Mobilität

Rettungsschirm Carsharing startet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Verkehrsminister Winfried Hermann präsentiert den Scheck für den Rettungsschirm Carsharing. v.l.n.r.: Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter im Verkehrsministerium, Verkehrsminister Winfried Hermann, Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Bundesverbands CarSharing e.V.
v.l.n.r.: Christoph Erdmenger, Abteilungsleiter im Verkehrsministerium, Verkehrsminister Winfried Hermann, Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Bundesverbands CarSharing e.V.

Minister Hermann: Carsharing wird schon heute von 100.000 Menschen in Baden-Württemberg genutzt und ist für das Verkehrssystem unverzichtbar

Die Carsharing-Anbieter in Baden-Württemberg wurden von den Auswirkungen der Corona-Krise hart getroffen. Daher gewährt das Land finanzielle Unterstützung, um so eine Reduzierung der Fahrzeugflotte und der Standorte abzuwenden. Derzeit gibt es etwa 300 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg mit einem Carsharing-Angebot. In vielen Städten würde diese Mobilitätsoption ohne den Rettungsschirm ganz oder teilweise entfallen. Um dies zu verhindern, hat Verkehrsminister Winfried Hermann, MdL, heute die finanziellen Mittel für einen Rettungsschirm Carsharing bereitgestellt: „Wir stabilisieren damit eine junge Mobilitätsbranche, deren Dienstleistung heute schon für 100.000 Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg essentiell ist und die Straßen von mehr als 50.000 Privatautos entlastet“, so Hermann.

Gunnar Nehrke, Geschäftsführer des Bundesverbands CarSharing e.V.: „Dank des Carsharing-Rettungsschirms können wir die einzigartige Carsharing-Landschaft in Baden-Württemberg mit vielen CarSharing-Stationen auch in kleinen Gemeinden und im Ländlichen Raum durch die Krise bringen. Mit dem Rettungsschirm für CarSharing schafft das Land Baden-Württemberg so auch die Voraussetzungen für die Weiterentwicklung nach der Corona-Epidemie.“

Der Rettungsschirm in Höhe von 3,8 Millionen Euro wird operativ durch den Bundesverband CarSharing umgesetzt. Minister Hermann übergab am heutigen Tag auf dem Schlossplatz in Schwetzingen in Anwesenheit zahlreicher Vertreterinnen und Vertreter der Carsharing-Branche im Land symbolisch den Förderbescheid zur Umsetzung des Vorhabens an den Bundesverband Carsharing. „Vor zwei Wochen hat das Landeskabinett die finanziellen Voraussetzungen für den Rettungsschirm geschaffen. Wäre die Carsharing-Branche in die Knie gegangen, hätten wir unsere Ausbaupläne um viele Jahre zurückstecken müssen. Stattdessen wollen wir ein mittelfristiges Wachstum auf 50.000 Fahrzeuge bis 2030 ermöglichen“, sagte Hermann.

Ab sofort können Carsharing-Anbieter, die im Zuge der Corona-Pandemie massive Umsatzeinbußen erlitten haben, über den Bundesverband Carsharing Erhaltungsprämien für einen Teil ihrer Fahrzeugflotte beantragen. Die Erhaltungsprämie beträgt 4.000 Euro pro gefördertem Fahrzeug. Winfried Hermann ist sich sicher: „Das Carsharing-Angebot ist für das Verkehrssystem unverzichtbar. Und mit der Unterstützung des Bundesverbands Carsharing retten wir nicht nur die Carsharing-Standorte im Land, sondern sichern auch eine nachhaltige Alltagsmobilität vielen Bürgerinnen und Bürger.“

Gunnar Nehrke hofft auf eine Signalwirkung über die Grenzen des Bundeslandes hinaus: „Die von der Landesregierung auf den Weg gebrachte Förderung erkennt erstmalig an, dass Carsharing Teil der systemrelevanten Verkehrsinfrastruktur ist und im Interesse des Allgemeinwohls erhalten werden muss. Der Bundesverband CarSharing hofft, dass sich andere Länder und die Bundespolitik an diesem Signal aus Baden-Württemberg orientieren.“

Weitere Meldungen

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schiene

Zusätzliche 26 Coradia-Max-Züge für Baden-Württemberg

Ein Passagierzug des Typs Lint 54 fährt auf einer Schiene.
Qualität

Schiene: Verbesserungen für die Fahrgäste dringend notwendig

bwshuttle
bwshuttle

Land fördert fünf neue bwshuttle-Angebote

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
Rad

Landesbedienstete fest im Sattel: 5 Jahre JobBike BW

Ein Bus unterwegs auf einer Landstraße.
Regiobus

In 2026: bwregiobus-Netz wächst auf 52 Linien an