Flächen

Ostfildern setzt verstärkt auf Innenentwicklung

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Gisela Splett, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg, hat Ostfildern besucht. Im Herbst war das Gewerbegebiet Ostfildern-Kemnat mit 20.000 Euro in das Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ aufgenommen worden. Mit ihrem Vor-Ort-Besuch suchte die Staatssekretärin den aktiven Austausch mit den AkteurInnen der Flächennutzung und BürgerInnen.

Im Gespräch mit Oberbürgermeister Bolay, GemeindevertreterInnen, interessierten BürgerInnen und Mitgliedern des Aktionsbündnisses „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ lobte Splett die bisherigen Bemühungen der Stadt, die vorhandenen Gewerbeflächen besser und zukunftsfähig zu nutzen, betonte aber gleichzeitig: „Flächenmanagement ist eine Daueraufgabe, mit immer wieder neuen Fragestellungen.“ Gerade das Thema Gewerbeflächen werde vielerorts noch zu wenig bei der Innenentwicklung berücksichtigt, dabei sei dieser Themenkreis für die Strategien zur Reduzierung des Flächenverbrauchs von essentieller Bedeutung. Oft gebe es nämlich ausreichend Gewerbeflächenreserven, aber nicht immer am richtigen Ort und mit dem richtigen Zuschnitt. „Es gilt, Wege zu finden, wie vorhandene Gewerbeflächen effizienter genutzt werden können. Das spart auch Erschließungs- und Unterhaltskosten. Wir unterstützen die Kommunen gerne bei dieser gemeinsamen Zukunftsaufgabe von Kommunen und Land Baden-Württemberg“, so die Staatssekretärin.

Derzeit wird ein Konzept erarbeitet, wie eine Innenentwicklung im Gewerbegebiet aussehen könnte. Unter Beteiligung ansässiger Unternehmen sollen dann Ideen zur Umsetzung entwickelt werden. So könnten zum Beispiel ungenutzte und untergenutzte Flächen und Gebäude reaktiviert, einzelne Parzellen zu einer attraktiven Ansiedlungsfläche zusammengelegt oder bereits bestehende Gebäude saniert werden. Auch das Erscheinungsbild des Gebietes könnte nach außen aufgewertet werden, etwa durch die Gestaltung des Siedlungsrandes oder die Anbindung an bestehende Grünflächen. Mit Hilfe des Förderprogramms soll es gelingen, potenzielle neue Investoren in dem bereits bestehenden Gewerbegebiet anzusiedeln. Die Gesamtkosten von 40.000 Euro des mit einem Jahr Laufzeit veranschlagten Projekts werden vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur mit 20.000 Euro gefördert. Im Einzelnen sollen Konzepte zur Städtebauentwicklung, Freiraumnutzung und zum Standortmarketing unterstützt werden.

Bei dem 2010 eingeführten Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“, das 2012 thematisch erweitert und aufgestockt wurde, werden Vorhaben gefördert, die in besonderem Maße den Zielen der Innenentwicklung, der Senkung des Flächenverbrauchs, sowie der Schaffung attraktiver kompakter Siedlungsmuster mit zukunftsweisenden Strukturen Rechnung tragen. Bei der Förderrunde 2012 wurden 27 Kommunen und ein Landkreis mit insgesamt rund 620.000 Euro gefördert.

Im 2004 gegründeten „Aktionsbündnis Flächen gewinnen“ sind alle gesellschaftlichen Gruppen vertreten, die mit Flächeninanspruchnahmen befasst sind (wie z. B. die kommunalen Landesverbände, Umweltverbände, Wirtschaftsverbände, Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände, das Altlastenforum, die Architektenkammer, die Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen, die Arbeitsgemeinschaft der Sanierungs- und Entwicklungsträger Baden-Württemberg).

Quelle:

Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Bauarbeiter legen mit ihrer Teermaschine einen neuen Straßenbelag.
B 462

B 462: Fahrbahnsanierung Forbach–Gernsbach-Hilpertsau abgeschlossen

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
MOVERS

Neues Radfahrabzeichen BW stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

Überwachsene Bahnschienen führen in die Ferne.
Schiene

Reaktivierung von Schienenstrecken: Land schreitet fokussiert voran

Junge Menschen steigen aus einem Zug am Bahnsteig aus.
Mobilität

Städte und Gemeinden machen ihre Verkehrsangebote mit Mobilstationen sichtbarer

Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen halten ihre Urkunde hoch, mit Staatssekretär Rainmund Haser.
Fußverkehr

Fußverkehrs-Checks 2026: 15 Kommunen setzen sich für bessere Fußwege ein

Rückseite eines Fahrkartenautomates.
Schiene

Fahrkartenkauf aus einer Hand auch im Südwesten des Landes

Lkws auf einem Parkplatz (Bild: Fotolia.com/ B. Wylezich)
Niedrigwasser

Baden-Württemberg verlängert Erleichterungen für Lkw-Transporte

Ein Straßenwärter mit orangenen Klamotten läuft auf einer Brücke.
Brücken

Taskforce treibt Ersatzneubau der Kochertalbrücke bei Unterkochen voran

Eine Frau schließt ihr Fahrrad ab an einem Radstellplatz.
Mobilität

Für mehr und bessere Rad-Stellplätze entlang der Filstalbahn

Staatssekretär eröffnet die Straße durch das Schneiden eines Bandes.
Straße

L 600a bei Heidelberg: Leistungsfähige Verbindung wieder frei

Ein Mann fährt auf einem Fahrrad.
JobBike

40.000 JobBikes für Landesbeschäftigte

Straßenbegleitgrün
Straßenoasen

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen mit Fahrradhelm lächeln in die Kamera
Stadtradeln

Die Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Auf einer Autobahn fahren Lastwagen und Autos nebeneinander (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)
LKW

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Lkws auf einem Parkplatz (Bild: Fotolia.com/ B. Wylezich)
LKW

Baden-Württemberg erleichtert Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers