Schiene

Minister Hermann unterzeichnet Absichtserklärung mit Alstom über Einsatz von Brennstoffzellen-Schienenfahrzeugen

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Verkehrsminister Winfried Hermann hat am Mittwoch, 24. September 2014 in Berlin mit Vertretern der Firma Alstom Transport Deutschland GmbH eine Absichtserklärung über den Einsatz neuer Züge mit emissionsfreiem Brennstoffzellenantrieb in Baden-Württemberg unterschrieben. „Auf dem Weg in eine nachhaltige und umweltfreundliche Zukunft spielen innovative und intelligente Verkehrskonzepte eine bedeutende Rolle. Als Land, das sich der nachhaltigen Mobilität verschrieben hat, sind wir in Baden-Württemberg stets an neuen Ideen und Mobilitätskonzepten interessiert. Emissionsfreie Züge mit Brennstoffzellenantrieb können eine umweltfreundliche Alternative zu den vorhandenen Dieseltriebzügen im Schienenverkehr sein. Die weitere Entwicklung sowie den Einsatz der Brennstoffzellentechnologie auf der Schiene werden wir deshalb unterstützen“, unterstrich Minister Hermann auf der Messe InnoTrans 2014 in Berlin.

Neben Minister Hermann, der für das Land Baden-Württemberg die Absichtserklärung unterzeichnete, haben die Länder Niedersachen (Verkehrsminister Olaf Lies und Hans-Joachim Menn, Sprecher der Geschäftsführung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachen), Nordrhein-Westfalen (Verkehrsminister Michael Groschek und Martin Husmann, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr) sowie Hessen (Prof. Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbundes) schriftlich ihren Willen zum Einsatz der emissionsfreien Fahrzeuge erklärt.

Weitere Informationen (Quelle: Alstom)
Die neu entwickelte Fahrzeuggeneration auf Basis der bewährten und modularen Coradia Plattform stellt langfristig eine nachhaltige Alternative zu konventionellen Dieseltriebwagen dar. Durch die Verwendung eines Energiespeichers, eines intelligenten Energiemanagements und eines günstigen Energieträgers verfügt das Fahrzeug gegenüber einem konventionellen Dieseltriebzug sowohl über eine höhere Energieeffizienz als auch über geringere Energiekosten.

Entwickelt und gefertigt werden die Fahrzeuge im Kompetenzzentrum für Regionaltriebzüge von Alstom in Salzgitter. Die ersten beiden Prototypen sollen laut Plan bereits im Jahr 2018 in Niedersachsen getestet werden. Im Anschluss würden dann Züge mit Brennstoffzellenantrieb in den vier Bundesländern Niedersachsen, Nordrhein- Westfalen, Baden-Württemberg und Hessen in den regulären Fahrgastbetrieb gehen.

Die Züge werden mit einer Brennstoffzelle betrieben, deren Funktionsweise sich in dieser Form bereits in der Automobilindustrie bewährt hat. Im Unterschied zum herkömmlichen Verbrennungsmotor wandelt die Brennstoffzelle chemische Energie in Form von Wasserstoff direkt in elektrische Energie um. Damit ist sie potenziell effizienter als Antriebe, bei denen die Energie erst über eine Verbrennung in mechanische Bewegungsenergie und anschließend über einen Generator in elektrischen Strom umgewandelt wird.

Weitere Infromationen

Der Einsatz von Brennstoffzellen im Schienenverkehr (Quelle: Forschungs-Informations-System für Mobilität und Verkehr)

Der Zug der Zukunft (Quelle: Handelsblatt)

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