Umwelt

Zumeldung zum Umweltgutachten 2020

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Schmale Landstraße zwischen Rapsfeld und Bäumen (Bild: Fotolia.com/ beatuerk)

Verkehrsminister Winfried Hermann: „Wir brauchen eine entschlossenere umweltfreundliche Verkehrspolitik“

Lärmschutzbeauftragter Thomas Marwein: „Auslösewerte für Lärm müssen abgesenkt werden“

Mit Blick auf das heute vom Sachverständigenrat für Umweltfragen veröffentlichte Umweltgutachten 2020 mit dem Titel „Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland und Europa“ fordert der Minister für Verkehr Baden-Württemberg, Winfried Hermann MdL, ambitioniertere Maßnahmen der Politik zur Vermeidung von CO2-Emissionen. Verkehrsminister Hermann hebt hervor: „In der aktuellen Corona-Krise, deren Bewältigung enorme Hilfsanstrengungen erfordert, liegt eine Gefahr aber auch eine historische Chance für die Zukunft und den Klimaschutz. Mit Konjunkturprogrammen müssen wir unsere Mobilität zukunftssicher umbauen. Klimaschutz duldet keinen Aufschub.“ Minister Hermann forderte: „Statt weiter wie gehabt, brauchen wir deutlich ambitioniertere Maßnahmen zur Vermeidung von CO2-Emissionen – und zwar sofort.“

Das Gutachten zeige viele Punkte auf, was wir jetzt verbessern können, so Hermann weiter. Dabei wird klar, dass das Gutachten im Kern im krassen Gegensatz zur autozentrierten Verkehrspolitik der Bundesregierung steht. Hermann: „Der Sachverständigenrat nennt viele Dinge, an denen wir im Verkehrsministerium in Baden-Württemberg bereits seit vielen Jahren arbeiten: mehr Rad- und Fußverkehr, mehr ÖPNV, weniger private und konventionell angetriebene Fahrzeuge, Geschwindigkeitsbeschränkungen, Parkraummanagement und vieles mehr. Statt immer mehr Autos brauchen wir attraktive Alternativen. Die Länder und die Kommunen allein werden das nicht schaffen. Es geht nur gemeinsam und mit massiver rechtlicher und finanzieller Unterstützung der Bundesebene.“

Auch der Lärmschutzbeauftragte der Landesregierung Baden-Württemberg, Thomas Marwein MdL, äußerte sich. Mit Blick auf die Forderung nach weniger Verkehrslärm für mehr Gesundheit und Lebensqualität sagte Marwein: „Dauerhafter Lärm macht krank! Die Lärmbelastung ist ungleich verteilt. Das spiegelt sich auch in den Mietpreisen wieder. Wohnraum entlang von lauten Straßen und Schienenwegen ist deutlich günstiger. Deshalb sind sozial benachteiligte Menschen oft stärker betroffen. Eine Anpassung der gesetzlichen Grundlagen ist überfällig. Die Auslösewerte müssen dringend bundesweit auf 65 Dezibel tags und 55 Dezibel nachts abgesenkt werden!“

Die Auslösewerte, die in der aktuellen Rechtsprechung herangezogen werden, liegen mit 70 dB(A) tags und 60 dB(A) nachts um fünf Dezibel höher. Marwein unterstrich: „Es reicht nicht, dass es eine verbindliche Lärmvorsorge nur für den Neubau und die wesentliche Änderung von Straßen und Schienenwegen gibt. Auch wer an bestehenden lauten Verkehrswegen wohnt, braucht ein gesetzliches Anrecht auf Schutz vor Lärm!“

Weitere Meldungen

Ein Mann mit Cap und eine Frau stehen vor einem Auto mit der Aufschrift DEINE MUTTER und haben schwarze T-Shirts an mit gelber Schrift "Deine Mutter..."
Team Vision Zero

Ein bekanntes Muster: Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Zwei Radfahrerinnen fahren auf dem Fahrradstreifen einer Straße.
Rad- und Fußwege

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege für Baden-Württemberg

Der Blick aus dem Inneren eines Tunnels auf das Tunnelende.
Straße

Tunnel Albstadt-Laufen: Mehr Sicherheit und moderne Technik auf der B 463

Handybildschirm mit dem CiCoBW-Ticket
bwegt

Nie mehr als 72 Euro: Land und Verbünde führen Preisobergrenze bei CiCoBW ein

Mehrere Radfahrer:innen fahren auf einem breiten Fahrradweg aneinander vorbei.
STADTRADELN

Baden-Württemberg startet mit Schwung ins STADTRADELN 2026

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Straßeninfrastruktur

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Minister Hermann und die Bine von bwegt klatschen sich ab
bwegt-Wanderweg

Eröffnung: 14. bwegt-Wanderweg Tübingen-Rottenburg

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Landesmobilitätsgesetz

Bilanz nach einem Jahr Landesmobilitätsgesetz

Älteres Ehepaar geht Gehweg entlang
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben