Straßenerhalt

Staatssekretärin Splett: Land hat deutlich mehr Geld in Straßenerhalt investiert

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Seit dem Regierungswechsel 2011 fließen deutlich mehr Mittel in den Erhalt und die Sanierung der Straßen in Baden-Württemberg als in den Jahren davor. Dies geht aus einer Zwischenbilanz des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur zum Erhaltungsmanagement an Bundes- und Landesstraßen hervor, die Verkehrsstaatssekretärin Gisela Splett, MdL am Montag in Stuttgart vorlegte. Demnach stiegen die Investitionen für den Erhalt der Landesstraßen auf 77 Mio. Euro im Jahr 2013. Im Etat sind sogar 100 Mio. Euro veranschlagt, die jedoch aufgrund von Rückzahlungsverpflichtungen aus Investitionsprogrammen der Vorgängerregierung nicht voll zur Verfügung stehen.

2013 sind für die Sanierung der Bundesstraßen 300 Mio. Euro und für die Sanierung der Landesstraßen 77 Mio. Euro bereit gestellt. Mit diesen Mitteln realisiert die Landesstraßenbauverwaltung Erhaltungsmaßnahmen auf 336 km Bundes- und 131 km Landesstraßen. Zusätzlich werden 123 Ingenieurbauwerke im Zuge der Bundesstraßen und 49 Ingenieurbauwerke im Zuge der Landesstraßen saniert.

Zu den Erhaltungsmaßnahmen zählen die Sanierung der Fahrbahndecken, der Bankette und der Entwässerungseinrichtungen, die Sicherung von Böschungen und die Sanierung nach Hangrutschungen, die Instandsetzung von Brücken und Tunneln, der Bau von Amphibien- und Kleintierschutzmaßnahmen sowie Verbesserungen des Lärmschutzes.

Staatssekretärin Splett unterstrich: „Unser Ziel ist es, dass die Verkehrsinfrastruktur als großer Vermögenswert des Landes gesichert und die Mittel für den Straßenerhalt effektiv und ressourcensparend eingesetzt werden. Zugleich sollen der Naturschutz und der Schutz der Menschen vor Verkehrslärm einen höheren Stellenwert bekommen.“

Im Haushaltsjahr 2013 wurden die Bauprogramme für die Sanierungsmaßnahmen in den Regierungspräsidien erstmals anhand der neu erarbeiteten Dringlichkeitslisten erstellt. Nach einer Übergangsphase im Jahr 2013 werden von 2014 an die Erhaltungsprogramme entsprechend der landesweiten Priorisierung erstellt. Allerdings werden auch künftig Sanierungsmaßnahmen nicht allein nach dieser Vorgabe durchgeführt; insbesondere wird auf besondere Ereignisse (Stichwort Unwetter, Hangrutschungen) reagiert.

Um den Ressourcenverbrauch einzudämmen, erprobt die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg verstärkt Asphaltbauweisen, die einen hohen Recyclinganteil aufweisen. Gemäß dem Ziel, möglichst viele Straßen preiswert und ressourcenschonend zu erhalten, werden in Zukunft Bauweisen mit erhöhtem Recyclinganteil angewandt. In den Jahren 2011 und 2012 wurden verschiedene Sonderbauweisen an Pilotstrecken im Zuge von Landesstraßen untersucht. 2014 soll in einer zweiten Phase die Hälfte aller Erhaltungsmaßnahmen als Pilotstrecken für Maximalrecycling mit einer Recyclingquote von bis zu 90 % an Landesstraßen vorgesehen werden. Für Bundesstraßenmaßnahmen werden ebenfalls einzelne Pilotstrecken beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung für 2014 beantragt.

Dem Lärmschutz kommt künftig auch bei Erhaltungsmaßnahmen größere Bedeutung zu.

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart