STRASSE

Pilotprojekt: Rheinbrücke Maxau mit hochfestem Beton

Berechne Lesezeit
  • Teilen
STRASSE Pilotprojekt: Rheinbrücke Maxau mit hochfestem Beton

Minister Hermann: Moderne Technologien sichern ein wichtiges Bauwerk

Die Rheinbrücke in Karlsruhe-Maxau wird zurzeit durch eine sechs Zentimeter dicke Platte aus ultrahochfestem Beton auf der Fahrbahn verstärkt. Hierdurch wird das Bauwerk für die gestiegene Verkehrsbelastung fit gemacht. Beim heutigen Besuch (18. Juni) auf der Baustelle unterstrich der Minister für Verkehr, Winfried Hermann (MdL), die hohe Bedeutung der Rheinbrücke. „Nicht nur die Stadt Karlsruhe, sondern die ganze Region ist abhängig von so einem Bauwerk, die auch in Zukunft noch trag- und leistungsfähig sein muss“, so der Minister.

Die Verstärkung der Rheinbrücke erfolgt mit ultrahochfestem Beton, einer in Deutschland neuartigen Bauweise an einer Brücke dieser Größenordnung. Bevor die Verstärkungsarbeiten an der Brücke beginnen konnten, musste zunächst die Eignung des Einbauverfahrens und die Rezeptur des Betons für eine fachgerechte Herstellung nachgewiesen werden. Um den Erfolg zu garantieren, müssen neben den gewünschten speziellen Materialeigenschaften auch die beim Einbau vorhandenen Umweltbedingungen berücksichtigt werden. Zu beachten sind die Lufttemperatur, die Temperatur der Stahlbrücke, der Wind und die Luftfeuchtigkeit müssen beachtet werden. Besonders wichtig ist die Temperaturentwicklung des Betons. Damit er beim Aushärten nicht zu warm wird und die erforderlichen Eigenschaften entwickeln kann, werden die Zuschlagstoffe wie Kies und Wasser vor dem Mischen des Betons bei Bedarf gekühlt.

Um diese vielfältigen Vorgaben zu erfüllen, wird die Einbaustelle mit einem klimatisierten Zelt vor ungünstigen Umwelteinflüssen geschützt. Weitere entscheidende Faktoren sind die beim Transport und Einbau des Betons verwendeten Spezialmaschinen, die von erfahrenen Fachleuten gesteuert werden. In den ultrahochfesten Spezialbeton werden beim Mischen Stahlfasern eingestreut, die nach dem Aushärten Zugkräfte im Beton aufnehmen werden. Damit die neue Betonplatte auch auf der bestehenden Fahrbahn aus Stahl haftet und somit Kräfte übertragen werden können, wird die Stahlplatte im Vorfeld mit einer speziellen Haftbrücke behandelt. Aufgrund der deutschlandweit neuartigen Technologie wird das Projekt von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) sowie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) wissenschaftlich begleitet.

Bei seinem Besuch konnte sich Minister Herrmann gemeinsam mit Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder vom Fortschritt der technisch anspruchsvollen Baumaßnahme überzeugen. Die künftige Fahrbahn auf dem nördlichen Teil des Brückenüberbaus ist damit fertiggestellt, die Stahlbauarbeiten für die Schutzeinrichtungen sind zurzeit im Gange. Es ist vorgesehen, im Juli den Verkehr auf den bis dahin fertiggestellten nördlichen Brückenüberbau zu verlegen und dann mit der Ertüchtigung im Bereich des südlichen Überbaus zu beginnen.

Hermann und Felder ließen sich die technischen Herausforderungen und deren Auswirkungen auf die Bauzeit erläutern. Der Minister dankte allen Beteiligten für ihre Bemühungen, dieses für den Verkehr in der Region so wichtige Projekt schnellstmöglich fertigzustellen, um die Verkehrsbehinderungen so kurz wie möglich zu halten. Er zeigte sich beeindruckt von dem komplexen Bauvorhaben: „Trotz aller technischen Herausforderungen kann dieses Bauvorhaben erfolgreich umgesetzt werden. Die Brücke wird noch einige Jahrzehnte dem Verkehr sicher dienen. Deshalb muss die Qualität der Arbeit stimmen.“

„Mit der gelungenen Betonage der nördlichen Fahrbahn sind wir dem nächsten Bauabschnitt trotz aller technischer Herausforderungen wieder einen großen Schritt nähergekommen“, sagte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder.

Bis zum Jahresende wird angestrebt, alle Arbeiten an der Rheinbrücke, die zu Verkehrsbeeinträchtigungen führen, abzuschließen.

Weitere Meldungen

Die Absolventen der Straßenwärterprüfung, zusammen mit Minister Nicole Razavi
Straße

44 neue Straßenwärterinnen und Straßenwärter für Baden-Württemberg

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
VerkehrsInfo BW

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig: Land unterstützt Neubau mit 12,9 Millionen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der Mühlbachstrasse
Eislingen

Mühlbachtrasse legt Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen

Radfahrer auf dem Badischen Weinradweg in den Reben oberhalb von Freiburg - Sankt Georgen mit Blick auf die Stadt Freiburg.
Rad

Mehr Qualität auf Radreisen: Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Zug auf Gleisen mit Frankreich-Flagge im Hintergrund.
Deutschlandticket

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Neubau

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
LEFG

18 Millionen Euro vom Land für sichere Schieneninfrastruktur

Illustration. Ein autonom fahrendes Auto steht an einem Zebrastreifer und lässt Fußgänger:innen passieren.
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit