STRASSE

Anzahl der 24-Stunden-Baustellen im Land soll erhöht werden

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Betonfertiger betoniert Fahrbahn
Betonfertiger: diese 14-Meter-Maschine betoniert die Fahrbahn rund um die Uhr mit einem Meter pro Minute. Es entsteht ein besonders haltbarer Straßenbelag, der bei hohem Schwerverkehrsanteil sehr beständig ist. Bildquelle: KD Busch

Verkehrsminister Hermann auf der Baustelle A 8: „Wir wollen schneller bauen und Verkehrsbehinderungen reduzieren“

Wie können Bauzeiten im hochbelasteten Straßennetz weiter verkürzt und damit Verkehrsteilnehmer entlastet werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Besuchs von Verkehrsminister Winfried Hermann MdL auf der 24‑Stunden-Baustelle auf der A 8 bei Karlsruhe. Der Verkehrsminister ist derzeit anlässlich seiner verkehrspolitischen Sommertour im ganzen Land unterwegs. Gemeinsam mit Baureferatsleiter Klaus Maier-Bätz, Landrat Christoph Schnaudigel, Abgeordneten aus der Region sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern informierte sich Hermann nun an der Anschlussstelle Karlsbad und dem Autobahndreieck Karlsruhe beispielhaft über das Baustellenmanagement der Straßenbauverwaltung.

In diesem Jahr realisiert das baden-württembergische Verkehrsministerium auf den Autobahnen insgesamt fünf Fahrbahndeckenerneuerungen im 24-Stunden-Betrieb. „Mit der Bauwirtschaft haben wir uns darauf verständigt, die Anzahl der 24-Stunden-Baustellen in den kommenden Jahren schrittweise weiter zu erhöhen, so dass sich die Bauunternehmen darauf einstellen können und eine verlässliche Perspektive haben“, erklärte Verkehrsminister Hermann. „Klar ist, dass eine Erneuerung von Fahrbahnen ohne Verkehrsbehinderungen kaum durchgeführt werden kann. Wo es aber möglich ist, werden wir schneller bauen, um die Beeinträchtigungen zu reduzieren“, so Hermann weiter.

Um die rund drei Kilometer lange Betonfahrbahn auf der A 8 bei Karlsruhe zu erneuern wird seit Juni 2019 rund um die Uhr gearbeitet. Bis voraussichtlich Mitte November werden die Arbeiten zwischen der Anschlussstelle Karlsbad und dem Autobahndreieck Karlsruhe noch andauern.

„Nicht bei jeder Baustelle ist allerdings ein 24-Stunden-Betrieb das Maß aller Dinge. Wir müssen immer auch bedenken, dass Nachtarbeit für Arbeiter vor Ort auch eine Belastung bedeutet. Die Bauindustrie ebenso wie auch die Verwaltung und die Ingenieurbüros müssen den 24-Stunden-Betrieb wie hier auf der A 8 mit hohem Einsatz personell und materiell stemmen“, erklärte Hermann.

Maier-Bätz ergänzte: „Der 24-Stunden-Betrieb heißt nicht, dass zukünftig dauerhaft rund um die Uhr gearbeitet wird. Die Intensität des 24-Stunden-Betriebs wird von Baustelle zu Baustelle unterschiedlich sein. Neben den klimatischen Umweltbedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, welche gerade bei Brückensanierungen eine wichtige Rolle spielen, spricht oft der Lärmschutz der nahegelegenen Wohnbebauung gegen das Arbeiten in der Nacht.“

Bündelungen von Maßnahmen in einem Bauvorhaben dienen ebenfalls dazu, die Eingriffe in den Verkehr zu minimieren und damit die Verkehrsbeeinträchtigungen zu reduzieren. Im Rahmen der rund 15 Million Euro teuren Baumaßnahme auf der A 8 wird so gerade rund um die Uhr eine neue, griffige und lärmarme Waschbetonfahrbahn hergestellt. Gleichzeitig mit der Fahrbahnerneuerung werden auch drei Brückenbauwerke im Zuge der A 8 grundlegend saniert. Neben der Betonsanierung werden an den Brücken auch die Abdichtung, die Fahrbahnübergangskonstruktionen zwischen Brücke und Fahrbahn sowie die seitlichen Kappen mit den Schutzeinrichtungen erneuert.  Die parallel zur A 8 verlaufende Lärmschutzwand wird auf einer Gesamtlänge von rund 550 m ebenfalls erneuert.

Weitere Fotos stehen Ihnen in unserer Mediathek bzw. unter diesem Link zum Download zur Verfügung.

Weitere Meldungen

Eine Person fährt mit einem Fahrrad über einen Weg mit einem großen Fahrradsymbol.
Radwege

Diese Radwege werden ab 2026 gebaut

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schiene

Starker Bahnknoten Stuttgart: Grundlage für den Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Schild warnt vor Straßenschäden.
Straße

500 Millionen Euro für Straßen-Erhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Landesmobilitätsgesetz

Bilanz nach einem Jahr Landesmobilitätsgesetz

Älteres Ehepaar geht Gehweg entlang
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Das Bild zeigt den Raum unter einer Brücke. Links ist ein Fluss zu sehen und daneben ein Waldweg.
Straßenbrücken

Land nutzt versiegelte Flächen für Tiere und Pflanzen

Busse laden an einer Ladesäule.
Elektromobilität

Land fördert 213 emissionsfreie Busse

Eine Kundenbetreuer von Arverio steht an der Türe eines Zuges.
Sicherheit

Austausch zu Sicherheit für Bahnverkehr und Pilotvorhaben

Der RABus hat die Farben schwarz und gelb und sieht einem Kleinbus ähnlich.
Autonomes Fahren

RABus-Ergebnisse sollen autonomen Regelbetrieb im ÖPNV voranbringen

Arbeiter in Warnwesten arbeiten mit Schaufeln auf einer Baustelle an einer Straße.
Straßenbau

Mehr Ruhe im Ortskern: Bau der Umgehungsstraße Rißtissen beginnt

Auf den Boden eines Parkplatzes ist als Symbol ein Auto mit einem Stromladestecker aufgemalt.
E-Carsharing

Neue Förderung: E-Carsharing für 66 Standorte

Versuchsprojekt Digitale Parkkontrolle
Scancars

Effizientere Parkraumkontrolle mit Scan-Fahrzeug in Heidelberg

Nahverkehrszug der ÖBB vom Typ Siemens Desiro ML im Vorarlberg
Bodensee

Neuer grenzüberschreitender REX ab Dezember 2026

von links nach rechts: Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr Stefan Schnorr,  Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG Evelyn Palla, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr sowie Vorsitzender der Landesverkehrsministerkonferenz Christian Bernreiter (CSU) sowie der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann vor dem Auftakt des Sicherheitsgipfel bei der Deutschen Bahn.
Sicherheit

Sicherheitsgipfel der Deutschen Bahn in Berlin

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Sicherheit

Mehr Verkehrssicherheit vor Schulen durch Schulstraßen und Schulzonen