KLIMA

BW unterstützt EU-Klimaschutzkonzept „Fit for 55“

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Eiswaffel liegt auf dem Boden. Eiskugel, die aussieht wie die Erde liegt daneben und schmilzt langsam.

Verkehrsminister Hermann: Im Verkehr müssen die CO2-Emissionen endlich zurückgehen – neue Flottengrenzwerte als wichtiger Schritt

Baden-Württemberg unterstützt das Klimaschutzkonzept „Fit for 55“ der EU-Kommission. Ziel ist, den Ausstoß von Treibhausgasen in der EU bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu verringern und Europa bis 2050 klimaneutral zu machen. „Fit for 55“ sei mit Blick auf die Breite und Konsistenz der Klimaschutzmaßnahmen über alle Sektoren hinweg einmalig, erklärte Landesverkehrsminister Winfried Hermann am Freitag (17.12.) im Bundesrat. Es könne daher als historisches Klimaschutz-Paket bezeichnet werden. „Die Kommission legt unter anderem zentrale Bausteine für eine ökologische Transformation des Verkehrs in Europa vor - auf dem Weg zur Klimaneutralität!“ Gerade für den Verkehrsbereich sind die Vorschläge von großer Bedeutung. Denn der Verkehr ist in der EU der einzige Sektor mit seit 1990 steigenden Treibhausgasemissionen, sie machen fast 20 Prozent der Gesamtemissionen aus.

Konkret sprach sich Minister Hermann in der Länderkammer für ambitionierte Vorgaben zu den europäischen Flottengrenzwerten aus. „Aus dem Verkehrssektor kommt ein beträchtlicher Teil der CO2-Emissionen. Deshalb braucht es wirksame Flottengrenzwerte, um das Ziel 100 Prozent Null-Emissionen für neu zugelassene Pkw und leichte Nutzfahrzeuge vom Jahr 2035 an zu erreichen.“

Die Kommission habe ein richtiges Ziel gesetzt, so Minister Hermann weiter. „Von den kommenden Beratungen zu dem Vorschlag erwarte ich Klarheit hinsichtlich der Frage, ob der Etappenwert für das Jahr 2030 – im Flottenmix 55 Prozent weniger CO2-Emissionen für neue Pkw und 50 Prozent weniger für leichte Nutzfahrzeuge – ausreichend ist, um im Jahr 2035 den Zielwert von minus 100 Prozent bei Neuzulassungen zu erreichen. Schon jetzt ist deutlich, dass es weiterer Zwischenziele vor 2030 bedarf, um den Weg in die Klimaneutralität abzusichern.“ Außerdem müsse die noch für 2022 anstehende Verordnung zu den europäischen Flottengrenzwerte für schwere Nutzfahrzeuge zeitnah kommen. „Die EU-Kommission muss auch in diesem Bereich die CO2-Grenzwerte verschärfen“, betonte der Verkehrsminister.

Er führte vor dem Bundesrat weiter aus: „Damit die Flottengrenzwerte schon vor dem Jahr 2030 wirksamer werden, ist zu prüfen ob der für Fahrzeugflotten geltende besondere Anrechnungsmechanismus für Null- und Niedrigemissionsfahrzeuge nicht schon früher als von der Kommission jetzt vorgesehen wegfallen sollte.“

Minister Hermann begrüßte zugleich die Pläne der EU-Kommission, die Infrastruktur zum Laden und Betanken von Fahrzeugen mit klimaschonenden Antrieben europaweit auszubauen. Damit soll ein dichtes Netz von Infrastrukturen für alternative Kraftstoffe in der gesamten EU verfügbar und das Reisen mit Elektrofahrzeugen in Europa soll leichter möglich werden. Wichtig für den Klimaschutz seien auch die von der EU-Kommission vorgeschlagenen verbindlichen Mindestanforderungen an das Ladenetz für E-Fahrzeuge und das Tankstellennetz für Wasserstoff sowie die Ziele für die Versorgung Schiffen mit erneuerbarem Strom in Binnenhäfen und von Flugzeugen in Standpositionen auf den Flughäfen.

Verkehrsminister Hermann unterstrich in seiner Bundesratsrede: „Mit dem ‚Fit for 55‘-Paket ist der EU-Kommission ein sehr guter Aufschlag gelungen. Nun gilt es, das Paket durch ambitionierte Beschlüsse bei den Verhandlungen im Europäischen Rat abzusichern. Die Ampelregierung hat das erklärte Ziel formuliert, das Paket nach Kräften zu unterstützen. Die Bundesregierung wird Deutschland als starke Kraft für mehr Klimaschutz positionieren. Das ist auch notwendig. Die EU-Kommission wird bei den anstehenden Verhandlungen im Rat und mit dem Parlament Rückenwind brauchen.“

Weitere Meldungen

Straßenrand mit blühenden Blumen und Gräsern.
Naturschutz

Platz für Artenvielfalt: Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün

Ministerin Razavi überreicht den Förderbescheid.
E-Mobilität

Startschuss für Lkw-Ladenetz in Baden-Württemberg

Die Absolventen der Straßenwärterprüfung, zusammen mit Minister Nicole Razavi
Straße

44 neue Straßenwärterinnen und Straßenwärter für Baden-Württemberg

Verkehrsministerin Razavi steht neben Autos mit einem Handy in der Hand.
VerkehrsInfo BW

VerkehrsInfo BW mit neuen Funktionen und mehr Übersicht

Eine Gruppe aus verschiedenen Politikerinnen und Politikern schneiden auf einer Brücke ein Band durch.
Straße

Große Pflugfelder Brücke vorzeitig fertig: Land unterstützt Neubau mit 12,9 Millionen

Bauarbeiter arbeiten mit Schaufeln und Schubkarren an einer Baustelle.
Gingen

L 1214: Ortseingang von Gingen an der Fils wird sicherer und moderner

Ein Passagierzug von der Seite.
Vergabe

Netz 66: SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
RadMelder

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Mehrere Verkehrsschilder liegen übereinander. Darunter ein Vorfahrtsschild und ein Zone 30-Schild
Straßenschilder

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Kooperationserklärung: Regionales Verkehrsmanagement Heilbronn-Neckarsulm

Ministerin Razavi bei der Eröffnung der Mühlbachstrasse
Eislingen

Mühlbachtrasse legt Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen

Radfahrer auf dem Badischen Weinradweg in den Reben oberhalb von Freiburg - Sankt Georgen mit Blick auf die Stadt Freiburg.
Rad

Mehr Qualität auf Radreisen: Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Zug auf Gleisen mit Frankreich-Flagge im Hintergrund.
Deutschlandticket

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Neubau

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
ÖPNV

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn