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Zentrale Überwachung der Straßentunnel

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Brenndes Auto im Tunnel in Darmsheim
Das RPS-Foto im Anhang zeigt den Brandversuch von Freitag, 24.06.2022.

Die Sicherheit der Straßentunnel in Baden-Württemberg wird Zug um Zug mit modernster Technik verbessert: Als erster wird seit Montag (27. Juni) der im Jahr 2018 eröffnete Tunnel Darmsheim im Landkreis Böblingen über eine zentrale Plattform überwacht. Weitere Tunnel im Land an Bundes- und Landesstraßen sollen folgen, um die Verkehrssicherheit in diesen Bauwerken weiter zu erhöhen.

„Die Einbindung des Tunnels in Sindelfingen-Darmsheim in die „Übergeordnete Leittechnik“ (ÜLT) ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer zentralen und sichereren Tunnelüberwachung in Baden-Württemberg. In den kommenden zehn Jahren kommen fast 40 Straßentunnel hinzu, der letzte soll im Jahr 2033 in das zentrale System eingebunden sein. Ob Unfall, Brand oder technische Störung – Tunnel müssen gut überwacht werden, um schnell helfen zu können“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Die Stuttgarter Regierungspräsidentin Susanne Bay ergänzte: „Nach dem erfolgreich durchgeführten Brandversuch am vergangenen Freitag sowie letzten funktionalen Tests der Tunnelsteuerung über das Wochenende steht einer 24-Stunden-Überwachung durch die Mobilitätszentrale Baden-Württemberg nichts mehr im Wege. So kann im Falle eines Brandes die Selbst- und Fremdrettung verbessert werden.“

Mit spezieller Schulung im Dreischichtbetrieb

Das Personal der Zentrale arbeitet im Dreischichtbetrieb, mit mindestens zwei Beschäftigten pro Schicht. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind speziell geschult, um im Ernstfall schnell und effizient zu handeln sowie die jeweils erforderlichen Maßnahmen einzuleiten – mit dem Anspruch, die höchstmögliche Sicherheit für die Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer zu gewährleisten.

Dafür wurde im Jahr 2001 das System der „Übergeordnete Leittechnik“ (ÜLT) bei der Mobilitätszentrale Baden-Württemberg in Betrieb genommen. Es hat sich in den vergangenen Jahren bewährt, wird laufend weiterentwickelt und ist nahezu ausfallsicher. Das Ziel ist es, nach und nach alle Tunnel im Land mit einer Länge von mehr als 400 Meter Länge in den kommenden Jahren auf die Verkehrsmanagementzentrale des Landes aufzuschalten, und zwar jeweils drei bis fünf Tunnel pro Jahr. Geschehen soll dies entsprechend dem Stand der Technik in dem jeweiligen Tunnel und dem Fortschritt der notwendigen technischen Nachrüstung.

Rechtliche Grundlage: Novelle des Straßengesetzes

Die Weichen für eine landesweite, zentrale Überwachung der Bundes- und Landesstraßentunnel wurden mit der Änderung des Straßengesetzes Baden-Württemberg Anfang des Jahres 2021 gestellt. Auf Grundlage dieser Gesetzesänderung wird die fachtechnische Kompetenz in einer Zentrale gebündelt. Die einzelnen Land- und Stadtkreise können damit dauerhaft von dieser Aufgabe entlastet werden. Mit dem 468 Meter langen Tunnel, durch den die Landesstraße 1182 als Nordumfahrung des Sindelfinger Stadtteils Darmsheim führt, hat nun die Umsetzung der zentralen Tunnelüberwachung des Landes begonnen.

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