Flächenverbrauch

Weitere Gemeinden in das Landesprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ aufgenommen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Staatssekretärin Splett: Ziel ist die Nutzung innerörtlicher Potentiale

„Die Reduzierung des Flächenverbrauchs ist und bleibt ein wichtiges Ziel der Landesregierung. Daher freue ich mich, dass in einer zweiten Fördertranche weitere Kommunen an dem diesjährigen Förderprogramm ‚Flächen gewinnen durch Innenentwicklung‘ teilnehmen können“, erklärte Gisela Splett, MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehr und Infrastruktur, am 20.08.15 in Stuttgart. Nachdem in der ersten Tranche bereits 20 Anträge positiv beschieden wurden, werden nun weitere Vorhaben aus fünf Kommunen und – in einer Kooperation – zwei Landkreise vom Land gefördert. 
In den folgenden Kommunen werden nicht-investive Maßnahmen der Innenentwicklung in Wohn- und Gewerbegebieten vom Land finanziell unterstützt:

  • Gemeinde Durbach (Landkreis Offenburg): „Integrierte städtebauliche Entwicklung von Durbach und Mobilisierung zur Aktivierung von innerörtlichen Bauflächenpotenzialen“.
  • Gemeinde Gaienhofen (Landkreis Konstanz): „Innenentwicklungskonzept mit Freiflächenkataster für Gaienhofen, Hemmenhofen, Horn und Gundholzen“.
  • Stadt Niederstetten (Main-Tauber-Kreis): „Innenentwicklung = Rinderfeld + Streichental + Dunzendorf“.
  • Landratsämter Ostalbkreis und Landkreis Heidenheim: „Gewerbeentwicklungsforum Ostwürttemberg“
  • Gemeinde Pfronstetten (Landkreis Reutlingen): „Erstellung eines Ortsentwicklungskonzeptes zur Aktivierung bestehender Leerstände und untergenutzter Bereiche im Ortskern von Tigerfeld unter Beteiligung der Bürger“.
  • Gemeinde Starzach (Landkreis Tübingen): „Aufbau und Etablierung eines kommunalen Immobilienmanagements für kleinere Kommunen im ländlichen Raum“.

 

Hintergrund zum Thema Flächenverbrauch

„Der Trend des Flächenverbauchs durch Siedlung und Verkehr ist zwar rückläufig, jedoch müssen noch einige Anstrengungen unternommen werden, um das langfristige Ziel der Netto-Null zu erreichen“, erläuterte Staatssekretärin Splett. 

Der Flächenverbrauch in Baden-Württemberg wird für die Jahre 2013/14 mit 5,3 Hektar pro Tag (entsprechend 37 m² pro Minute) angegeben. Das ist deutlich weniger als 2012 mit 6,7 ha/ Tag und 2011 mit 6,3 ha/ Tag. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass durch die Umstellung des Liegenschaftskatasters auf ALKIS (Amtliches Liegenschaftskatasterinformationssystem) die Einarbeitung abgeschlossener, aber statistisch noch nicht erfasster Flurbereinigungsverfahren noch aussteht. Dadurch könnte sich Flächenverbrauchszahl noch leicht erhöhen. Langfristig geht der Flächenverbrauch jedoch zurück.

Die Bundesregierung will bis 2020 den Flächenverbrauch bundesweit auf 30 ha/Tag (derzeit ca. 73 ha/Tag) senken. Dieses Ziel hat die Konferenz der Chefs der Staatskanzleien der Länder und des Bundes im November 2013 einstimmig bekräftigt. Dies würde umgerechnet auf den Anteil Baden-Württembergs an der Fläche des Bundesgebietes (10 Prozent) einem landesweiten Flächenverbrauch von ca. 3 ha/Tag im Jahr 2020.

Allgemeine Informationen zum Förderprogramm

Das Land hat das Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ gemeinsam mit den kommunalen Landesverbänden Städtetag und Gemeindetag entwickelt. Seit Bestehen des Programms 2010 (nach einer Pilotphase im Jahr 2009) wurden mehr als 200 Projekte zur Innenentwicklung gefördert. 

Das Programm bietet Städten, Gemeinden, Landkreisen und Nachbarschaftsverbänden (ohne Beschränkung auf eine Gebietskulisse) eine Förderung nicht-investiver Vorhaben, um innerörtliche Entwicklungspotenziale im Hinblick auf den sparsamen Umgang mit Fläche zu mobilisieren. Damit werden Ideen, Konzepte und Vorplanungen unterstützt, die das Ziel einer kompakten, lebenswerten Siedlungsstruktur sowie attraktiver Ortskerne mit guter Nahversorgung der Menschen und kurzen Wegen verfolgen. Bei diesen Planungsprozessen haben nicht nur unmittelbar Betroffene, sondern alle gesellschaftlichen Gruppen die Möglichkeit zur Information und zur Mitwirkung.

Download Graphik: Täglicher Flächenverbrauch in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen

Fußgänger (Bild: ARTENS/ Fotolia.com)
Fußverkehr

Neue Strategie: Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mitfahren BW

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Schiene

Land stärkt kommunale Nebenbahnen – Verträge gelten rückwirkend für 2025

Viele Kinder freuen sich und halten ein Banner hoch.
MOVERS

Hermaringer Kinder holen den ersten Platz bei den „Schulwegprofis“

Ein Zug steht an einem Gleis des Stuttgarter Hauptbahnhofs.
Digitaler Knoten

Förderung: 340 Millionen Euro für digitalen Knoten Stuttgart