Fluglärm

Staatssekretärin Splett will im Fluglärmstreit mit der Schweiz Taten vom Bundesverkehrsminister sehen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

„Ich freue mich, dass Herr Dobrindt nach weit über einem Jahr Amtszeit die Fluglärmfrage in Südbaden entdeckt hat und dazu das Gespräch mit den Menschen vor Ort sucht. Ich freue mich auch über seine Zusage, die Interessen Südbadens vollumfänglich wahrnehmen zu wollen. Noch mehr würde ich mich aber freuen, wenn solchen Worten auch Taten der Bundesregierung folgen würden. Die vermissen wir in Stuttgart nämlich schon seit Jahren. Herr Dobrindt kennt die „Stuttgarter Erklärung“. Er weiß deshalb auch, was zu tun ist.“

Staatssekretärin Splett erinnert daran, dass die Bundesregierung trotz mehrfacher Forderungen der Landesregierung und der Region die deutschen Anflugbeschränkungen auf den Flughafen Zürich zum Schutz der Bevölkerung vor Fluglärm nicht verschärft hat, obwohl dies nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2013 möglich wäre. „Auch über das weitere Schicksal des von Herrn Ramsauer unterschriebenen, von Deutschland aber noch nicht ratifizierten Staatsvertrags mit der Schweiz von 2012 hüllt sich Herr Dobrindt in Schweigen. Bis heute vermissen wir die klare Ansage aus Berlin, dass der vorliegende Staatsvertrag so nicht ratifiziert werden wird“, kritisierte die Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung.

Sie zeigte sich auch enttäuscht über die mangelnde Kooperationsbereitschaft des Bundesministers Dobrindt mit dem Land und der Region: „Dass Herr Dobrindt mehrere, z.T. über ein Jahr zurückliegende Briefe der Landesregierung in der Fluglärmfrage, selbst einen von Herrn Ministerpräsident Kretschmann vom Oktober 2014, bis heute nicht beantwortet hat, ist für mich nicht nachvollziehbar.“

Splett warnt vor Ostanflugkonzept

Staatssekretärin Splett sieht die nächste Nagelprobe für Minister Dobrindt beim Schweizer Antrag für ein neues Betriebskonzept für den Flughafen Zürich, der dem deutschen Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung zur Prüfung vorliegt. Sie sagte: „Das neue Ostanflugkonzept würde für Südbaden noch mehr Fluglärm bedeuten. Ich erwarte deshalb, dass der Bundesverkehrsminister den Schweizer Antrag ablehnt. Die rechtliche und politische Verantwortung auch für diese Entscheidung liegt ausschließlich beim Bund.“

Verwundert zeigt sich Splett über die jüngsten Attacken des CDU-Spitzenkandidaten Wolf auf die Landesregierung vor dem Dobrindt-Auftritt am Hochrhein: „Herr Wolf erwartet offensichtlich nicht allzu viel von seinem Unions-Kollegen. Er will also vorsorglich von dessen Untätigkeit ablenken. Wenn Herr Wolf von der Landesregierung mehr Engagement bei einer grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung fordert, dann ignoriert er die Fakten: Denn wir haben die Schweiz bereits mehrfach hierzu aufgefordert. Sollte sie sich verweigern, kann aber nur der Bund eine Prüfung nach dem Espoo-Abkommen erzwingen. Auch hier gilt: Das Land ist im Sinne der Bevölkerung schon lange aktiv. Der Bund muss nun endlich auch aktiv werden.“

Weitere Meldungen

Straßenbegleitgrün
Straßenoasen

Wettbewerb „Straßenoasen“ geht in die nächste Runde

Vier Menschen mit Fahrradhelm lächeln in die Kamera
Stadtradeln

Die Sieger der STADTRADELN-Derbys stehen fest

Auf einer Autobahn fahren Lastwagen und Autos nebeneinander (Bild: Fotolia.com/ Gina Sanders)
LKW

Weitere Erleichterungen für Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Lkws auf einem Parkplatz (Bild: Fotolia.com/ B. Wylezich)
LKW

Baden-Württemberg erleichtert Lkw-Transporte wegen Niedrigwassers

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Fahrbahndeckenerneuerung

B 35 zwischen Bruchsal und Graben-Neudorf wird saniert

Straßenrand mit blühenden Blumen und Gräsern.
Naturschutz

Platz für Artenvielfalt: Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün

Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
E-Mobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz in Baden-Württemberg

Die Absolventen der Straßenwärterprüfung, zusammen mit Minister Nicole Razavi
Straße

44 neue Straßenwärterinnen und Straßenwärter für Baden-Württemberg

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
VerkehrsInfo BW

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig: Land unterstützt Neubau mit 12,9 Millionen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm