Straßenoasen

Preisverleihung des Wettbewerbs „Straßenoasen“

Zum sechsten Mal hat das Ministerium für Verkehr besonders gelungene Umgestaltungen von Verkehrsflächen zugunsten des Klimaschutzes oder dem Erhalt der Artenvielfalt prämiert.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Straßenrand mit blühenden Blumen und Gräsern.

Die feierliche Preisverleihung des Wettbewerbs „Straßenoasen“ fand am Mittwoch in Stuttgart statt.

Bewusstsein für Arten- und Klimaschutz schaffen

Mit den prämierten Flächen haben die Landkreise und Städte ein kleines, aber wichtiges Zeichen für den Klimaschutz und den Erhalt der Artenvielfalt gesetzt. Staatssekretärin Elke Zimmer sagte bei der Preisverleihung: „Ich bin beeindruckt vom Engagement, mit dem die Straßenoasen gestaltet wurden. Die Kommunen haben sehr viel Sorgfalt und Kreativität bewiesen. Die naturnahen Flächen sind nicht nur ein echter Hingucker, sondern stärken zusätzlich das Bewusstsein für die Umwelt und leisten einen Beitrag zum Erhalt unserer Artenvielfalt.“

Vertreterinnen und Vertreter der zehn Gewinnerkommunen kamen nach Stuttgart, um dort ihre Auszeichnung in Form einer Urkunde entgegenzunehmen. Zudem erhalten alle 20 Kommunen und Landkreise, die erfolgreich am Wettbewerb teilgenommen haben, eine Tafel, die die Fläche künftig als „Straßenoase“ kennzeichnet. Diese Tafel soll die Bedeutung der Umgestaltung unterstreichen und das Bewusstsein für nachhaltige Stadtgestaltung fördern.

Ostalbkreis und Überlingen auf den ersten Plätzen

Der Ostalbkreis belegte bereits zum zweiten Mal in Folge den ersten Platz in der Kategorie Artenschutz. Die Gewinner-Fläche wurde im Zuge der Verlegung einer Kreisstraße rekultiviert. Als Ergänzung zum alten Baumbestand wurden dabei Feldgehölze und Obstbäume gepflanzt. Zudem wurden Lebensstätten für Insekten, Reptilien und Kleinsäuger geschaffen. Die Straßenmeisterei Ellwangen unterstützte das Projekt, wodurch die Auszubildenden wertvolle Einblicke in den Schutz der natürlichen Vielfalt erhielten.

In der Kategorie Klimaschutz überzeugte die Gemeinde Überlingen durch ein Projekt, das aus mehreren Teilflächen besteht. Für eine möglichst diverse und veranschaulichende Flächenwirkung wurden auf den insgesamt sechs Flächen unterschiedliche klimaregulierende und biodiversitätsfördernde Strategien angewandt. Eine der Flächen wurde beispielsweise zum trockenheitstoleranten Staudenbeet umgestaltet. Nicht zuletzt wurde die Fachjury durch das umfangreiche Pflegekonzept und das Engagement der rund 15 ehrenamtlichen Helfer überzeugt.

Klimaschutz durch verschiedene Maßnahmen

Die weiteren Plätze gingen im Bereich Klimaschutz an:

Artenschutz in der praktischen Anwendung

Die weiteren Plätze gingen im Bereich Artenschutz an:

„Straßenoasen“ ersetzen „Blühende Verkehrsinseln“

Der Wettbewerb „Straßenoasen“, ehemals „Blühende Verkehrsinseln“, ist eine der Aktivitäten des Verkehrsministeriums im Rahmen des „Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt“ und wurde erstmals 2019 ausgelobt. Durch den Wettbewerb sollen Kommunen ermutigt werden, Verkehrsflächen nicht nur funktional, sondern auch ökologisch und klimafreundlich zu gestalten. Zudem sollen die umgestalteten Verkehrsflächen Inspiration für Anwohnerinnen und Anwohner sein, um auch im eigenen Garten Maßnahmen zum Arten- und Klimaschutz umzusetzen.

Weitere Meldungen

Verkehrsminister Winfried Hermann
Veranstaltung

Online-Dialog mit Verkehrsminister Winfried Hermann

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“