projekt und unser Vorhaben, Baden-Württemberg zur Pionierregion für nachhaltige Mobilität zu machen, bestens zusammenpassen. Davon profitieren Mensch, Klima und Umwelt, aber auch die Wirtschaft als Anbieterin zukunftsfähiger Produkte und Dienstleistungen“, sagte die Staatssekretärin. 

2014 wurde mit der Realisierung der Mobilitätsstationen begonnen. In einer weiteren Stufe soll bis 2016 untersucht werden, wie gut die Menschen diese neuen Angebote annehmen. Sobald die Akzeptanz in den ersten Betriebsjahre bewertet sind, soll auf der Grundlage der Ergebnisse über die Realisierung dreier weiterer Standorte in den beiden neuen großen Wohngebieten „Seitenpfaden“ und „Alte Spinnerei/Mühlbach“ sowie „Freizeitbad“ (2017/2018) entschieden werden. Danach könnte dann eine zweite und dritte Ausbaustufe bis 2035 realisiert werden.

Zudem wird erwogen, bei einer erfolgreichen Entwicklung, in allen Stadt- und Ortsteilen sowie Gewerbegebieten zumindest jeweils eine Mobilitätsstation einzurichten. Dabei soll mit den interessierten Nachbargemeinden und dem Eurodistrikt Straßburg-Ortenau eine Grundlage für ein einheitliches Betreiber-System für die Car-Sharing-Fahrzeuge sowie die Fahrräder und Pedelecs (Fahrräder mit Elektro-Unterstützung) im öffentlichen Miet-System gefunden werden. Letztendlich ist angestrebt eine einheitliche „Mobilitätskarte“ für die Ortenau und den Eurodistrikt zur grenzüberschreitenden Nutzung der Mobilitätsstationen unter Einbeziehung der Verkehrs- und Tarifverbünde einzuführen. 

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart