Nachhaltige Mobilität

Neue Mobilität – Baden-Württemberg bewegt nachhaltig

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Nachhaltige Mobilität Neue Mobilität – Baden-Württemberg bewegt nachhaltig

„Nachhaltige Mobilität ist für alle möglich und für alle ein Gewinn“ – Unter diesem Motto veranstaltet das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur (MVI) am 24. und 25. April seinen Kongress „Neue Mobilität – Baden-Württemberg bewegt nachhaltig“ im Stuttgarter Haus der Wirtschaft. 

„Nachhaltige Mobilität hat viele Dimensionen – im Kern geht es aber immer um Innovationen“, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann, der am 25. April zum Thema „Neue Mobilität und wirtschaftlicher Erfolg“ sprechen wird. „Ob bei alternativen Fahrzeugantrieben, bei Fahrassistenzsystemen oder beim autonomen Fahren, ob bei der Weiterentwicklung des ÖPNV, bei der Vernetzung der Verkehrsträger oder auch bei Radschnellwegen – überall wird entwickelt und geforscht. Mit unserem Hochschulfinanzierungsvertrag oder aktiver Innovationsförderung sorgt die Landesregierung hierbei für ein Klima, das Kreativität und Neuentwicklungen begünstigt. Damit wollen wir Baden-Württemberg zu einer Pionierregion für nachhaltige Mobilität machen.“

Landesverkehrsminister Winfried Hermann bei der Eröffnung der Veranstaltung: „Das Ziel ist kein geringeres als Nachhaltige Mobilität für alle. Hunderttausende Baden-Württembergerinnen und Baden-Württemberger haben sich bereits auf den Weg gemacht, die Nutzerzahlen von Rad und Bahn steigen. Um diesen Trend weiter zu unterstützen, wollen wir nachhaltige Verkehrsarten wie Bus, Bahn, Rad, Elektromobilität oder Car-Sharing und Mitfahrgelegenheiten flächendeckend zugänglich und bezahlbar machen. Nachhaltige Mobilität ist multimodal und vernetzt, sie sichert Wahlfreiheit und gute Angebote.“ Baden-Württemberg stellt sich als Pionierregion für nachhaltige Mobilität auf. Staatssekretärin im MVI, Gisela Splett, MdL sieht neben den positiven Effekten für die Umwelt darin auch eine Chance für die Wirtschaft: „Es gibt zahlreiche neue Trends im Bereich der Mobilität, auf die die Unternehmen im Rahmen ihrer Angebotspalette reagieren müssen. Diese Herausforderungen bieten gleichzeitig die Chance, neue und entstehende Märkte durch überzeugende Innovationen mitzugestalten und Marktführerschaft zu übernehmen.“ 

Minister Hermann beschrieb in seiner Rede neben den bereits ergriffenen Maßnahmen auch die nächsten Schritte. Um die Elektromobilität auszuweiten forderte er, die Infrastruktur zu stellen: „Wir brauchen 2000 Ladesäulen im Land, damit man nirgends weiter als 10 km von der nächsten Lademöglichkeit entfernt ist. Und wir müssen mehr Parkplätze für Elektroautos umsonst oder sogar exklusiv machen – nicht nur ein paar Dutzend, sondern zehntausende.“ Im öffentlichen Verkehr forderte er, mittelfristig ein Mobilitätsversprechen einzugehen: „Bahnen und Busse werden dann genutzt, wenn sie ein verlässliches Gesamtsystem darstellen. In 10 Jahren sollte man sich in jeder Ortschaft des Landes darauf verlassen können, zwischen 5 und 24 Uhr eine mindestens stündliche ÖPNV-Anbindung zu haben – ob mit Bahn, Bus oder im ländlichen Raum auch mit innovativen Rufbussystemen.“

Auf dem Kongress diskutieren Staatssekretärin Splett wie auch Minister Hermann mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Potenziale und Herausforderungen neuer Mobilität und deren Umsetzung in die Praxis. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Landes- und Kommunalpolitik, Verbänden, Wirtschaft und Medien werden Trends, innovative Technologien und Dienstleistungen, zukunftsfähige Mobilitätskonzepte für den urbanen und ländlichen Raum, inter- und multimodale Vernetzung, Güterverkehr und Infrastruktur erörtert. Informationen, Bild- und Videoimpressionen werden nach dem Kongress auf der Homepage bereitgestellt: www.kongress-neue-mobilitaet.de.

Hintergrund: Strategie des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur 

Im Rahmen der Eröffnung des Kongresses stellte Minister Hermann die dazugehörige Strategie „Nachhaltige Mobilität – für alle“ des Verkehrsministeriums vor: „Unsere bisherige Mobilität ist nicht nachhaltig. Sie beeinträchtigt viele Menschen; schließt Alte, Kinder, gehandicapte und sozial schlechter gestellte Menschen vielfach sogar aus. Sie macht unsere Städte und Gemeinden unwirtlich, sorgt für schlechte Luft. Verkehrslärm raubt vielen den Schlaf. Sie fordert zu viele Tote und Verletzte. 70 Menschen sterben durchschnittlich jeden Tag auf den Straßen der EU-Länder. Mit einer Nachhaltigen Mobilität verbinde ich weniger Lärm, weniger Abgase und mehr Lebensqualität. Alternative Mobilitätsformen gibt es schon viele. Jetzt ist es an uns, das, was vielerorts schon erfolgreich funktioniert, zu einer breiten Entwicklung zu machen“, sagte Minister Hermann weiter. Vier Leitbilder der Strategie stecken den Rahmen, wie Mobilitätspolitik vorangebracht werden soll und Baden-Württemberg zur Pionierregion für Nachhaltige Mobilität wird:

1. Nachhaltige Mobilität nutzt die beste Technik und vernetzt alle Verkehrsmittel.
2. Nachhaltige Mobilität ist Motor für Beschäftigung und Innovation.
3. Nachhaltige Mobilität steht in Einklang mit Mensch und Umwelt.
4. Nachhaltige Mobilität stärkt Lebensqualität in unsren Siedlungen.

Die Strategie „Nachhaltige Mobilität – für alle“ gibt es als Download hier.

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